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26.09.2020

Meldung

09.09.2020: Paulus-Lager®: Braucht ein Betrieb mit 10 bis 25 Mitarbeitern einen Lageristen? Wir sagen NEIN!

Doris Paulus, Mathias Oelze und Miguel Kaposty von der Paulus-Lager GmbH haben jahrelange Erfahrung in Sachen Lager-Optimierung. In diesem Blog-Artikel geht es um Betrieb mit 0 bis 25 Mitabeitern und ob es sinnvoll ist, bei dieser Größe einen Lageristen einzustellen.

Wir haben im Laufe unserer Lageroptimierungen in unterschiedlichsten Betrieben viele Situationen erlebt, die uns und dem Team einiges abverlangt haben. Beispielsweise hat mal ein Lagerist während der Strukturwoche seinen Job hingeschmissen und war weg. Aus der Not heraus wurden die Projektleiter des Betriebs für seine Aufgaben eingespannt und waren kurze Zeit für Wareneingangsprüfung und Bestellungen verantwortlich. Der Effekt dieser Notlösung war gut: Die Projektleiter lernten alle das System kennen und konnten so die Arbeit eines Lageristen besser ein- und wertschätzen. Die Zusammenarbeit wird gefördert und die Aufgaben sind somit auf mehreren Schultern verteilt. In der Regel sind die Mitarbeiter dann auch dankbarer, dass es einen Lageristen gibt, der ihnen mit dieser Arbeit den Rücken freihält. Das ist aus unserer Sicht aber keine Dauerlösung für einen Betrieb dieser Größe.

Geht es ganz ohne? Lieber nicht.

Es kann zwar auch ganz ohne Lagerist funktionieren aber nur, wenn die Projektleiter sich alle verantwortlich fühlen und Aufgaben wie Kommissionsmaterial, Ware und Bestellscheine prüfen, Material wegsortieren und Wareneingangs-Organisation sorgfältig ausführen. Und zwar für jede Baustelle jeden Morgen und jeden Abend. Da wird schnell klar, dass so eine Aufteilung der Projektkette viele Risiken birgt, beispielsweise bei Arbeitsausfällen oder Alleingängen.

Aus unserer Sicht ist es für einen Betrieb unerlässlich die Prozesse des Lagers vom Moment der Bestellung bis ins letzte Detail zu strukturieren, planen und den Mitarbeitern helfen, diese Strukturen zu verinnerlichen. Egal ob mit einem Lageristen oder wie oben beschrieben mit den Projektleitern – es muss Regeln für das Lager geben. Gerade bei Betrieben mit zehn bis 25 Mann ist ein Lagerist aus unserer Sicht absolut zu empfehlen, denn dessen Gehalt wird dreimal reingeholt, wenn mal den Aufwand der einzelnen Projektleiter umrechnet. Bei Betrieben mit mehr als 25 Mitarbeitern fällt täglich soviel Material-Organisation an, dass wäre ein Betrieb ohne Lagerist aufgeschmissen.

Aufgaben von Lageristen

Lageristen sind diejenigen, die den Wareneingang managen, sich um Verbrauchsmaterial kümmern, nach der Bestellung  das Material wegräumen und sich auch sonst um das eingehende Material kümmern. Sie haben die Aufgabe, täglich Kommissionsware zu liefern und zu verteilen und auf dem Rückweg die Retouren aus den verschiedenen Abteilungen mitzunehmen und mit Hilfe des Retourenscheins dieselbe beim Lieferanten zu veranlassen.

Wenn wir einen Betrieb optimiert haben, sind die tatsächlichen Aufgaben der Lageristen folgende:

  • Warenannahme und Wareneingangsprüfung mit Nachtelefonaten anhand korrekter Bestellunterlagen
  • Baustellenrücklauf abwickeln anhand des definierten Prozesses
  • Retouren Abwicklung anhand des definierten Prozesses
  • Kommissionen richten anhand von komplett vorhandenen internen und externen Bestellscheinen und sowie Angaben, die sie von den Baustellen abgefragt haben
  • Standardmaterial bestellen, nachdem von den Monteuren die Nachbestellung ausgelöst wurde anhand der Bestellkarten
  • Reklamationen abwickeln
  • Rückläufer einbuchen entfällt
  • Bestellen nach Sichtkontrolle entfällt

Doris Paulus und ihr Team bieten kostenlose Erstberatungstermine an.
Mehr unter www.paulus-lager.de/erstgespraech/

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