Erster US-Auftrag: i.GLUESYSTEMS entwickelt kundenspezifisches Montagesystem für den Sanitärmarkt
Der Auftrag aus den USA ist für i.GLUESYSTEMS mehr als der Eintritt in einen neuen Absatzmarkt. Er steht exemplarisch für das Geschäftsmodell des Unternehmens: Ausgangspunkt ist eine konkrete technische Aufgabenstellung, aus der gemeinsam mit dem Kunden eine marktfähige Lösung entsteht.
„Der erste US-Auftrag ist für uns ein wichtiger Meilenstein, weil wir den amerikanischen Markt genau über unsere Kernkompetenz betreten“, sagt Peter Fichte, Geschäftsführer der i.GLUESYSTEMS GmbH. „Wir verstehen die Anforderung des Kunden und entwickeln daraus eine Lösung, die technisch funktioniert und gleichzeitig einfach zu handhaben ist.“
Bekanntes Prinzip technisch neu umgesetzt
Der amerikanische Kunde kannte aus dem europäischen Sanitärmarkt ein Befestigungsprinzip, bei dem Klebstoff über einen Adapter in die strukturierte Klebefläche einer Montageplatte eingebracht wird. Nach der Aushärtung wird das Badaccessoire auf dieser Platte befestigt.
Für das eigene Produktsortiment wünschte sich der Kunde ein vergleichbar einfaches Handling. Gefragt war jedoch keine Kopie einer bestehenden Lösung. i.GLUESYSTEMS sollte das Prinzip auf die spezifischen Anforderungen übertragen und technisch weiterentwickeln.
Dafür wurde ein neuer feuchtigkeitshärtender SMP-Klebstoff formuliert mit breitem Haftspektrum und hoher Langzeitstabilität. Eine wesentliche technische Herausforderung bestand darin, einen spritzgussfähigen Kunststoff für die Montageplatte zu finden, der sich zuverlässig mit dem Klebstoff verbinden lässt und gleichzeitig die Anforderungen an Fertigung und spätere Verarbeitung erfüllt. Parallel wurde die Geometrie der Montageplatte gemeinsam mit dem Kunden weiterentwickelt. Belüftungsöffnungen unterstützen den Zutritt von Luftfeuchtigkeit zum Klebstoff und damit dessen Aushärtung. Gleichzeitig war es Ziel der Entwicklung, die Haltewerte des Gesamtsystems weiter zu optimieren.
Nicht der Klebstoff allein entscheidet
Das Projekt zeigt, wie stark die Leistungsfähigkeit einer Klebeverbindung von der gesamten Konstruktion abhängt. Neben der Rezeptur spielen beispielsweise Materialpaarung, Größe und Struktur der Klebefläche, Klebstoffmenge, Dosierung und Aushärtebedingungen eine Rolle.
Deshalb wird nicht allein der Klebstoff geprüft. Entscheidend ist, wie sich das komplette Montagesystem unter den vorgesehenen Einsatzbedingungen verhält.
„Ein guter Laborwert allein sagt noch nicht, wann der Anwender sein montiertes Produkt tatsächlich belasten kann“, erklärt der Geschäftsführer. „Wir müssen deshalb das Zusammenspiel aller Komponenten betrachten und validieren.“
Für den US-Kunden war darüber hinaus eine möglichst intuitive Verarbeitung wichtig. Der Endanwender soll mit wenigen klaren Arbeitsschritten zum sicheren Montageergebnis gelangen. Die spätere Handhabung wurde deshalb von Beginn an in die Entwicklung einbezogen.
Grundlage für weitere OEM- und Own-Label-Projekte
Die im Rahmen des US-Auftrags entwickelte technische Basis lässt sich künftig auch für weitere Projekte nutzen. Dabei bleibt die jeweilige Lösung anwendungsbezogen: Bauteilgeometrie, Montageplatte, Klebstoffmenge und auftretende Belastungen müssen für jedes Produkt neu betrachtet werden.
Gerade für Hersteller und OEMs bietet dieser Ansatz die Möglichkeit, die Klebtechnik bereits während der Produktentwicklung mitzudenken. Anstatt eine Befestigungslösung nachträglich an ein fertiges Produkt anzupassen, können Konstruktion und Montage von Beginn an aufeinander abgestimmt werden.
Hinzu kommen die eigenen Möglichkeiten von i.GLUESYSTEMS bei Abfüllung und Konfektionierung. Neben klassischen Gebinden können beispielsweise kleine Tuben, Folienbeutel oder individuell definierte Verpackungseinheiten realisiert werden. Dadurch lässt sich die benötigte Klebstoffmenge direkt als Bestandteil eines Montagesets mit dem jeweiligen Produkt ausliefern – bis hin zur kompletten Own-Label-Lösung.
Erster Schritt in den nordamerikanischen Markt
Mit dem Auftrag erweitert i.GLUESYSTEMS seine internationale Tätigkeit um den nordamerikanischen Markt. Der Schwerpunkt soll auch dort auf der Zusammenarbeit mit Herstellern, OEMs und Handelspartnern liegen, die bestehende Produkte klebbar machen oder neue bohrlochfreie Befestigungslösungen entwickeln möchten.
Für Peter Fichte liegt genau darin das weitere Potenzial: Je früher die Verbindungstechnik in die Produktentwicklung einbezogen wird, desto besser lassen sich Konstruktion, Verarbeitung und Klebstoff aufeinander abstimmen.
Der US-Auftrag ist damit nicht nur ein neuer internationaler Kunde, sondern zugleich ein Beispiel dafür, wie aus einem bekannten Montageprinzip durch anwendungsspezifische Entwicklung eine eigenständige Lösung für einen neuen Markt entstehen kann.
Über i.GLUESYSTEMS
Die i.GLUESYSTEMS GmbH entwickelt professionelle Klebe- und Befestigungslösungen für Sanitär, Bau und Industrie. Das Unternehmen begleitet Hersteller, OEMs und Handelspartner von der Analyse der Anwendung über Produkt- und Systementwicklung, Tests und Validierung bis zu Abfüllung, Konfektionierung und Own-Label-Umsetzung. Entwicklung, Prüfung und marktfähige Umsetzung erfolgen mit eigener Kompetenz in Deutschland.







