Die Porsche Destination Heilbronn erstrahlt seit Herbst 2024 in neuem Glanz. Abb.: Remko, Lage
23.10.2026  Pressemeldung Alle News von REMKO

REMKO: Porsche Destination Heilbronn setzt auf erneuerbare Energien

Wärmepumpen als Einzelgerät-Kaskade

Deutlich mehr Platz für den Showroom und die Werkstatt – dieses Ziel konnte mit dem An- und Umbau der Porsche Destination in Heilbronn erreicht werden. Gleichzeitig wurde die Energieversorgung modernisiert: Drei SQW-Wärmepumpen stellen die passgenaue Beheizung sicher. Dabei hat man das vorhandene hydraulische Konzept beibehalten.

Seit September 2024 besteht die neue Porsche Destination in Heilbronn, ein Unternehmen der Mulfinger Gruppe. Architektonisch entspricht sie der aktuellen Corporate Identity der Automarke. Der An- und Umbau gelang bei laufendem Betrieb, was eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellte. Ab Mai 2022, mit dem Spatenstich, entwickelte sich ein modernes Gebäude, in dem das Kundenerlebnis im Mittelpunkt steht. Dazu zählen jetzt auch digitale Erlebniswelten mit moderner Virtual-Reality-Technik und Hochvoltladestationen. Der bestehende Bau aus 2008 und der Anbau waren dabei zusammenzuführen. Dadurch vergrößerte sich der Showroom um fast die Hälfte. Dazu kommt im Untergeschoss eine neue Fläche für die Gebrauchtwagen-Ausstellung sowie eine Werkstatt mit rund 546 m². 14 Hebebühnen und neue Hochvoltarbeitsplätze garantieren optimale Bedingungen. Die Gesamtfläche hat sich um rund 1.300 m² erweitert und beträgt jetzt 2.660 m².

Die Umsetzung lag in Händen der Weber Massiv & Fertigbau GmbH, die eine langjährige Zusammenarbeit mit der Mulfinger Gruppe pflegt. Als Vorgaben für die Maßnahme wurden unter anderem genannt: energetische Sanierung auf das Niveau KfW 55 sowie Nachhaltigkeit und Reduzierung von CO2. Da eine KfW-Förderung in Anspruch genommen wurde, war als Dienstleister REM Capital zur Beratung mit eingebunden.

Einige vorhandene technische Ausstattungen sollten in das neue System integriert werden. Dies betraf etwa die Flächenheizung und das hydraulische Konzept. Das Gebäude selbst gliedert sich außen horizontal in eine verglaste Zone im unteren Teil der Fassade und einen strukturierten oberen Teil. Dieser besteht aus Aluminiumelementen in Silbermetallic gemäß den Porsche-Designrichtlinien und öffnet sich lamellenförmig im Eingangsbereich. Fein abgestimmte Beleuchtung betont den Charakter des Gebäudes. Der Innenraum ist in verschiedene Abschnitte eingeteilt, die ein- und zweigeschossig ausgeführt sind. Hier befinden sich unter anderem die Büros. Die Längsachse wird durch eine breite Lichtkuppel betont: Sie verknüpft den bereits vorhandenen mit dem neu gebauten Teil und bietet in ihrer großzügigen Dimensionierung den idealen Showroom.

Wechsel der Wärmequellen

Das Bestandsgebäude wurde bis zum Umbau von drei Monoblock-Wärmepumpen beheizt. Sie lieferten jeweils 36 kW Leistung bei A7W35. Diese reichten für die Versorgung des zukünftigen Gesamtbaus allerdings nicht aus, denn mit der Vergrößerung stieg auch die Heizlast. Daher empfahl die Weber Massiv & Fertigbau GmbH, den Spezialisten für erneuerbare Energien REMKO ins Boot zu holen. Anhand der genannten Vorgaben für Heizlast und Hydraulik entwickelte das Planerberater-Team ein Konzept, das auf dem Einsatz von SQW-Wärmepumpen fußt. Bei der Berechnung wurde eine Normaußentemperatur (Tna) von -10,8 °C zugrunde gelegt. Dementsprechend wurden drei Geräte mit je 40 kW für das Objekt ausgewählt. Grundsätzlich punktet das Modell mit seiner Flexibilität und den guten Leistungswerten.

Grundsätzlich: Was die SQW ausmacht

Die Luft-/Wasser-Wärmepumpe kann sowohl heizen als auch kühlen. Sie lässt sich bei Umgebungstemperaturen von -25 bis +45 °C zum Heizen sowie in einem Temperaturspektrum von 15 bis +45 °C zum Kühlen einsetzen. Sie erzielt Vorlauftemperaturen bis +65 °C, wobei sie ihre höchste Effizienz bei niedriger VL-Einstellung erreicht. Mit einem Schalldruckpegel LpA von 40 dB(A) – dies bezieht sich auf eine Entfernung von 10 m – kann sie problemlos in Gewerbe- oder Mischgebieten aufgestellt werden. Insbesondere für größere Objekte werden bis zu zehn Geräte kaskadiert. Dabei lassen sich maximal vier SQW-Wärmepumpen direkt verbinden, ansonsten wird der Druckverlust zu hoch. Bei größeren Kaskaden werden die Einheiten dementsprechend in zwei oder drei Gruppen aufgeteilt und dann vor einem Pufferspeicher zusammengeführt.

Besonderheiten der Installation

Anhand der Eckdaten waren für die Porsche Destination drei SQW einzubinden. Allerdings griff in diesem Fall nicht die Kaskadenlösung, sondern es erfolgte eine Einzelaufstellung. Das lag daran, dass die vorher eingesetzten Wärmepumpen jeweils Zwei-Zoll-Anschlüsse aufwiesen, die weiterhin genutzt werden sollten. Daher wurde jede SQW einzeln mit Vor- und Rücklauf angeschlossen. Die Sammelleitung beginnt erst kurz vor dem Pufferspeicher im Heizungsraum. Diese Umsetzung wird auch als Einzelgerät-Kaskade bezeichnet. Mit dieser Lösung zeigt sich, dass sich die Wärmepumpen problemlos auf die Gegebenheiten der Hydraulik anpassen lassen.

Für jedes Gerät wurde neben dem Gebäude ein bewehrtes Streifenfundament errichtet. Darauf stehen die SQW leicht erhöht auf Schwingungsdämpfern. Das entstehende Kondensat tropft nach unten in den Untergrund und versickert. Die Mediumleitungen (Vor- und Rücklauf sowie Stromanschluss) führen unter den Geräten in den Boden und werden in das Gebäude geführt. Im Heizungsraum werden jeweils drei Vorlauf- und drei Rücklaufleitungen zusammengefasst. Mit dieser Leitung erfolgt der Anschluss an einen neuen Pufferspeicher MPS mit 2.000 Liter Fassungsvermögen. Damit ist das Volumen doppelt so groß wie vorher.

Anschlüsse und Regelung

Die Wärmeverteilung wird konsequent über die Flächenheizung realisiert. Des Weiteren ist eine Lüftungsanlage installiert, die über nachgeschaltete Lüftungsregister temperierte Luft in die Räume einbringt. Sie sind in einen ungemischten Kreis mit einem Vorlauf von 45 °C als Festwert eingebunden. Die zwei vorhandenen Kreise für die Flächenheizung arbeiten jeweils mit einem Vorlauf von maximal 40 °C bei Normaußentemperatur. Ziel ist es, eine Raumtemperatur von 20 bis 21 °C in den Büros und 15 bis 17 °C in der Werkstatt zu erbringen. Die Warmwasserbereitstellung löste man zweigeteilt: Für die Sozialräume liefert eine Brauchwasserwärmepumpe RBW von REMKO die Energie. Das Gerät nutzt die Wärme aus der Umgebungsluft sehr effizient, um Wasser zu temperieren. Der emaillierte Speicher fasst dazu 300 Liter. Das Gerät wird steckerfertig geliefert – für den Betrieb sind nur ein Anschluss an die Wasserleitung und eine normale Steckdose erforderlich. Für Waschbecken und Küchenzeilen sind Durchlauferhitzer eingebaut. Das vereinfachte die Installation und verhindert Wärmeverluste, die durch lange Warmwasserleitungen entstehen.

Ergänzt wird das System mit einer PV-Anlage von 171 kW Peak mit 75 kW Batteriespeicher. Der Ertrag wird von den Wärmepumpen sowie im Gebäude selbst genutzt. Auf die Kühlung durch die SQW hat man verzichtet, denn die Flächenheizung im Bestand war dafür nicht ausgelegt. Stattdessen wird eine Nachtkühlung angewendet.

Positive Erfahrungen

Nach der Fertigstellung im September 2024 arbeitet die neue Anlage zuverlässig. Die drei SQW-Wärmepumpen liefern die entsprechende Leistung für die Porsche Destination, wobei sich im Zusammenspiel mit der PV-Anlage eine gute wirtschaftliche Bilanz ergibt. Die Baubeteiligten ziehen ein positives Fazit, so auch Achim Krause als Geschäftsführer des Bauherrn, der VHM GmbH & Co KG: „Ich bin dankbar für das Verständnis unserer Mitarbeiter und Kunden, die die Umbauphase bei Wind und Wetter mitgetragen haben. Das ist nicht selbstverständlich.“ In der neuen Destination können die Automodelle perfekt präsentiert werden.

REMKO GmbH & Co. KG
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