Automatische Freispülungen helfen, die Trinkwasserhygiene in den Hausinstallationen kosteneffizient sicherzustellen. Copyright: WimTec
02.12.2022  Pressemeldung Alle News von WimTec

WimTec: Beste Wasserqualität im Neubau und Bestand realisieren

Die vorhandene Bausubstanz hat einen erheblichen Einfluss auf den Wärmeeintrag in das Gebäude und damit auch auf die Temperatur des Trinkwassers. Bei Neubauten ist der Wärmeverlust durch die bessere Dämmung im Vergleich zu Altbauten wesentlich reduziert. Dies kann jedoch auch zum Bumerang werden, wenn sich die Hitze in der Gebäudehülle staut.

Kaltwasser muss kalt bleiben

Bereits vor einigen Jahren erkannte der Deutsche Olympische Sportbund die problembehaftete Situation von Sportstätten und warnte vor einem Sanierungs- und Investitionsbedarf in zweistelliger Milliardenhöhe. Neben den Sanitär- und Heizungsanlagen bedürfen vor allem die veralteten Trinkwasserinstallationen einer dringenden Sanierung. Denn Sportstätten zählen aufgrund der Nutzungsschwankungen zu jenen Gebäudetypen, die besonders stark zu einer Kontamination mit mikrobiellen Erregern neigen. Bei unzureichender Nutzung stagniert Trinkwasser ohne besondere Maßnahmen in den Leitungen. Als Folge nimmt das Wasser die Temperatur seiner Umgebung an.

Lange Zeit war Trinkwasser warm im Fokus, doch mittlerweile wird Trinkwasser kalt ebenso hohe Bedeutung beigemessen. So fordert die Richtlinie VDI/DVGW 6023 die Einhaltung der Temperaturgrenzen. Die Temperatur des Kaltwassers sollte dabei möglichst unter 20 °C bleiben und 25 °C keinesfalls überschreiten. Über diesen Temperaturen können sich gefährliche Krankheitserreger im Trinkwasser gut vermehren und zu einer Gesundheitsgefahr werden. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass von dem in den Gebäuden erwärmten Kaltwasser teilweise ein größeres Risiko ausgeht als von nicht normgerecht betriebenen Warmwasser-Installationen. Dennoch ist die regelmäßige Beprobung des Kaltwassers auf Legionellen in Deutschland noch immer nicht verpflichtend. Als Folge davon bleiben gefährlich viele verkeimte Anlagen unentdeckt. Dies hat mitunter fatale Folgen für die Betreiber, denn im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht haben sie in jedem Fall das sichere Benutzen vorhandener Sanitäranlagen zu gewährleisten.

Faktor Bauphysik

Die Erwärmung des Kaltwassers hat die verschiedensten Ursachen. Erfahrungen zeigen, dass in kaum einem vor 2010 erbauten Bestandsobjekt eine ausreichende Trennung von Kalt- und Warmwasser vorhanden ist. Die für den Brandschutz oder zur Dämmung der Warmwasser- und Heizungswasser eingesetzten Materialien können zu Hitzestaus führen, die eine Erwärmung naheliegender Kaltwasserleitungen zur Folge hat. Auch die horizontale Wasserverteilung in abgehängten Decken ist kritisch zu sehen, denn nicht nur die Raumwärme steigt nach oben auf, auch die Beleuchtung und zahlreiche technische Anlagen heizen die Temperatur in diesen Bereichen oft auf weit über 25 °C auf.

Der Klimawandel lässt uns nicht kalt

Der Klimawandel, ökologisches Bewusstsein und Green Building haben den Trend zu einer besseren Dämmung der Gebäudehülle weiter verstärkt. Das Entweichen von Wärme wird immer mehr verhindert und die Energie im Winter zur Temperaturhaltung im Gebäude genutzt. Häufig werden entsprechende Glasflächen vorgesehen, die nicht nur den Innenraum erhellen, sondern im Winter auch Wärme in das Gebäude einlassen. Gerade die in den letzten Jahrzehnten stetig steigende Anzahl von Hitzetagen könnte diesbezüglich zum Umdenken auffordern. Betreiber klagen bereits, dass je nach Bausubstanz die Kosten für die Kühlung im Sommer die Kosten für das Heizen im Winter überschreiten.

Maßnahmen auch in neuen Gebäuden erforderlich

Wärmestaus in Technikräumen, Schächten, Zwischendecken und Räumen führen auch im Neubau dazu, dass die Temperaturhaltung des Kaltwassers auf seinem Weg bis zu den Entnahmearmaturen bei unstetiger Nutzung nicht gewährleistet werden kann. Gerade für Stadien ist dies von großer Bedeutung, da sie nicht jeden Tag mit Zuschauern frequentiert sind. Ist der regelmäßige Wasseraustausch durch die Nutzung selbst nicht in jedem Fall gewährleistet, sind gemäß der Doppelrichtlinie VDI 3810-2/VDI 6023-3 Spülmaßnahmen unumgänglich. Manuelle Spülungen durch Reinigungskräfte oder anderes Personal sind nicht mehr zeitgemäß, denn sie erfordern entsprechende Ressourcen und verursachen hohe Betriebskosten.

Ganzheitliches System sorgt für Hygiene an jeder Entnahmestelle

Hier setzt mit klarem Fokus auf Kostenersparnis und Sicherheit das intelligente Gesamtkonzept von WimTec an: Die HyPlus-Armaturen stellen den regelmäßigen Wasseraustausch sicher und hemmen damit das Keimwachstum. Die bedarfsgerechte Stagnationsfreispülung erfolgt mit dem geringstmöglichen Wassereinsatz nur bei Betriebsunterbrechung und unzureichender Nutzung. Die Elektronik ist der Schlüssel zum Erfolg, denn die intelligente Wasserentnahmestelle weiß, wann und wie lang sie das letzte Mal benutzt wurde. Alle Informationen können zur Dokumentation einfach und sicher ausgelesen werden.

Auch im Bestand einfach und kostengünstig nachrüstbar

WimTec HyPlus ist auch im Bestand einfach und kostengünstig nachrüstbar. Ob mit Netz- oder Batteriebetrieb: Alle Entnahmestellen werden so zusätzlich zu ihrer üblichen Funktion im Nu zu einer Spülstation. Abhängig vom baulichen Zustand und dem Nutzungsverhalten kann die Nachrüstung auch in Teilabschnitten vorgenommen werden. Damit bleiben sowohl Kosten als auch Zeitaufwand stets klar kalkulierbar.

WIMTEC Sanitärprodukte GmbH
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