Um die Anlagenwasserqualität im Nahwärmenetz der Pentec GmbH & Co. KG in Bibertal dauerhaft kontrollieren und sichern zu können, wurde permaLine integral fest ins Heizsystem eingebunden. Perma-trade Gebietsleiter Roland Bertele (rechts) nimmt im Beisein von Betreiber Robin Peschel (links) eine abschließende pH-Wert-Messung vor. Alles Weitere regelt das Gerät zukünftig automatisch: Als eine Art „Aufpasser und Anpasser“ kontrolliert es regelmäßig den Leitwert des Anlagenwassers und bereitet es, wenn nötig, im laufenden Betrieb im Teilstromverfahren wieder auf. Bild: perma-trade Wassertechnik
25.01.2023  Pressemeldung Alle News von perma-trade

perma-trade: Holzgas voraus im Nahwärmenetz – mit optimalem Anlagenwasser

Im Nahwärmenetz der Pentec GmbH & Co. KG sind Anlagenwasser-qualität und reibungsloser Betrieb dank permaLine integral auch in Zukunft dauerhaft gesichert.

Durch mehrere Eingriffe ins Heizsystem und dadurch auch unkontrollierte Nachspeisungen hatte sich die Anlagenwasserqualität im Nahwärmenetz der Pentec GmbH & Co. KG bereits nach nur zwei Betriebsjahren zusehends verschlechtert. Ein extrem niedriger pH-Wert von 5,8 sowie Rostpartikel-Aufkommen und ständige Störfälle mit den Wärmetauschern erforderten dringenden Handlungsbedarf. Nach eingehender Beratung durch perma-trade Wassertechnik-Experte Roland Bertele entschied sich Anlagenbetreiber Robin Peschel für den Einbau eines permaLine integral und ist begeistert von der einfachen Lösung zur dauerhaften Kontrolle und Sicherung der Anlagenwasserqualität.

Mit ihren 27 Mitarbeitern hat sich die Peschel Heizung und Sanitärtechnik GmbH auf das Heizen mit regenerativen Energien wie z.B. Pellets, Wärmepumpen, Solar und Photovoltaik spezialisiert. Als erklärter „Fan zukunftsorientierter und klimaschonender Technologien“ betreibt Inhaber Robin Peschel zudem mit der Pentec GmbH & Co. KG eine eigene Hackschnitzelanlage, die mit Holzvergasung arbeitet und die Ortschaft Bibertal über ein Nahwärmenetz mit Wärmeenergie versorgt. Dabei werden Hackschnitzel unter Ausschluss von Sauerstoff verschwelt und das entstehende Gas kann zum Antrieb zweier Gasmotoren genutzt werden. Über zwei Blockheizkraftwerke erzeugt die Anlage eine Leistung bis zu 500 kW und versorgt heute bereits 47 Anschlussnehmer mit Wärmeenergie. Das Nahwärmenetz wird stetig weiter ausgebaut. Eine zweite Hackschnitzelanlage ist bereits in Planung. Auf der einen Seite ein erfreuliches Wachstum, auf der anderen Seite wachsen mit diesem Netz natürlich auch die Herausforderungen, um den störungsfreien Betrieb sicherzustellen. Denn je größer und verzweigter das Nahwärmenetz, umso wichtiger ist es, die Anlagenwasserqualität stets im Auge zu behalten und dauerhaft zu sichern.

Typische Herausforderung in Nahwärmenetzen: Eingriffe ins Heizsystem

Wie dies in Nahwärmenetzen nicht selten vorkommt, wurde auch bei der Pentec GmbH & Co. KG durch Reparaturen, Erweiterungen und Nachspeisungen des Öfteren in den Wärmekreislauf eingegriffen – und dies nicht ohne Folgen, wie sich nach zwei Jahren Betrieb herausstellte. Eine Wasseranalyse zeigte einen sauren und korrosiv wirkenden pH-Wert von 5,8, bei einer elektrischen Leitfähigkeit von 157 µS/cm. Zwar konnte der pH-Wert durch eine „Erste-Hilfe-Anlagenwasserbehandlung“ mit dem Gerät permaLine mobil wieder korrigiert werden. Da jedoch davon auszugehen war, dass die Anlagenwasserqualität auch in Zukunft nach Erweiterungsmaßnahmen oder Eingriffen ins System immer wieder aufs Neue kontrolliert und angepasst werden müsste, wäre die mobile Lösung auf Dauer mit großem Aufwand verbunden gewesen. Robin Peschel war daher an einer dauerhaften, sicheren Lösung und Kontrolle gelegen. Für ihn war es sozusagen „perfektes Timing“, dass von perma-trade Wassertechnik im November 2021 permaLine integral zur Festinstallation auf den Markt gebracht wurde.

Neue Einsatzbereiche für das permaLine Teilstromverfahren

Die perma-trade Wassertechnik-Experten aus Leonberg gelten als Innovationstreiber und Premium-Partner auf dem Gebiet der Heizungswasserbehandlung und stellen SHK-Fachbetrieben ein Komplett-Programm an hochwertigen Produkten zur Rundum-Heizungswasserbehandlung zur Verfügung – von der Entmineralisierung im Teilstromverfahren über pH-Wert-Anpassungen bis hin zur Sauerstoffzehrung und TOC-Reduktion (Total organic carbon). Bereits seit über 30 Jahren arbeitet die Firma Peschel mit perma-trade zusammen und weiß den persönlichen Kontakt zu Gebietsleiter Roland Bertele und dessen Beratungskompetenz dabei besonders zu schätzen. Immer offen für Innovationen und neue Herangehensweisen, war Robin Peschel daher gleich „heiß“ auf den neuen permaLine integral, bietet er doch eine Möglichkeit zur dauerhaften Sicherung der Anlagenwasserqualität speziell für Großobjekte und komplex verzweigte Anlagen. Das Gerät lässt sich fest ins System einbinden, sorgt für eine regelmäßige Kontrolle des Leitwerts und leitet bei Bedarf automatisch die Entmineralisierung ein.

Was Festes auf lange Sicht …

Im Nahwärmenetz der Pentec GmbH & Co. KG gibt es einen Pufferspeicher von 50.000 Litern. Insgesamt ist eine Wassermenge von 67.000 Litern im Umlauf. Um diese „Anlagenwassermassen“ nach den Vorgaben der VDI-Richtlinie 2035 wieder optimal einstellen und vor allem dauerhaft auf dem geforderten Qualitäts-Niveau halten zu können, vertraute Robin Peschel auf das Teilstromverfahren, das sich mit dem neuen permaLine integral jetzt auch fest in Heiz- und Kühlkreisläufe einbinden lässt. Als eine Art „Aufpasser und Anpasser“ kontrolliert das Gerät den Leitwert des Anlagenwassers regelmäßig und bereitet es, wenn nötig, im laufenden Betrieb wieder auf. Bereits in das Gerät integriert ist auch ein Tiefenfilter mit 1 µm, der selbst kleinste Magnetit-Partikel entfernt. So ist eine dauerhafte Filtration des Kreislaufwassers gewährleistet. Die jeweiligen Intervalle sind je nach Bedarf zwischen zwei bis zu 16 Stunden täglicher Filtration frei wählbar.

Konstante Leitwertkontrolle zur bedarfsgerechten Entsalzung

Als vielseitiger „Teamplayer“ lässt sich permaLine integral mit unterschiedlichen Anwendungen kombinieren. Die Basisanwendung bleibt dabei, wie auch im Fall der Pentec GmbH & Co. KG, die Entmineralisierung mit permasoft. Sie entfernt alle gelösten Salze und Härtebildner aus dem Anlagenwasser und senkt die elektrische Leitfähigkeit. Beim Anlagenwasser des Nahwärmenetzes in Bibertal konnte der Leitwert auf diese Weise von 157 µS/cm auf 87 µS/cm gesenkt werden. Damit das Wasser auch in diesem salzarmen Bereich bleibt, misst permaLine integral regelmäßig automatisch den Leitwert. Liegt dieser unter dem eingestellten Wert, nimmt permaLine integral die permasoft Entmineralisierungseinheit über ein 3-Wege-Ventil aus dem Kreislauf. Muss der Leitwert hingegen angepasst werden, wird die Entmineralisierung automatisch wieder zugeschaltet. Zur weiteren Vernetzung und Kontrolle lässt sich permaLine integral über einen potenzialfreien Meldekontakt oder auch Modbus an die Gebäudeleittechnik anschließen. So wird beispielweise gemeldet, wenn eine Entmineralisierungseinheit aufgebraucht oder der Filter verblockt ist.

Problem: Viel zu niedriger pH-Wert – prompt gelöst

Wie sich bei der Pentec GmbH & Co. KG gezeigt hatte, war der pH-Wert vor Einsatz der Anlagenwasseraufbereitung immer wieder viel zu stark abgesunken. Durch die Einbindung von speziell auf die Anlage abgestimmten Alkalisierungs-Patronen in permaLine integral konnte der pH-Wert von anfänglich 5,8 auf 9,8 einfach angehoben und stabilisiert werden. Da eine pH-Wert-Messung von permaLine integral selbst nicht durchgeführt wird, sollte diese entsprechend der VDI-Richtlinie 2035 einmal jährlich durch den Betreiber erfolgen. Im Falle eines nicht passenden pH-Wertes kann dieser mit einer entsprechenden pH-Stabilisator-Einheit schnell wieder korrigiert und in beide Richtungen angepasst werden.

Sauerstoffzehrung zur Verhinderung von Magnetitschlamm

Um bei der Pentec GmbH & Co. KG zudem das Risiko einer Sauerstoffkorrosion zu vermeiden, kam dort auch noch eine weitere Innovation aus dem Hause perma-trade zum Einsatz: Die Sauerstoffzehrpatrone OxRed. In Kombination mit permaLine integral filtert sie Sauerstoff aus dem System, so dass Sauerstoffkorrosion und der Bildung von Magnetitschlamm wirksam vorgebeugt werden kann. In Abhängigkeit von der Anlagengröße, den verbauten Werkstoffen, Diffusionsdichtigkeit und Sauerstoffgehalt, legt der Bediener vorab eine Anlagenkategorie fest und erhält dann in Intervallen von sechs, neun oder zwölf Monaten eine Meldung zum Austausch von OxRed. Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zu einer konventionellen Dosierung mit Sauerstoffbindemittel, kommt es mit OxRed zu keiner nennenswerten Veränderung des Anlagenwassers, was wiederum im Sinne des von der VDI-Richtlinie 2035 vorgegebenen Minimierungsprinzips ist. Die Leitfähigkeit des Anlagenwassers erhöht sich dabei nicht, ebensowenig die Wahrscheinlichkeit für mikrobiell beeinflußte Korrosionsvorgänge, da kein Sulfat eingetragen wird.

Eine nachhaltige Lösung dank Recyclingsystem.

Als zukunftsorientierter SHK-Fachmann legt Robin Peschel großen Wert auf Nachhaltigkeitsaspekte. Auch hier setzt das permaLine Verfahren nach wie vor Standards. Durch die Möglichkeit zu einer Aufbereitung des vorhandenen Anlagenwassers im laufenden Betrieb, muss in der Regel kein mit Metallen belastetes Heizungswasser mehr abgelassen werden. Darüber hinaus sind die zur Entmineralisierung im Heizungskreislauf eingesetzten Mischbettpatronen bei perma-trade in einen nachhaltigen Recyclingprozess eingebunden und werden nach Gebrauch vom SHK-Betrieb an perma-trade zurückgeschickt. Dabei wird selbst das Mischbettharz aus dem Umlaufverfahren regeneriert und anschließend wiederverwendet, wodurch jährlich Hunderte Tonnen Müll eingespart werden können.

Fazit: Bestens eingestellt für die Zukunft

Mit dieser Rundum-Lösung zur Anlagenwasserbehandlung ist das Nahwärmenetz der Pentec GmbH & Co. KG künftig bestens auf sicheren Betrieb eingestellt. Die Anlagenwasserwerte liegen mit einem Leitwert von 87 µS/cm, einem pH-Wert von 9,8 und einer Wasserhärte unter 1 °dH nach der abschließenden Messung im Januar 2022 im optimalen Bereich. Doch nicht nur im Anlagenwasserbereich stimmt die Chemie. Auch in Bezug auf die Zusammenarbeit mit perma-trade hat sich für Robin Peschel wieder einmal bestätigt, dass sein Betrieb an der richtigen Adresse für Premium-Heizungswasserkompetenz ist. Peschel ist begeistert von der praktischen und arbeitserleichternden Lösung und stellt abschließend fest: „Für mich als Betreiber war es wichtig, dass die Anlage VDI-2035 konform ist – und bleibt – um Schäden zu vermeiden und Garantieansprüche zu sichern. Besonders überzeugt mich bei permaLine integral die Möglichkeit zu einer automatischen Überwachung und Korrektur des Anlagenwassers.“

Ein Video zu diesem Referenz-Projekt ist auf youtube abrufbar unter diesem Link: youtu.be/FWQk6x-_jYI

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