Klarer Fokus auf Kernkompetenzen und strategische Fertigungsbereiche: Am Standort Bad Zwischenahn wird sich die Hüppe GmbH nach Annahme ihres Sanierungsplans künftig auf die Entwicklung, Fertigung und Distribution hochwertiger Duschplatzlösungen im mittleren und oberen Preissegment wie Hüppe Sphere konzentrieren. Hier will der Duschplatzspezialist weiter mit seiner außerordentlichen Innovations- und Designqualität punkten, um sich vom Wettbewerb abzuheben. © Hüppe GmbH
18.02.2026  Pressemeldung Alle News von HÜPPE

HÜPPE: Wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Bad Zwischenahn

Hüppe GmbH hat Meilenstein im Restrukturierungsprozess erreicht – 78 Arbeits- und Ausbildungsplätze sollen erhalten bleiben

Die Geschäftsführung der Hüppe GmbH hat mit Zustimmung durch den Betriebsrat, den vorläufigen Gläubigerausschuss und den Sachwalter Dr. Rainer Eckert Mitte der vergangenen Woche ihren Plan zur Sanierung des Unternehmens beim Amtsgericht Oldenburg zur Prüfung eingereicht. „Damit haben wir im Sanierungsprozess einen wichtigen Meilenstein erreicht“, zeigt sich Julian Henco, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hüppe GmbH, überzeugt. „Mit dem ergänzenden Sozialplan haben wir jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen, unserem Unternehmen, unseren Mitarbeitenden und dem Standort Bad Zwischenahn eine nachhaltige Perspektive zu geben. Es gibt noch viel zu tun – unsere Ausrichtung ist klar und zielführend.“

Vorangegangen waren seit Anordnung eines Schutzschirmverfahrens für den Ammerländer Duschplatzspezialisten im November letzten Jahres mehrere intensive Verhandlungsrunden mit der Arbeitnehmervertretung und der IG Metall, die sich bis Anfang Februar 2026 erstreckten. Der Plan sieht die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs am Standort Bad Zwischenahn vor. Über die Annahme des Sanierungsplans werden die Gläubiger entscheiden. Bis dahin wird das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung unter Aufsicht des Sachwalters und des Amtsgerichts Oldenburg fortgeführt.

Klarer Fokus auf Premiumsegment und Innovationen

Der Sanierungsplan sieht grundlegende Veränderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, die die Prozesseffizienz und Kostenstrukturen nachhaltig verbessern. „Um unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken, werden wir uns in Bad Zwischenahn künftig ausnahmslos auf unsere Kernkompetenzen und strategisch relevante Bereiche konzentrieren. Dazu gehören an erster Stelle die Entwicklung, Fertigung und Distribution hochwertiger Duschplatzlösungen im mittleren und oberen Preissegment – dies schließt Sonderanfertigungen in Manufakturarbeit mit ein“, erläutert Julian Henco. „Zugleich setzen wir bei der Entwicklung neuer Lösungen weiter konsequent auf außerordentliche Innovations- und Designqualität, um uns so wie zuletzt mit Hüppe Sphere klar vom Wettbewerb abzuheben.“

Alle nicht-strategischen Fertigungsbereiche wird das Unternehmen hingegen auslagern. Dies betrifft zum einen die Produktion von Duschabtrennungen für das preissensible Premiumvolumensegment. Zum anderen werden die besonders energieintensive Wannenfertigung und Lackiererei zu spezialisierten Zulieferbetrieben in Deutschland und im Ausland verlagert.

Sozialverträgliche Restrukturierung

Diese umfassenden Änderungen gehen mit einem betriebsnotwendigen Personalabbau einher. Er erfolgt auf Basis eines mit der Arbeitnehmerseite ausgehandelten Sozialplans, der für einen Interessensausgleich zur Restrukturierung sorgt und den Stellenabbau sozialverträglich gestaltet. Von 191 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Auszubildenden, die zum Stichtag am 30. November 2025 bei der Hüppe GmbH beschäftigt waren, werden 78 Mitarbeitende – darunter acht Auszubildende – im Unternehmen verbleiben. Durch die Einbindung in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifiziert und in ihrer beruflichen Neuorientierung ab dem 15. Februar über einen Zeitraum von sechs Monaten unterstützt. „Uns war es wichtig, den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gute Voraussetzungen für ihre weiteren beruflichen Planungen zu ermöglichen“, erklärte Julian Henco.

Strategische Neuausrichtung in herausforderndem Marktumfeld  
Eine rückläufige Baukonjunktur, die anhaltende Nachfrageschwäche in Europa, steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie wachsender internationaler Preisdruck hatten die wirtschaftliche Situation in den vergangenen Jahren stark belastet. „Mit dem jetzt vorgelegten Sanierungsplan stellt Hüppe die Weichen für eine nachhaltig profitable Zukunft. Ziel ist es, die Position als Premiumanbieter weiter auszubauen und auch künftig Maßstäbe in Design, Qualität und Innovation zu setzen“, betont CEO Henco. „60 Jahre nachdem Hüppe als Pionier in Europa die Duschkabine auf den Markt gebracht hat, gibt es damit eine klare Zukunftsperspektive für unser Unternehmen.“

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