Wasseraufbereitung – aber sicher
Seit Jahrzehnten gehört die Gruner AG zu den wichtigsten Entwicklern und Herstellern von anspruchsvollen, kundenindividuellen Servoantrieben. In einem Kooperationsprojekt mit Grünbeck, einem führenden Spezialisten für moderne Wasseraufbereitung, konnte eine wegweisende Lösung für Leckageschutz in privaten Wasseraufbereitungssystemen entwickelt werden. Haushalte weltweit können so künftig Wasser auf die sanfte und sichere Art nutzen.
Wasser ist Leben. Egal ob als Trinkwasser, zum Waschen, Spülen, Duschen ... Ohne das kühle oder warme Nass ist moderner Alltag nicht vorstellbar. Gerät Wasser aber außer Kontrolle, kann es schnell gefährlich werden. In Privathaushalten gehört der Wasserschaden zu den gefürchtetsten Ereignissen. Wenn Keller unter Wasser stehen oder es von der Decke tropft, wird es ungemütlich – und vor allem sehr teuer. Mit knapp 50 % haben Leitungswasserschäden den höchsten Anteil am Gesamtaufwand der Wohngebäudeversicherer in Deutschland. Dabei steht eine jährliche Schadenssumme von über 2 Milliarden Euro im Raum.
Um genau das zu vermeiden, hat die Firma Grünbeck mit der Sicherheitseinrichtung protectliQ:B ein intelligentes System entwickelt, das Wasserschäden verhindert, noch bevor sie entstehen. Genau für diese anspruchsvolle Lösung wurde ein verlässlicher Technologiepartner gesucht – und mit der Gruner AG wieder einmal gefunden.
Von der Detektion zur schnellen Reaktion
Mit bis zu acht Funksensoren erlaubt der Leckageschutz protectliQ:B die Detektion von unerwünschten Wasseraustritten an unterschiedlichsten Orten im Haus wie etwa im Keller, in Bad, Küche, Gäste-WC und mehr. Konzipiert ist er als eine Art „Bypass“ am Wasserhauptkreislauf des Hauses und ist weiteren Grünbeck-Produkten wie Wasserenthärter oder -Filter vorgelagert. „Die Funktionalität des Leckageschutzes ist prinzipiell einfach, die technologische Umsetzung aber sehr anspruchsvoll“, erklärt Fabian Janosch, der als Key-Account-Manager bei Gruner das Projekt erfolgreich verantwortet hat. „Modernste Sensorik und Übertragungstechnologie verbinden sich hier mit leistungsstarker Antriebstechnologie und umfassender Engineering-Kompetenz.“
Denn im Ernstfall müssen alle Rädchen schnell und reibungslos ineinandergreifen: Tritt an einer Stelle Wasser aus, erfolgt innerhalb eines smart vernetzten homematicIP-Systems die unmittelbare Störungsmeldung – und der Leitungsfluss wird augenblicklich geschlossen. „Für das Schließen dieses Ventils werden unsere Servoantriebe verwendet“, zeigt Janosch auf. „Das Ventil wird mit maximal 10 Nm geschlossen. Dabei mussten verschiedene anspruchsvolle Anforderungen erfüllt sein.“
Dies war zunächst ein geringer Bauraum, immerhin darf das System ja im privaten Eigenheim nicht viel Platz einnehmen. „Hierzu haben wir bei Gruner eigens einen kundenindividuellen Getriebeträger entwickelt – natürlich komplett inhouse. Die einzelnen Entwicklungsschritte waren sehr eng mit Grünbeck abgestimmt, um so effizient wie möglich ans Ziel zu gelangen.“ Ein weiterer Faktor war die Montage: „Die einfache und unkomplizierte Integration des Produkts ist für die Akzeptanz bei den ausführenden Installationsbetrieben erfolgsentscheidend. Deshalb musste unsere Lösung auch kompatibel zu dem modularen cliQlock-System des protectliQ:B sein.“ Und zuletzt stand auch noch ein enger zeitlicher Horizont im Raum: „Diese Zeitschiene lässt sich rückblickend mit Fug und Recht als äußerst sportlich bezeichnen“, lacht Janosch.
Partnerschaft als Erfolgsgarant
In gerade einmal sechs Monaten konnte das Projekt erfolgreich realisiert werden. „Eine Lösung in solch kurzer Zeit zur Marktreife zu bringen, ist eigentlich ziemlich unrealistisch“, zeigt Philipp Karpow, Projektleiter bei Grünbeck auf. In diesem Fall kamen jedoch vor allem zwei Aspekte zusammen: Zum Ersten ein enormer Drive, den das Projekt von Beginn an genommen hat. „Mit dem protectliQ:B stehen weltweite Marktpotenziale im Raum: Klar, dass da jeder Vollgas gibt.“ Zum Zweiten stabile, hocheffiziente Strukturen von der Entwicklung bis in die Realisierung.
Diese basieren im Kern auf der engen Partnerschaft der zwei Unternehmen: „Wir bei Gruner arbeiten schon seit einigen Jahren mit Grünbeck eng und partnerschaftlich zusammen“, freut sich Fabian Janosch. „Die Wege sind da kurz, man kennt sich. So können wir gemeinsam leistungsstarke und vor allem kundenindividuelle Lösungen entwickeln.“ „Dazu kommt, dass Grünbeck und Gruner sich in den Werten und der Firmenphilosophie sehr ähnlich sind“, pflichtet Karpow bei. „Wir beide legen als familiär geprägte Mittelständler sehr großen Wert auf Offenheit, Respekt und Nachhaltigkeit im Umgang mit Kunden, aber eben auch mit unseren Partnern. Das gemeinsame Projekt mit der Gruner AG hat wieder einmal gezeigt, dass man so gemeinschaftlich sehr viel bewegen kann.“
Über die Gruner AG
Die Gruner AG hat sich als innovativer Technologieführer auf die Entwicklung und Fertigung von Elektromagneten, Relais und Servomotoren spezialisiert. Mittlerweile ist Gruner nicht nur Weltmarktführer für gepolt-bistabile Relais bis 200 Ampere und einziger unabhängiger Relais-Hersteller in Deutschland, sondern auch der einzige Hersteller von Servomotoren mit kundenspezifischen Lösungen in jeder Seriengröße. Gemäß dem Credo „Von der Idee zur Serienproduktion“ werden alle qualitätsrelevanten Schritte komplett inhouse realisiert. Als familiengeführte AG mit Hauptsitz in Wehingen (Süddeutschland) und weltweiten Fertigungsstandorten steht die Gruner AG für Stabilität, Verlässlichkeit, Flexibilität und Kundennähe – und das seit 1953.






