Denkschubser   |   

Der eigene Vorteil verfälscht das Urteil vollständig.    Arthur Schopenhauer

02.07.2020

Meldung

29.05.2020: „COVID-19“-Maßnahmen als indirekte Gefahr für die Trinkwasserqualität

Mit den meisten Lockerungen der COVID-19-Maßnahmen ist zwar großteils wieder ein Gefühl von Alltag eingekehrt. Doch noch ist längst nicht alles beim Alten und die wenigsten sind sich bewusst, dass ein Notbetrieb oder gar Nicht-Betrieb – wie es lange in vielen öffentlichen Einrichtungen der Fall war - Stagnation in der Hausinstallation und damit eine Gefährdung des Trinkwassers bedeutet.
Copyright: Wimtec

Stagnation führt zu Kontamination
Stagnation ist das Verweilen von Wasser in Teilen einer Trinkwasserinstallation bei fehlender oder zu geringer Entnahme. Dies kann zum Beispiel in wenig genutzten Wasserabgabestellen oder Verbindungsstücken der Fall sein. Werden diese Komponenten überhaupt nicht durchströmt, werden sie als Totleitungen bezeichnet. Durch das Schließungsgebot der Bundesregierung ist nun also zu beachten, dass der bestimmungsgemäße Betrieb von Trinkwasserinstallationen nicht mehr gegeben ist. Ein bei der Planung nach DIN 1988-300 oder DIN EN 806-3 vorgesehener regelmäßiger Wasseraustausch ist nicht mehr sichergestellt, was demzufolge zu Stagnation führt und damit die Kontamination mit mikrobiellen Krankheitserregern wie Legionellen begünstigt.

Lösung: vollständiger Wasseraustausch
„Trinkwasser muss fließen, aber oftmals stagniert das Trinkwasser im Leitungssystem. Wird kein Wasser entnommen, steht das Wasser in den Leitungen“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der WimTec Sanitärprodukte GmbH Günter Dülk. „Betriebsunterbrechungen, die einen negativen Einfluss auf die Trinkwasserhygiene haben, können auch unabhängig von einer Ausnahmesituation wie während einer Pandemie immer wieder vorkommen – ob saisonbedingt in touristischen Einrichtungen, in Schulen und Kindergärten oder in Kliniken durch urlaubs-, arbeits- oder krankheitsbedingte Abwesenheit.“ Als Konsequenz fordert die VDI/DVGW Richtlinie 6023 einen vollständigen Wasseraustausch in der Trinkwasser-Installation binnen 72 Stunden. Und dies nicht ohne Grund: Das Wasser steht, erwärmt sich und Bakterien finden bei Temperaturen zwischen 25 – 45 °C optimale Bedingungen zur Vermehrung. Insbesondere die krankheitserregenden Legionellen und Pseudomonaden können bei stagnierendem und sich erwärmendem Kaltwasser das System kontaminieren. Aus diesem Grund schreibt die VDI/DVGW Richtlinie 6023 bei Kaltwasser auch eine Austrittstemperatur von maximal 25 °C vor und empfiehlt nach Möglichkeit maximal 20 °C, bei Warmwasser eine Austrittstemperatur von mindestens 55 °C. Der nicht bestimmungsgemäße Betrieb und die daraus resultierende Stagnation ist eine der Hauptursachen für den Wandel von Trinkwasser zu Nicht-Trinkwasser.

Intelligentes Gesamtkonzept von WimTec
In der Praxis werden deshalb regelmäßig umfangreiche Spülmaßnahmen von Mitarbeitern durch aufwändiges manuelles Öffnen und Schließen der Armaturen durchgeführt. So entstehen hohe Betriebs- und Personalkosten. Die Spülmengen sind oft überhöht, weil unbekannt ist, wie oft die Wasserabgabestellen in dem Gebäude genutzt wurden. „Fakt ist, dass die Trinkwasserqualität vor allem von einem Faktor abhängig ist: dem Nutzerverhalten. Genau hier setzt das intelligente HyPlus Gesamtkonzept von WimTec an: Mit dem klaren Fokus auf Kostenersparnis, Komfort und vor allem Hygiene bietet WimTec elektronisch gesteuerte Wasserentnahmestellen, die mehr Wert aus dem Wasser holen“, sagt Dülk.

Elektronisch gesteuerte Wasserentnahmestellen
Hauptvorteil von elektronisch gesteuerten Wasserentnahmestellen ist die nachhaltige Verbesserung der Trinkwasserhygiene. Denn die automatische Stagnationsfreispülung spült stagnierendes Wasser bedarfsgerecht aus und stellt den regelmäßigen und vollständigen Wasseraustausch sicher, womit das mikrobielle Wachstum im Trinkwasser gehemmt wird. Die Stagnationsfreispülung ist exakt nach den örtlichen Gegebenheiten einstellbar und erfolgt nur bei Betriebsunterbrechung und unzureichender Nutzung; bei regelmäßiger Entnahme wird keine Freispülung ausgelöst. Die Elektronik ist der Schlüssel zum Erfolg, denn die intelligente Wasserentnahmestelle weiß, wann und wie lang sie das letzte Mal benutzt wurde.

Fazit
Die Auswirkungen der Corona-Krise sind weitreichend, nicht gänzlich absehbar und betreffen indirekt auch die Trinkwasserqualität. Doch unabhängig davon können Betriebsunterbrechungen, die einen negativen Einfluss auf die Trinkwasserhygiene haben, immer wieder vorkommen. Regelmäßiges Freispülen der Leitungen schafft Abhilfe. Die intelligente Freispülautomatik von WimTec HyPlus ist eine einfache und sparsame Lösung zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene, denn Gesundheit ist immer ein wichtiges Thema!

Ein Video dazu finden Sie hier.

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