In der BRITA-Arena ist einiges in Bewegung: Das Stadion des SV Wehen in Wiesbaden hat eine neue Westtribüne sowie weitere zusätzliche Gebäude, Kioske und Sanitäreinrichtungen bekommen. Auch eine neue Heizungsanlage mit Übergabestation wurde installiert und in Betrieb genommen. Bildnachweis: perma-trade Wassertechnik
10.05.2022  Pressemeldung Alle News von perma-trade

perma-trade: Lange Leitungswege sportlich gemeistert

Anlagenwasseraufbereitung in der BRITA-Arena

Im Zuge des Neubaus der Westtribüne im Stadion des SV Wehen in Wiesbaden haben die neuen Gebäudekomplexe und Sanitäreinrichtungen eine neue Heizungsanlage mit Übergabestation bekommen. Um deren reibungslosen Betrieb und maximale Energieeffizienz zu sichern, stand auch eine Anlagenwasseraufbereitung nach den Vorgaben der VDI-Richtline 2035 auf dem Programm. Die Firma Ing. Elmar Bey GmbH & Co. KG konnte diesen Auftrag mit dem permaLine Teilstromverfahren von perma-trade Wassertechnik meisterlich umsetzen. Für optimal aufgeheizte Stadion-Stimmung dürfte also in Zukunft auch über die Fankurve hinaus gesorgt sein.

Seit März 2019 ist im Stadion des SV Wehen in der Berliner Straße in Wiesbaden nicht nur auf dem Rasen einiges „am Laufen“: In der BRITA-Arena wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen umgesetzt. Durch den Neubau der Westtribüne soll eine Steigerung der Stadion-Gesamtkapazität von ursprünglich 12.566 auf 15.000 Plätze erreicht werden. Das Bauprojekt umfasst zudem die Errichtung eines Gebäudes in der Nordwestecke der Arena. Unterhalb der Tribüne entstehen Kioske und Sanitäreinrichtungen. Im neuen Gebäude in der Nordwestecke sollen für die Polizeiwache sowie die Leitstellen für Polizei, Feuerwehr, Ordnungsdienst und Stadionregie neue Räumlichkeiten geschaffen werden. Hinzu kommen ein Fanshop und ein Raum zur Fanbetreuung. Für diese Gebäudekomplexe wurde eine neue Heizungsanlage installiert. Zur fachgerechten Inbetriebnahme musste zuvor besonderes Augenmerk auf die Anlagenwasserqualität gelegt werden, die für den reibungslosen Betrieb eine tragende Rolle spielt.

Anlagenwasserqualität im Fokus

Je nach seiner chemischen Zusammensetzung kann ungeeignetes Anlagenwasser mit den in modernen Heizsystemen verwendeten Materialien schädliche Wechselwirkungen in Gang setzen. Im Stadion des SV Wehen lag die elektrische Leitfähigkeit des Rohwassers bei 701 µS/cm, die Wasserhärte bei 18,6° dH und der pH-Wert bei 7,3, was nach VDI-Richtlinie 2035 eine Anlagenwasseraufbereitung erforderlich macht. Denn in Verbindung mit solch hartem Wasser können sich unerwünschte Beläge bilden, die sich negativ auf die Energieeffizienz auswirken. Auch im Wasser enthaltene korrosive Salze sowie ein falscher – hier ein zu niedriger – pH-Wert können Schäden anrichten. Da das Leitungssystem im Stadion aus C-Stahl-Rohren besteht, die korrosionschemisch sensibel reagieren, war eine VDI-Richtlinien-konforme Umsetzung der Anlagemwasserqualität in jedem Falle mehr als empfehlenswert.

Hartes Wasser. Lange Leitungswege.

Dass sich bei Großprojekten wie dem Stadionumbau komplex verzweigte, lange Leitungswege ergeben, liegt in der Natur der Sache. Für die Anlagenwasseraufbereitung würde dies mitunter einiges an Arbeitsaufwand mit sich bringen, wenn diese Leitungen im Zuge einer Dichtheitsprüfung und Spülung entsprechend DIN EN 14336 zunächst mit Leitungswasser befüllt und dann nochmals entleert werden müssten. Als verantwortliches SHK-Unternehmen nahm die Firma Ing. Elmar Bey GmbH & Co. KG aus Pfungstadt diese Herausforderung allerdings sportlich und setzte auf das permaLine Verfahren zur Teilstromentsalzung. Zum einen wird das Teilstromverfahren in der novellierten VDI-Richtlinie 2035 explizit als das Mittel der Wahl zur Anlagenwasseraufbereitung empfohlen. Zum anderen zeigte sich Geschäftsührer Dipl.-Ing. Thorsten Bey als Experte mit besonderer Heizungsbau-Kompetenz auch klar überzeugt von der einfachen und unkomplizierten Anwendung dieser Lösung. Was den Fachhandwerkern bei der Stadion-Heizungsanlage mit Übergabestation besonders zugute kam und den Arbeitsaufwand erheblich reduzierte: Die Anlage konnte dank permaLine zunächst mit Rohwasser befüllt und anschließend im laufenden Betrieb einfach und sicher aufbereitet werden. Nach wenigen Handgriffen arbeitet das mobile Gerät permaLine dabei weitestgehend selbstständig und muss nicht über den gesamten Prozess beaufsichtigt werden. Einen weiteren Vorteil in der Zusammenarbeit mit perma-trade sieht Thorsten Bey auch in der umfassenden persönlichen Beratung. So sei ihm sein zuständiger Außendienstmitarbeiter Jürgen Benke während des gesamten Projekts von der Planung bis zur Umsetzung mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Schnelle sichere Umsetzung im laufenden Betrieb

Im April 2021 wurde mit der Aufbereitung der 5200 Liter Anlagenwasser begonnen. Dazu wurde permaLine einfach in die Heizungsanlage eingebunden. Zunächst fließt das Wasser dabei durch einen feinporigen Tiefenfilter mit 1 µm, der bei permaLine praktischerweise bereits integriert ist und selbst kleinste Partikel sowie Trübstoffe und Magnetit entfernt. Anschließend wird das Füllwasser in einer Entmineralisierungseinheit weiter aufbereitet. Im Stadion des SV Wehen kamen für die Aufbereitung sieben permasoft vom Typ PT-PS 21000 zum Einsatz. Beim Durchfließen werden neben Härtebildnern wie Magnesium und Calcium auch korrosive Salze wie Chlorid und Sulfat entfernt. Im Gegensatz zu einer Enthärtung hat das Wasser nach der Entmineralisierung eine stark reduzierte elektrische Leitfähigkeit. Dies zeigten auch die finalen Wasserproben vom 10.08.2021 im Stadion: Mit einer auf 55 µS/cm reduzierten elektrischen Leitfähigkeit, einem pH-Wert von 8,46 und einer Wasserhärte kleiner 1° dH liegt die Anlagenwasserqualität nun im VDI-Richtlinien-konformen Bereich und die Anlage ist definitiv „fit“ für die Zukunft.

Saubere Sache: Nach getaner Arbeit, ab zum Recycling!

perma-trade hat die Werte Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln fest im Unternehmensalltag verankert. Dazu gehört auch, dass das zur Entmineralisierung des Anlagenwassers eingesetzte Mischbettharz nach Gebrauch nicht im Müll entsorgt werden soll, sondern in einen Recycling-Prozess eingebunden ist. SHK-Betriebe senden ihre aufgebrauchten permasoft Entmineralisierungseinheiten nach der Verwendung kostenfrei an perma-trade zurück, damit das Harz wieder aufbereitet und weiter verwendet werden kann. So lassen sich über 300 Tonnen Müll pro Jahr vermeiden.

perma-trade Wassertechnik GmbH
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