22.11.2022  Pressemeldung Alle News von Ewald W. Schneider® - Nachfolgersuche

Ewald W. Schneider®: Wann sage ich es den Mitarbeitern?

Den richtigen Zeitpunkt zu wählen die Mitarbeiter über die Unternehmensübergabe zu informieren, gehört zu kritischsten Teilen des Verkaufsprozesses.

Dabei kann vor allem eine zu frühe Verkündigung der Übergabe in einer echten Katastrophe enden. Denn bevor nichts unterschrieben ist, kann der Verkauf zu jeder Zeit immer noch scheitern. Gibt es zu dem noch keine Sicherheit, wer denn da genau den Betrieb übernimmt und der Prozess sich nach der ersten Ankündigung zeitlich weiter hinzieht, verunsichert das die Mitarbeiter verständlicherweise extrem.

Das kann dann dazu führen, dass Mitarbeiter das Unternehmen panisch verlassen und die Marktbegleiter Wind von der geplanten Betriebsübergabe bekommen und sich diese Unsicherheit dann voll zunutze machen. Als weitere Folge kann dann noch die Leistungsbereitschaft der gebliebenen Mitarbeiter und das damit einhergehende Unternehmensergebnis sinken – und somit auch die voraussichtliche Höhe des Verkaufserlöses.

Ähnlich unglücklich ist es, das Team erst am Tag der eigentlichen Übergabe zu informieren und vor vollendete Tatsachen zu stellen. „Ach übrigens – das ist der neue Chef – ich bin dann mal weg.“ Auch so eine Konstellation kann zum sofortigen Aderlass im Team führen oder eine Mitarbeiterflucht direkt nach der Übergabe auslösen. Beide Vorgänge wirken sich (rückwirkend) dann auch wieder auf den Verkaufserlös aus.

Aber wann ist denn der richtige Zeitpunkt?

Zunächst gilt erstmal die Devise: Alle Mitarbeiter sollen möglichst an Bord bleiben (gerade im SHK- und TGA-Umfeld) – aber nicht jeder Mitarbeiter wird zum selben Zeitpunkt informiert.

Wenn sich eine Übergabe an einen potentiellen Käufer andeutet und die Gespräche weit fortgeschritten sind, dann wird die erste Gruppe der Mitarbeiter ins Boot geholt - bestehend aus Führungsmitarbeitern und jene, die bereits Dekaden im Unternehmen sind. Warum aber diese Gruppierung?

Erst einmal wird ein potentieller Käufer sicher vor der Übernahme die „Schlüsselspieler“ kennenlernen und sprechen wollen. Ein persönlicher Eindruck davon, wer die tragenden Säulen sind und welche Rollen diese nach der Übernahme ggf. noch einnehmen können, ist unabdingbar.

Auf der anderen Seite braucht der scheidende Inhaber diese Mitarbeiter, um die Übergabe mitzutragen. Um diese Gruppe zu halten und auch nach der Übergabe involviert zu haben, kann ein Bonus aufgerufen werden, wenn die Übergabe erfolgreich ist bzw. die Mitarbeiter auch eine bestimmte Zeit nach der Übergabe noch Teil des Teams sind.

Grundsätzliches gilt aber definitives Stillschweigen vor den Mitarbeitern zu wahren, die nicht Teil der obengenannten Gruppe sind. Diese Teammitglieder werden in der Regel erst nach der eigentlichen Unterzeichnung der Verträge informiert - und ja das mag etwas hart sein und sicher auch Arbeitsbeziehungen zerstören - aber das ist dann der Preis dafür das gesamte Teams nicht ins Chaos gestürzt und die Übergabe erfolgreich gemeistert zu haben.

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Ihr Christian Bräuer
Geschäftsführender Gesellschafter
Ewald W. Schneider GmbH

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