Panasonic Sortiment Kältemaschinen Bildquelle: Panasonic Marketing Europe GmbH
08.09.2026  Pressemeldung Alle News von Panasonic

Panasonic: 15 Jahre Vorsprung mit dem natürlichen Kältemittel CO₂

Panasonic setzt seit 15 Jahren auf CO₂-Kältetechnik – lange bevor die EU-Regulierung diesen Schritt nahelegte. Jetzt, da Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial knapp und teuer werden, zahlt sich dieser Vorsprung aus.

Die F-Gase Quote sinkt ab 2027 deutlich

21,7 statt 42,9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent: So drastisch kappt die EU ab 2027 die Menge neu hergestellter HFKW-Kältemittel, die in Verkehr gebracht werden darf. Grundlage ist die novellierte Verordnung über fluorierte Treibhausgase (Verordnung (EU) 2024/573, Anhang VI). Für Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel, in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, in der Kühllogistik, in der pharmazeutischen und medizinischen Kühllagerung sowie in der Hotellerie wächst damit der Handlungsdruck. Wer weiterhin Anlagen mit Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial betreibt, sollte über Alternativen nachdenken, bevor die Verfügbarkeit sinkt und die Preise weiter steigen. [1]

Elektrifizierung beschleunigt den Strukturwandel

Am 17. Juli 2026 veröffentlichte die Europäische Kommission zudem ihren Aktionsplan zur Elektrifizierung Dieser nennt einen Zielwert von 46 Prozent des Endenergieverbrauchs bis 2040 – als indikative, also politische Orientierungsgröße ohne rechtliche Verbindlichkeit. Ergänzend kündigte die Kommission einen eigenen europäischen Aktionsplan für Heizen und Kühlen an (COM(2026) 595 final). Für die Kältebranche bedeutet das: Der Abschied von Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial ist nicht nur eine Folge der F-Gase-Verordnung, sondern Teil eines umfassenderen Strukturwandels hin zu elektrifizierten Anlagen mit niedrigen CO₂-Emissionen für Heizung, Klimatisierung und Kälteversorgung.

Panasonic setzt seit 2009 auf CO₂

Panasonic bereitet sich seit vielen Jahren auf diese Entwicklung vor. Bereits 2009 begann das Unternehmen in Japan mit der Fertigung von Verflüssigungssätzen für CO₂. Heute kann das Unternehmen auf 15 Jahre Entwicklung in der CO₂-Kältetechnik sowie auf insgesamt rund 65 Jahre Erfahrung in der Technik für die Kühlkette zurückblicken. Zudem entwickelt und produziert Panasonic bereits seit 2001 eigene Verdichter für CO₂. Diese Erfahrung bildet die technische Grundlage für den Einsatz des natürlichen Kältemittels CO₂.

Langfristige Entwicklungsarbeit statt kurzfristiger Reaktion

Das Engagement beruht auf jahrzehntelanger Entwicklungsarbeit und auf messbaren Leistungsdaten – nicht auf einer kurzfristigen Reaktion auf neue gesetzliche Vorgaben.

Ein Vorsprung, der sich heute auszahlt. „Wir haben nicht deshalb mit der Entwicklung von CO₂-Systemen begonnen, weil uns eine Frist dazu gezwungen hätte. Wir haben damit begonnen, weil wir lange vor der Regulierung erkannt haben, in welche Richtung sich die Branche entwickeln muss“, sagt Enrique Vilamitjana, Geschäftsführer von Panasonic Heating & Air Conditioning Europe. „Dieser Vorsprung von 15 Jahren macht heute den Unterschied zwischen Lebensmitteleinzelhändlern, die unter Zeitdruck nach einem Ersatzkältemittel suchen, und unseren Kunden, die bereits eine bewährte Lösung installiert haben.“

Messbare Einsparungen bei Energie und Emissionen

Untersuchungen von Panasonic in Japan zeigen deutliche Einsparungen. Panasonic-Ingenieure haben CO₂-Kälteanlagen in Japan mit dem bislang gängigen Kältemittel R404A verglichen – mit klarem Ergebnis: Gegenüber invertergeregelten R404A-Anlagen sank der Energieverbrauch in der Tiefkühlung um 25,4 Prozent, in der Normalkühlung um 16,2 Prozent. R404A galt zum Zeitpunkt der Untersuchung als branchenüblicher Vergleichsmaßstab; seit 2020 ist das Kältemittel in neuen Anlagen in der Europäischen Union nicht mehr zugelassen. Bei den gesamten CO₂-Emissionen aus Kältemittelverlusten und Energieverbrauch lagen die untersuchten CO₂-Systeme um 67 Prozent niedriger. [2]

R404A bleibt ein aussagekräftiger Vergleich

Der Vergleich ist auch deshalb relevant, weil R404A in Anwendungen der Kühlkette lange als leistungsfähiges Kältemittel galt. Viele heute eingesetzte Ersatzgemische aus HFKW und HFO mit niedrigerem Treibhauspotenzial erfordern thermodynamische Kompromisse, die sich auf die Effizienz auswirken können. Die Ergebnisse von Panasonic lassen deshalb den Schluss zu, dass CO₂ in einzelnen Anwendungen noch größere Energieeinsparungen ermöglichen könnte, als der ursprüngliche Vergleich mit R404A erkennen lässt. [3]

Chillventa rückt das Tempo des Umstiegs in den Fokus

Die CO₂-Technik hat sich nach Angaben von Panasonic in sämtlichen Klimazonen Europas bewährt. Zusammen mit der durch die Regulierung zunehmend angespannten Versorgung mit Kältemitteln ist dies auch der Grund, warum die 15-jährige Erfahrung des Unternehmens im Bereich der CO₂-Kühlung gerade jetzt an Gewicht gewinnt. Wenn sich die Branche im Oktober 2026 zur Chillventa in Deutschland versammelt, wird deutlich werden, dass unter Führungskräften, Handelsunternehmen, Fachplanern und weiteren Akteuren entlang der Kühlkette die Frage, ob der Umstieg auf natürliche Kältemittel geboten ist, längst nicht mehr im Vordergrund steht. Vielmehr wird diskutiert, in welchem Tempo er sich vollziehen lässt.

Ein Praxisbeispiel: Eiscreme aus Devon

Wie sich das in der Praxis niederschlägt, zeigt ein Projekt in der südenglischen Grafschaft Devon: Dunstaple Farm Ltd. nahe Holsworthy setzt eine Kälteanlage von Panasonic mit 20 PS Leistung ein, die mit dem natürlichen Kältemittel R744, also CO₂, betrieben wird. Auf dem Hof wird das preisgekrönte „Farmer Tom’s Ice Cream” hergestellt. Das Projekt zeigt, wie sich Lebensmittel mit der Technik von Panasonic effizient und klimaschonend kühlen lassen. Die vollständige Fallstudie finden Sie hier.

CO₂ war bereits im 19. Jahrhundert etabliert

CO₂ gilt heute vielen als Kältemittel der Zukunft – dabei ist R744 älter als die meisten seiner synthetischen Konkurrenten. Vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1920er-Jahre zählte das Gas zu den gängigen Kältemitteln in Gewerbe, Industrie und Schifffahrt.

Synthetische Kältemittel verdrängten CO in den 30er-Jahren

Das änderte sich in den 1930er-Jahren: Laut der historischen Darstellung des US-Fachverbands ASHRAE verlor CO₂ an Bedeutung, weil neu entwickelte synthetische Kältemittel wie R12 als leichter zu handhaben galten und mit niedrigeren Betriebsdrücken arbeiteten. Trotz jahrzehntelanger Erfahrung in der gewerblichen und maritimen Kältetechnik wechselten viele Anwender zu den synthetischen Stoffen. [4]

Technischer Fortschritt macht CO₂ wieder praxistauglich

Heute ist CO₂ zurück: Fortschritte bei Verdichtern, Regelungstechnik und Systemauslegung haben R744 wieder zu einer praxistauglichen Lösung für moderne Anwendungen in der Kühlkette gemacht. Und Panasonic kann solche Kältelösungen nach eigenen Angaben in größerem Maßstab bereitstellen. Das Treibhauspotenzial von CO₂ liegt bei 1 – ein klarer Vorteil gegenüber konventionellen synthetischen Kältemitteln auf Basis von HFKW und HFO.

65 Jahre Erfahrung in der Kühlkette

1960 stellte Panasonic in Japan seine erste Gefriertruhe für Speiseeis vor – der Startpunkt des heutigen Kühlkettengeschäfts. Zwei Jahre später begann die Produktion der ersten Verflüssigungssätze, die zur technischen Basis für alles Weitere wurden. Der Geschäftsbereich blickt damit auf rund 65 Jahre zurück, die Fertigung von Verflüssigungssätzen geht 2026 in ihr 64. Jahr.

Markteintritt in Europa mit einem 2-PS-Verflüssigungssatz

2017 trat Panasonic Heating & Ventilation Air Conditioning Europe (PHVACEU) in den europäischen Markt für CO₂-Kälteanlagen ein – mit einem 2-PS-Verflüssigungssatz für Normal- und Tiefkühlung. Aus diesem bescheidenen Anfang im damals noch jungen Markt für natürliche Kältemittel hat sich ein breites Angebot entwickelt, das heute unterschiedlichste Anwendungen im Segment der Kleinkälte abdeckt.

Produktion in Japan und Breslau

Panasonic liefert nach wie vor Produkte aus japanischer Fertigung und erweitert zugleich seine Kapazitäten bei Panasonic Cold Chain Poland in Breslau. Das in Europa angebotene Portfolio umfasst deshalb inzwischen Produkte aus beiden Produktionsstandorten.

Frühes Engagement für das natürliche Kältemittel CO₂

Wenn heute über die Zukunft der Kältetechnik gesprochen wird, führt kaum ein Weg an CO₂ vorbei. Panasonic beschäftigt sich mit der Technik schon seit vielen Jahren – lange bevor die aktuellen regulatorischen Vorgaben in Kraft traten. Die Investitionen in natürliche Kältemittel begannen schon deutlich früher. Daraus sind die Erfahrung und die technische Kompetenz entstanden, auf denen das heutige Kühlkettengeschäft des Unternehmens aufbaut.

Eine alte Technologie mit Zukunft

Damit unterscheidet sich Panasonic von Anbietern, die erst unter dem Eindruck der Regulierung auf natürliche Kältemittel umsteigen. Rund 65 Jahre nach der ersten Gefriertruhe für Speiseeis – und mit einem Kältemittel, dessen Geschichte noch weiter zurückreicht – vertritt das Unternehmen eine klare These: Ausgerechnet eine der ältesten Technologien der Kältetechnik zählt zu den zukunftssichersten Lösungen für die Kühlkette.

Weitere Informationen zu den Lösungen von Panasonic

Weitere Informationen zu den emissionsarmen Lösungen von Panasonic für Heizung, Klima und Kälte finden Sie unter aircon.panasonic.eu/

Quellen:
[1] Verordnung (EU) 2024/573 (F-Gase-Verordnung): eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/573/oj/eng
[2] Panasonic Newsroom: news.panasonic.com/global/stories/809
[3] Europäische Kommission – Climate Action: climate.ec.europa.eu/eu-action/fluorinated-greenhouse-gases/climate-friendly-alternatives-hfcs_en
[4]ASHRAE:www.ashrae.org/File%20Library/About/Mission%20and%20Vision/ASHRAE%20and%20Industry%20History/The-Rise-and-Fall-of-Carbon-Dioxide-Systems.pdf

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