Erste Hargassner Industrieheizung Japans – der Magno VR 300. © Lab Forest
19.08.2026  Pressemeldung Alle News von HARGASSNER

Hargassner Heizung für japanisches Thermalbad in Hirakawa

Als Global Player für Biomasseheizungen sind Hargassner und seine Vertriebspartner in 43 Ländern weltweit präsent. Das Portfolio umfasst dabei jeden Bedarf. Kürzlich wurde in Japan der erste Industrieheizkessel Magno in Betrieb genommen – für das örtliche Thermalbad der Stadt Hirakawa, Präfektur Aomori – gelegen an der nördlichen Spitze der japanischen Hauptinsel Honshū.

Auch in Japan steigen aufgrund der angespannten weltpolitischen Lage Energiekosten. Zudem nimmt die Zahl der Thermalbäder und öffentlichen Badehäuser seit einiger Zeit ab. Vor diesem Hintergrund hat die beliebte Badeeinrichtung „Natürliche Thermalquelle Hana no Yu“ in Hirakawa ein Projekt gestartet, um kostengünstig regionalen Brennstoff zu nutzen. Um Heizkosten zu senken und die Umwelt zu schonen, entschied man sich für eine Hargassner Industrieheizung Magno-VR 300 mit Flachbettvorschubrost, installiert vom örtlichen Hargassner-Partner „Lab Forest“.

Energie aus Abfallholz

Die Hackschnitzel für das Thermalbad der Stadt Hirakawa stammen aus Waldpflegemaßnahmen in lange vernachlässigten, künstlich angelegten Wäldern. Die Qualität der bei der Durchforstung gefällten Kiefern und Zedern ist für Bauholz zu minderwertig. Deshalb wird das Holz nach dem Trocknen zu Hackschnitzeln verarbeitet. Dass es in der Region diese stabile Brennstoffquelle gibt, fand bislang kaum Beachtung und wurde so gut wie nicht genutzt.

Der tägliche Verbrauch des Thermalbades, um das Wasser auf etwa 70 bis 80 °C zu erhitzen, beträgt etwa 1,3 Tonnen Hackschnitzel. Anschließend wird das Quellwasser für die Badebecken über Wärmetauscher erwärmt. Außerdem werden die Duschen sowie im Winter die Fußbodenheizung des Bades versorgt. Der Betreiber ist die „Aomori Forest Energy Co., Ltd.“, eine Kooperative, die durch die gemeinsame Investition von vier Firmen aus der Präfektur gegründet wurde. Das Unternehmen übernimmt nicht nur die Wartung des Heizkessels, sondern auch die Versorgung mit Hackschnitzeln.

Wenn unsere regionalen Thermalbäder durch neue Technologien und solche modernen Anlagen wiederbelebt werden können, dann hoffe ich sehr, dass sich dieses Modell weiter verbreitet. Besonders beeindruckt hat mich der Gedanke, der Region gemeinsam mit der Natur einen nachhaltigen Nutzen zu bieten“, freut sich Gota Shiratori, Präsident von Aomori Forest Energy.

70 % Kosten gespart

Nach einer etwa dreimonatigen Testphase ging der Hargassner Magno-Kessel in den regulären Betrieb über. Die Brennstoffkosten für Hackschnitzel liegen in Japan bei etwa der Hälfte der Kosten von Erdgas. Die monatlichen Brennstoffkosten für das Thermalbad Hana no Yu wurden im Winter um 70 % der bisherigen Ausgaben reduziert. Pro Jahr werden Einsparungen von rund 5 bis 6 Mio. Yen erwartet. Das entspricht rund 30.000 bis 35.000 Euro.

Bei der Feier zur Fertigstellung stieß das Projekt vor Ort daher auf großes Interesse bei zahlreichen Vertretern von Kommunen und der Wissenschaft. Aomori Forest Energy möchte die Verbreitung von Hackgut-Heizkesseln weiter vorantreiben. Einsatzmöglichkeiten für Hargassner Heizkessel sieht man überall dort, wo bereits Heizkessel für Heizöl, Schweröl oder Gas vorhanden sind. Geeignete Einsatzorte sind beispielsweise japanische Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Hallen- und Freibäder mit beheiztem Wasser sowie landwirtschaftliche Gewächshäuser.

Mehr dazu: hargassner.com

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