Denkschubser   |   

Man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen; aber man sollte sie so kommen lassen, wie man sie nehmen möchte.    Curt Goetz

02.10.2020

Meldung

11.09.2020: WIR ERWARTEN PRÄSENZ!

Die jüngste repräsentative Umfrage unter den Innungsbetrieben unseres Handwerks hat erneut ergeben: die große Mehrheit der SHK-Unternehmer (80%) hält auch zu Corona-Zeiten Messeveranstaltungen in Präsenzform für richtig und wichtig. Vorausgesetzt: das Hygienekonzept vorort überzeugt. Nicht einmal 5 Prozent der Unternehmer können sich vorstellen, zukünftig ausschließlich auf rein virtuelle Formate bei der Produktinformation zu setzen.
Helmut Bramann ist Hauptgeschäftsführer des ZVSHK

#ISHWIRSINDDA! lautet dann auch folgerichtig die Botschaft des Fachhandwerks zur im März 2021 geplanten ISH in Frankfurt am Main. Denn die Messe hat frühzeitig ein umfassendes und ausgereiftes Hygienekonzept vorgestellt, das mit den zuständigen Behörden abgestimmt ist. Ich habe daher wenig Verständnis dafür, dass gegenwärtig bedeutende Marktpartner ihren ISH-Auftritt absagen und das Thema Hygiene dabei als Absagegrund nennen. Für mich ist das wenig stichhaltig, zumal die Messegesellschaft die Stornofrist für verbindliche Anmeldungen noch einmal weit in den November verschoben hat. Es geht hier wohl eher um risikoaverse Renditesicherung. Und das geht nur, weil das SHK-Fachhandwerk als maßgebliche Vertriebsstufe gegenüber seinen Kunden eben nicht genauso reagiert hat. Hätte man hier auch gesagt: WIRSINDNICHTDA, was dann? Das sieht man deutlich bei den ausländischen Herstellern, deren nationale Absatzmärkte mitunter deutlich eingebrochen sind: Hier gibt es kaum Absagen zur ISH 2021. 

#ISHWIRSINDNICHTDA! ist vor diesem Hintergrund zum aktuellen Zeitpunkt eine wirklich enttäuschende Botschaft wichtiger nationaler Branchenakteure, die das Fachhandwerk zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr als verunsichert. Dem ausdrücklichen Wunsch nach persönlichem Kontakt auf der führenden Leistungs- und Produktschau der SHK-Welt wird die kalte Schulter gezeigt.

Eines ist klar: die ISH 2021 wird anders werden. Anders als die Messen in den Jahren zuvor. Anders als wir alle einen solchen großartigen Messe-Event als Besucher erlebt und als Aussteller mitgestaltet haben. Aber gerade in diesem Anderssein liegt aus meiner Sicht die große Chance, jenen Themen eine wahrnehmbare und wirkungsvolle Plattform zu geben, die unsere Branche so bedeutend für die Allgemeinheit macht. Effizienz, Klimaschutz, Hygiene, Innenraumluftqualität sind die bestimmenden Zielgrößen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Handelns der nächsten Jahre. Die ISH bietet dafür den Marktplatz zur Präsentation und zum Austausch der besten und innovativsten Lösungen. Und: erste Messen, wie die erfolgreich durchgeführte CARAVAN SALON in Düsseldorf zeigen, dass es schon heute geht, wenn man nur will.

Ich finde es daher fahrlässig, die ISH ein halbes Jahr vor dem geplanten Termin in Frage zu stellen. Deutschland hat gezeigt, dass die Menschen im öffentlichen Raum sehr verantwortungsvoll und diszipliniert mit der Herausforderung Corona umgehen können. Zu Infektionen kommt es gegenwärtig vor allem dort, wo es kein ausgefeiltes Hygienekonzept gibt, wo keine Abstandsregeln eingehalten werden – im privaten familiären Umfeld!

Im Schulterschluss mit der Messegesellschaft, den Trägerverbänden und jenen Ausstellern, die sich schon eindeutig zu einem Messeauftritt bekannt haben, stelle ich für das vom ZVSHK vertretene Fachhandwerk fest: Wir erwarten von den Markt- und Branchenpartnern ein positives Bekenntnis und Mut zum Kundenkontakt auf der ISH 2021. Immer unter der Voraussetzung, dass sie verantwortbar durchzuführen ist! Wie diese Präsenz ausgestaltet wird, obliegt natürlich jedem Unternehmen selbst. Auch wenn der Auftritt kleiner ausfallen sollte als gewohnt. Die Fachbesucher aus dem SHK-Handwerk werden genau darauf schauen, wer von ihren vertrauten Marktpartnern in den Messehallen vertreten ist. Wer als dort nicht vertretener Hersteller nun meint, er kann 2021 stattdessen erfolgreicher mit einer digitalen Alternative Kundenansprache betreiben, setzt wohl eher „Geld in den Sand“. 

#ISHWIRSINDDA! Das ist unverändert die Botschaft des Fachhandwerks zur ISH 2021. Es ist zugleich die Erwartung der größten Kundengruppe im SHK-Markt an die Messepräsenz aller maßgeblicher Industrieunternahmen unserer Branche.

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