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Ein guter Einfall ist wie ein Hahn am Morgen. Gleich krähen andere Hähne mit.    K. H. Waggerl

28.11.2020

Meldung

28.10.2020: Zukunftstechnologie Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist das Heizsystem der Zukunft. Allerdings: Um unsere Klimaziele zu erreichen und die Zukunftsfähigkeit unserer Heizungsindustrie zu sichern, braucht diese Technologie noch mehr Rückenwind. Meint Sjacco van de Sande, Geschäftsführer des Wärmepumpenherstellers ait-deutschland.

Eine Million Wärmepumpen sind inzwischen in Deutschlands Haushalten installiert. Erfreulich, aber kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Denn setzt man diese Zahl in Bezug zu anderen Ländern und Regionen, zeigt sich: Der globale Wärmepumpenmarkt boomt – und mit ihm eine der wichtigsten Technologien, um die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. Aber Europa hinkt der Entwicklung hinterher. Und ausgerechnet Deutschland liegt mit jährlich rund zwei verkauften Wärmepumpen pro tausend Haushalte gerade mal auf Platz acht in Europa.

Zum Vergleich: In Norwegen, Finnland und Schweden werden, gemessen an der Zahl der Haushalte, jedes Jahr mehr als zehn Mal so viele Wärmepumpen installiert wie in Deutschland. Und günstige politische Rahmenbedingungen sorgen in den Niederlanden seit einigen Jahren für eine stark steigende Nachfrage.

Chance noch entschlossener nutzen

„Die Förderbedingungen für Wärmepumpen sind in Deutschland gut, die politischen Weichen gestellt. Damit sind wir auf dem richtigen Weg, aber der Blick in andere europäische Länder zeigt: Das kann noch besser werden“, erklärt Sjacco van de Sande, Geschäftsführer des Wärmepumpenherstellers ait-deutschland. „Die Klimaziele, die wir uns aus gutem Grund auf die Fahnen geschrieben haben, sind mit der Wärmepumpe optimal zu erreichen. Diese Chance sollten wir noch entschlossener nutzen, besonders in der Sanierung gibt es ein riesiges, ungenutztes Potenzial.“

Ein zweiter Aspekt sei nicht zu vernachlässigen, so der Geschäftsführer von ait-deutschland: „Gerade die asiatischen Hersteller agieren von einem vitalen Heimatmarkt aus, während die europäischen Hersteller hier hohe Hürden zu nehmen haben. Und der eigene Markt ist ein wesentlicher Faktor für die globale Wettbewerbsfähigkeit.“

Der zentrale Grund für die im internationalen Vergleich zu langsame Entwicklung des deutschen Wärmepumpenmarktes sei die steuerpolitische Ungleichbehandlung der verschiedenen Energieträger, so der Marktkenner.

Aus seiner Sicht müssten die Energiepreise bei Steuern, Abgaben und Umlagen mindestens einander gleichgestellt sein. Außerdem wäre eine europaweit einheitliche CO2-Bepreisung sicher hilfreich. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können wir den Markt verändern. Im Sinne unseres Klimas und unserer Industrie.“

Hintergrund:

Deutschlands Stromkunden bezahlen die Energiewende bislang praktisch allein. Steuern, Abgaben und Umlagen machen heute mehr als 60 Prozent des Strompreises in Deutschland aus. Bei Heizöl und Erdgas liegt dieser Wert bei rund 25 Prozent. Das hat zur Folge, dass ausgerechnet die sauberste Energieform, Strom, mehr als dreimal so viel kostet wie Heizöl oder Erdgas. Dieses Ungleichgewicht geht zu Lasten sauberer Zukunftstechnologien.

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