Denkschubser   |   

Die ungelösten Probleme erhalten einen Geist lebendig und nicht die gelösten.    E. G. Kolbenheyer

27.11.2020

Meldung

28.10.2020: Paulus-Lager®: Wenn Monteure Material bunkern

Fluch oder Segen?

Wir, das sind Doris Paulus, Mathias Oelze und Miguel Kaposty - allesamt Profis mit jahrelanger Erfahrung der Paulus-Lager GmbH. Wir drei hinterfragen ein ganz häufiges Phänomen in Handwerksbetrieben mit Fahrzeugflotte: Monteure horten in ihren Lieferfahrzeugen soviel Material, dass die Fahrzeuge tiefergelegt durch die Gegend fahren. Warum das gemacht wird und wie man es vermeiden kann, wollen wir in diesem Blog-Artikel erklären.

Überladene Fahrzeuge sind leider Standard

Uns passiert es in der Beratung sehr oft, dass Lieferfahrzeuge hoffnungslos überladen sind: man öffnet die Tür und das Material kullert einem direkt in die Arme. Es gibt eigentlich immer einen Monteur pro Betrieb, der das Gefühl hat, viel Material in seinem Wagen sichern zu müssen. Es gibt einfach Menschen, die das Bedürfnis haben, besonders viel dabei zu haben. Das ist allerdings nicht nur schlecht. Oft hat dieser Monteur das im Lager fehlende Teil parat und rettet damit den Kollegen oder gar den ganzen Auftrag.

Dazu gibt es eine schöne Geschichte. Ein Inhaber hat erklärt, dass man zur Inventur nur einen Zollstock bräuchte: jeder Meter im Auto bedeute dann einen Tausender Material. Das ist zwar witzig aber für die Liquidität und Wirtschaftlichkeit eines Betriebes kann das zum Problem werden.

Arbeitsfähig sein

Aus unserer Sicht können wir dieses Horten verstehen. Denn solange der Nachschub im Betrieb nicht sichergestellt ist, nehmen die Monteure natürlich besonders viel mit, um eine zweite Anfahrt zu vermeiden. Das ist gerade bei festkalkulierten Aufträgen nachvollziehbar. In der Regel bunkern Monteure im Auto deshalb, damit sie auf der Baustelle arbeitsfähig sind. Da in einem normalen Betrieb ohne bewirtschaftetes Lager, nicht sichergestellt ist, dass sie Material für die Montage dabei haben, sind sie zum Bunkern gezwungen. Genaugenommen ist das ein für den Betrieb schützender Gedanke: Um jederzeit arbeitsfähig zu sein, wird so viel Verbrauchsmaterial wie möglich im Auto vorgehalten. Niemand will auf der Baustelle blank dastehen. Aber leider kostet das den Betrieb unglaublich viel Geld. Außerdem wirkt es auch nicht gut vor dem Kunden, wenn der Mitarbeiter mitten im Auftrag weg fährt und dann mit einem Teil in der Hand wiederkommt.

Das Problem liegt woanders

In der Vorstellung der Inhaber verschwendet der Monteur das Verbrauchsmaterial und entnimmt dem Betrieb viel zu viel Material ohne konkrete Nutzung. Und die Kollegen machen sich zusätzlich lustig über hortenden Monteure. Aber das ist nichts, worüber man sich lächerlich machen sollte. Denn das Problem entsteht woanders: das Lager funktioniert nämlich nicht. Eigentlich ist so ein Fahrzeug wie der Spiegel eines großen Lagers: breite Sortimentsvielfalt in geringer Stückzahl. Nur leider ist es komplett abhängig vom Kopf des Monteurs.

Ein Monteur ist vor Ort quasi die Visitenkarten des Betriebes. In vielen Betrieben gibt es daher Kleiderordnungen und Verhaltensregeln vor dem Kunden. Aber eigentlich sollte auch ein gut funktionierendes Lager dazu gehören. Denn die Monteure können nur eine gute Arbeit abliefern, wenn die Rahmenbedingungen passen und dazu gehört, dass benötigte Material dauerhaft verfügbar ist.

Die Schatzkiste nutzen

Für uns ist so ein Lieferfahrzeug wie eine Schatzkiste. Wir benutzen die Inhalte gerne für die Artikel-Liste des großen Lagers und übertragen es im Strukturprojekt auf den gesamten Betrieb. Dann findet sich quasi die breite Erfahrung des Monteurs im Lagerregal wieder. Das ist wahnsinnig wertvoll.

Aus unserer Sicht sollten die hortenden Mitarbeiter nicht unbedingt verurteilt werden. Es hat Vor- und Nachteile und man kann auch aus dieser Situation das Beste für den Betrieb rausholen.

Unser Tipp ist: mit einem sinnvollen Lagerrücklaufregal beginnen und dann über eine optimierte Lagerorganisation nachdenken. Sobald das zentrale Lager optimiert ist, können anschließend die Fahrzeuge mit einer standardisierten, optimierten Innenausstattung versehen werden. Ziel ist, dass alle Materialien auf den Fahrzeugen aus der Werkstatt und dem Lager bestückt werden. Das senkt die Einkaufkosten, weil die Preise im Betrieb verhandelt sind. Denn ein Bauhandwerkslager ist eine Goldgrube!!!

Doris Paulus und ihr Team bieten kostenlose Erstberatungstermine an.
Mehr unter www.paulus-lager.de/erstgespraech/

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