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Der Mann, der das Geldproblem löst, hat für die Menschheit mehr getan als die Feldherren aller Zeiten.    Henry Ford I.

16.10.2021

 Pressemeldung  08.10.2021

Auswirkungen von Homeoffice auf TGA-Branche

WimTec REMOTE kommuniziert über das Infrarot-Modul mit allen Wasserabgabestellen im Netz- und Batteriebetrieb. Copyright: WimTec

Homeoffice bringt viele Vorteile mit sich. Arbeitnehmer sparen sich die Arbeitswege und können ihrer Tätigkeit von jedem Ort aus nachgehen. Der Zeitgewinn fördert die Work-Life-Balance und wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus. Arbeitgeber wiederum können auf Mitarbeiter zurückgreifen, denen das Pendeln nicht möglich wäre. Auch Ansteckungen durch überfüllte Büros und Kantinen sind ausgeschlossen. Als Folge davon sind nach wie vor zahlreiche öffentliche und halböffentliche Gebäude mit weniger Mitarbeitern belegt als zuvor üblich. Dies kann jedoch gefährliche Folgen für die Trinkwasser-Installationen haben.

Schutz der menschlichen Gesundheit steht an erster Stelle

Trinkwasser ist Lebensmittel Nummer eins. Daher sind die gesetzlichen Vorgaben an die Bereitstellung besonders streng. Gemäß § 4 Trinkwasserverordnung muss es so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit nicht zu besorgen ist. Nach § 5 sollen die Konzentrationen von Mikroorganismen so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik möglich ist. Gemäß § 17 sind Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser mindestens nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu planen, zu bauen und zu betreiben. Dadurch erhalten die relevanten Normen, Richtlinien und Arbeitsblätter vom Gesetzgeber einen sehr hohen Verbindlichkeitscharakter.

Einhaltung der Temperaturgrenzen ist unbedingt erforderlich

Um die gesetzlichen Anforderungen bis zu allen Entnahmestellen sicherzustellen, schreibt die Richtlinie VDI 3810-2/VDI 6023-3 die Einhaltung der Temperaturgrenzen für Kalt- und Warmwasser sowie einen regelmäßigen Wasseraustausch durch Entnahmen vor. Der Angleich der Temperatur von nicht zirkulierendem Wasser an die Umgebungstemperatur lässt sich selbst durch die beste Dämmung nicht verhindern, sondern nur um wenige Stunden verzögern. Bei Nutzungsunterbrechungen von mehreren Tagen hat die Dämmung keinen relevanten Einfluss auf das Temperaturverhalten in den stagnierenden Leitungen.

Kaltwasser ist oft schwieriger zu beherrschen

Bei Großanlagen, wie sie üblicherweise im öffentlichen und halböffentlichen Bereich vorgefunden werden, hat sich die Warmwasserzirkulation bewährt. Allerdings muss gemäß den Anforderungen des DVGW-Arbeitsblatts W 551 die Austrittstemperatur aus dem Trinkwassererwärmer mindestens 60 °C betragen. Im gesamten Zirkulationssystem darf diese Austrittstemperatur um nicht mehr als 5 K unterschritten werden. Mit dem Nachteil des Wärmeverlustes schafft dieses Temperaturniveau ein für Bakterien ungünstiges Umfeld, bei dem funktionstaugliche Anlagen hygienisch sicher betrieben werden können. In den Kaltwassersystemen fehlt die Bakterien-inaktivierende-Wirkung der hohen Temperaturen. Verweilt das Wasser in der Hausinstallation für längere Zeit in einem ungünstigen Temperaturbereich, fördert dies rasant die Vermehrung gefährlicher Krankheitserreger. Um dies zu verhindern, sind geeignete betriebstechnische oder bautechnische Maßnahmen vorzusehen.

Anlagenbetreiber brauchen Rechtssicherheit

Im öffentlichen und halböffentlichen Bereich verhindern die Anlagenkomplexität und die Gebäudegröße bedarfsgerechte, einfache Eingriffsmöglichkeiten durch den Betreiber. Darüber hinaus haftet der rechtlich verpflichtete Betreiber auch für die Leistungen von Mitarbeitern oder Fremdfirmen. Um sich persönlich im Anlassfall zu schützen, fordern die Betreiber mehr und mehr technische Lösungen von der TGA-Branche, die den bestimmungsgemäßen Betrieb unter allen möglichen Nutzungsszenarien sicherstellen.

TGA-Branche ist gefordert

Fachplaner und Ausführende sind sowohl bei Umbaumaßnahmen als auch bei Neubauten gefordert, auf die geänderten Nutzungsverhältnisse so weit wie möglich Rücksicht zu nehmen. Trinkwasser muss an jeder Entnahmestelle im Gebäude in bester Qualität, gewünschter Temperatur und ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sollen die Installations- und Betriebskosten niedrig und sicher kalkulierbar sein. Die Herausforderung besteht darin, eine optimale Wahl der Leitungsführung passend zum tatsächlichen Nutzungsverhalten zu finden. Ist der regelmäßige Wasseraustausch durch die Nutzung selbst nicht in jedem Fall gewährleistet, sind Spülungen unumgänglich.

Bedarfsgerechte Spülung möglichst nahe der Entnahmestellen

Genau hier setzt mit klarem Fokus auf Hygiene, Kostenersparnis und Sicherheit das intelligente HyPlus Gesamtkonzept von WimTec an: Die HyPlus-Armaturen stellen den regelmäßigen Wasseraustausch sicher und spülen möglichst nahe dem Point-of-Use das belastete Stagnationswasser aus. Die bedarfsgerechte Freispülung erfolgt mit dem geringstmöglichen Wassereinsatz nur bei Betriebsunterbrechung und unzureichender Nutzung, bei ausreichender Entnahme erfolgt keine zusätzliche Spülung. Die Intelligenz ist der Schlüssel zum Erfolg, denn die Wasserentnahmestelle weiß, wann und wie lange sie das letzte Mal benutzt wurde und sichert so den bestimmungsgemäßen Betrieb.

Absicherung der Betreiber durch Dokumentation

Den bestimmungsgemäßen Betrieb und den erforderlichen Wasseraustausch zu dokumentieren, war bislang nahezu unmöglich. Die ideale Lösung dafür ist WimTec REMOTE. Mit dem Infrarot-Tablet können alle Informationen der Armaturenserie WimTec HyPlus einfach und sicher ausgelesen werden. Für das Hinzufügen zum Betriebsbuch verfügt das Tablet über eine Export-Funktion, mit der Nutzerverhalten, Spülinformationen, Verbrauchsdaten, Einstellungen und Geräteinformationen als PDF- oder CSV-Datei abgespeichert werden können.

Auch die TGA-Branche profitiert

Alle Einstellungen können vorgenommen werden, ohne auch nur eine Armatur öffnen zu müssen, was eine satte Zeitersparnis bedeutet. Unabhängig, ob im Neubau oder im Bestand, mit Netz- oder mit Batteriebetrieb, bei Dusche, Wanne, Waschtisch, Küche, WC, Urinal oder Spüleinheit: WimTec REMOTE ist das moderne Instrument für mehr Effizienz und sichere Trinkwasserhygiene. Die Übertragung zwischen Tablet und Armatur erfolgt absolut sicher über eine spezielle Infrarotschnittstelle, mit der nur WimTec HyPlus Produkte ausgestattet sind. Ein Zugriff mit herkömmlichen Smartphones oder Tablets ist absolut ausgeschlossen. Auch kritische öffentliche Infrastrukturen sind so bestens geschützt.

Fazit

Homeoffice war kein kurzfristiger Trend – ganz im Gegenteil – es hat sich etabliert. Die Auswirkungen auf die Nutzung öffentlicher und halböffentlicher Gebäude und deren Infrastruktur sind gravierend und können ihre Hausinstallationen zu mikrobiell belasteten Hotspots werden lassen. Dies zu verhindern verlangt couragiertes Gegensteuern der TGA-Branche, mit intelligenten Konzepten auf das geänderte Nutzungsverhalten zu reagieren und neue Wege zu beschreiten.

WIMTEC Sanitärprodukte GmbH
WIMTEC Sanitärprodukte GmbH
Am Söldnermoos 17
85399 Hallbergmoos
Deutschland
Telefon:  089 - 889 84180

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