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02.02.2026  Pressemeldung Alle News von DGH

Umsatzstatistik DG Haustechnik 2025

Zwischen Baum und Borke

Die Daten für das Jahr 2025 aus der anonym durchgeführten Ergebnisabfrage unter den Mitgliedsunternehmen des DG Haustechnik liegen vor. Dass - mit Ausnahme des Sanitärbereichs - alle Sortimentsbereiche nun bereits im zweiten Jahr in Folge insgesamt negativ abschneiden, dürfte für den Haustechnik-Großhandel in Deutschland ein Novum darstellen.

Die Sortimentsfelder Heizung (-2,1 %), Installation (-2,5 %) und Sanitär (+0,6 %) ergeben im Jahresvergleich 2024/2025 über alle Sortimente hinweg ein Gesamtminus von 1,7 %.

Damit ist es im vergangenen Jahr - trotz besserer Monate in der zweiten Jahreshälfte - nicht gelungen, eine eindeutige Trendwende einzuleiten. Besonders umsatzschwach zeigten sich die Monate Februar, April und Juni. Etwas Hoffnung macht hingegen das zweite Halbjahr 2025: In allen Warenbereichen verzeichneten die Monate Juli, September, Oktober sowie auch der Dezember positive Ergebnisse.

Ob sich der leicht positive Trend verfestigen kann, der in der auf der DG Haustechnik-Mitgliederversammlung veröffentlichten Prognose für das Jahr 2026 genannt wurde (siehe DG Haustechnik-Pressemeldung vom 26.11.2025), bleibt abzuwarten.

Johannes M. Börner, 1. Vorsitzender des DG Haustechnik, erklärt dazu:

„Die insgesamt schwache Umsatzentwicklung 2025 im Haustechnik-Großhandel steht sinnbildlich für die weiterhin volatile Lage der Baukonjunktur in Deutschland. Die nach der Bundestagswahl von der Koalition getätigten Aussagen zur Bauwirtschaft wurden bislang nicht durch klare Maßnahmen untermauert. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf das GEG, beziehungsweise das nun diskutierte Gebäudemodernisierungsgesetz.

Hier hängt nicht nur der Haustechnik-Großhandel weiterhin sinnbildlich zwischen Baum und Borke. Die Heizungsbranche steht immer noch vor großen Fragezeichen - daran können auch die rund 300.000 im Jahr 2025 in Verkehr gebrachten Wärmepumpen nichts Grundlegendes ändern.

Ausbaubranchen wie die SHK-Branche schöpfen, sofern vorhanden, ihren aktuellen Optimismus vor allem aus den steigenden Antragszahlen für Förderprogramme zur energetischen Sanierung sowie aus den zunehmenden Bauanträgen im Wohnungsbau.“

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