BWP: Das Ludwig-Bölkow-Haus der Wirtschaft setzt auf Geothermie mit Energiepfählen
Herzstück des Energiekonzepts vom Ludwig-Bölkow-Haus ist eine der größten Energiepfahlanlagen Norddeutschlands. Insgesamt 218 geothermisch aktivierte Gründungspfähle nutzen die konstanten Temperaturen des Untergrunds, um das Gebäude energieeffizient zu heizen und zu kühlen. Kombiniert mit Wärmepumpentechnologie deckt das System 75 Prozent des Heiz- und 100 Prozent des Kühlbedarfs des Hauses direkt vor Ort.
Quelle: Präsentation IHK Schwerin
„Bundesweit sind wir Vorreiter mit diesem Gebäude und können demonstrieren: Es funktioniert und ist wirtschaftlich“, sagt Klaus Uwe Scheifler, Geschäftsbereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung, Innovation und Umwelt Industrie- und Handelskammer zu Schwerin.
Im Vergleich zu konventioneller Technik spart das System jährlich rund 92 Tonnen CO2 ein. Auch der finanzielle Aspekt des Konzepts konnte überzeugen. Die Mehrinvestition von ca. 450.000 Euro amortisierte sich durch die deutlich reduzierten Betriebskosten bereits nach wenigen Jahren.
Das nach dem Schweriner Ingenieur und Vordenker Ludwig Bölkow benannte Gebäude bietet nicht nur 23.500 Mitgliedsunternehmen der IHK eine Anlaufstelle, sondern etablierte sich auch symbolisch für eine wirtschaftlich tragfähige Energiewende im Gebäudesektor. Das Haus der Wirtschaft macht damit seinem Namensgeber alle Ehre: Bölkow, ein Pionier für zukunftsorientierte Technologien, forderte bereits früh die Verknüpfung von Innovation und ökologischer Verantwortung.










