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26.01.2021

Meldung

13.01.2021: Caleffi: Aufbereitung von Heizungswasser

Unerlässlich für eine lange Lebensdauer und den störungsfreien, sicheren Betrieb
Bildquelle: Fotosearch

Heizungswasser muss in aller Regel für den sicheren Betrieb von geschlossenen Heizungsanlagen aufbereitet werden. Das ist bekannt. Denn Trinkwasser enthält Bestandteile, die in einer geschlossenen Heizungsanlage Schäden anrichten können. Diese werden durch Kalkablagerungen und Korrosion ausgelöst.

Heizkessel moderner Prägung sind High-Tech-Produkte, die unter allen Betriebsbedingungen energieeffizient und störungsfrei ihre Wärmeleistung zur Verfügung stellen müssen. Doch insbesondere die Wärmeerzeuger reagieren sensibel auf hartes und korrosives Anlagenwasser – speziell die Werkstoffe Aluminium und Edelstahl. In der VDI-Richtlinie 2035 sind die Vorgaben für die Beschaffenheit von Heizungswasser definiert. Um den langfristigen, zuverlässigen Betrieb einer modernen geschlossenen Heizungsanlage sicher zu stellen, ist für deren Nachspeisung in aller Regel nur entsprechend aufbereitetes Heizungswasser zulässig. Eine Vorgabe, die unbedingt einzuhalten ist, da die Hersteller von Heizungsanlagen Garantie- und Gewährleistungsansprüche von der Einhaltung der in der VDI 2035 definierten Richtwerte abhängig machen. Die VDI Richtlinie 2035 wurde überarbeitet. Sie unterscheidet nun klar, wann eine Enthärtung oder eine Entsalzung notwendig ist.

Enthärtung ist bei Heizungsanlagen ausreichend, die keine Komponenten aus Aluminiumlegierungen enthalten. Der pH-Wert sollte laut Vorgaben in einem Fenster von 8,2 - 10,0 liegen

Entsalzung ist angebracht, wenn Aluminiumlegierungen Bestandteil der Anlage sind. Hier ist ein relativ schmales pH-Wert-Fenster von 8,2 - 9,0 vorgegeben.

Im Ergebnis der in Normen und Richtlinien vorgegebenen Aufbereitung - neben der VDI-Norm die UNI 8065 - steht eine Verlängerung der Lebensdauer.

Bei der Belagbildung ist die Verkalkung des Wärmeübertragers und der Anlagenkomponenten gemeint. Die Korrosion geht meist mit einem Verschlammen der Anlage einher. Beeinflusst wird dies hauptsächlich von der elektrischen Leitfähigkeit (gelöste Ionen/Salze), vom Sauerstoffgehalt und vom pH-Wert. Es gilt: Grundsätzlich ist in Heizkreisläufen eine niedrige elektrische Leitfähigkeit anzustreben. Die beiden heute üblichen Wasseraufbereitungsmethoden haben unterschiedliche Auswirkungen auf den Zustand des Heizungswassers.

Enthärtung
Bei dieser Methode wird über ein Harz Calcium und Magnesium gegen Natrium ausgetauscht. Ein Verkalken des Wärmeüberträgers wird somit verhindert. Jedoch bleibt die elektrische Leitfähigkeit unverändert erhalten: Die Korrosionsgefahr bleibt bestehen. Zur Vorbeugung von Korrosion kann daher zusätzlich eine chemische Behandlung mit Zusatzstoffen erforderlich sein.

Demineralisierung
Bei der Vollentsalzung werden neben den Härtebildnern (Calcium und Magnesium) auch Natrium und andere Salze entfernt. Das Ergebnis ist eine „Nullionenbilanz”: eine geringe elektrische Leitfähigkeit. Dadurch sinkt die Korrosionsgefahr.  Aber ob Wasserenthärtung oder Wasserentsalzung: Die Herstellervorgaben der Wärmeerzeuger müssen unbedingt beachtet werden. Aus diesem Grund ist in geschlossenen Heizkreisläufen eine niedrige elektrische Leitfähigkeit anzustreben. Selbst einige Hersteller von Hocheffizienz-Umwälzpumpen erwarten, dass das Heizungswasser den Vorgaben der VDI 2035 entspricht. Wird also eine alte Pumpe gegen eine neue ausgetauscht, muss auch die Qualität des Heizungswassers stimmen.

Mit der automatische Füll- und Entmineralisierungsarmatur FÜLLKOMBI BA Serie 580 hat Caleffi eine Lösung zur Vollentsalzung m Programm. Sie ist nach EN 1717 zertifiziert, verfügt über kompakte Abmessungen und ist einfach zu montieren und zu warten.

Die Füllkombi ist zertifiziert gemäß W570-3 DVGW) und wird für die normgerechte Nachspeisung und Aufbereitung von Heizungswasser eingesetzt. Die Baueinheit beinhaltet eine automatische, voreinstellbare Füllarmatur mit einem Systemtrenner Typ BA und einen Wasserzähler. Sie wird vervollständigt durch eine Entmineralisierungskartusche für die Wasseraufbereitung und eine vorgeformte Isolierschale.

Die Bauteile im Inneren der Baugruppe bestehen aus Kunststoff mit einem niedrigen Haftungskoeffizienten. So wird die Bildung von Kalkablagerungen vorgebeugt. Praktisch ist die Monoblock-Kartusche. Sie umfasst in einem Bauteil die Membran, den eingangsseitigen Rückfluss-Verhinderer, das Ablassventil und das gesamte Aktivierungssystem. Für Wartungsarbeiten kann die komplette Kartusche herausgezogen werden. Die an der Kartusche integrierte Membran trennt die Eingangskammer von der Mittelkammer. Der ausgangsseitige Rückfluss-Verhinderer ist vor der Füllarmatur montiert. Die Absperrventile und drei Messstutzen (nach EN 12729) ermöglichen eine Funktionsprüfung im nach EN 806-5 im Rahmen von Wartungsarbeiten. Der eingangsseitige prüfbare Schmutzfänger nach EN 1717 schützt den Systemtrenner vor Verunreinigungen. Die Anschlüsse der Füllarmatur betragen 1/2“ mit Überwurfmutter, die max. Betriebstemperatur liegt bei 30°C, der max. Betriebsdruck bei 8 bar.

Die Entmineralisierungskartusche mit Indikatorharz gibt es mit 0,75 und 1,5 Liter Inhalt. Die Kartusche ist mit einem Zulaufmengenbegrenzer (50 l/h) ausgestattet, der den Durchfluss in die Kartusche regelt und für einen korrekten Austausch mit dem Harz sorgt. Der pH-Wert des behandelten Heizungswassers muss mindestens einmal pro Jahr überprüft werden. Die Werte müssen im Anlagenbuch, das zum Lieferumfang gehört, notiert werden.

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