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26.09.2020

Meldung

25.08.2020: Mikroblasenabscheider und Schnellentlüfter von Caleffi

So kommt der unerwünschte Sauerstoff aus der Heizungsanlage

Jede geschlossene Heizungsanlage hat natürliche Feinde. Sauerstoff, Schlamm- und Sandpartikel sowie kleine, eisenhaltige Schwebstoffe im Heizungswasser können, je nach Konzentration und Größe, die Funktion der  Anlage erheblich beeinträchtigen und viele Probleme verursachen. Gerade zu viel Luft im System kann in geschlossenen Heizungsanlagen zu erheblichen Problemen führen: schlechte Wärmeübergabe an den Heizkörpern, dazu störende Fließ- oder Gluckergeräusche. Im Extremfall kann es sogar zu Funktionsstörungen können. Aber noch viel wichtiger ist die Tatsache, dass in sauerstoffarmem Heizungswasser die Wahrscheinlichkeit für Korrosionsschäden geringer ist. In der VDI 2035 heißt es dazu: Ein ständiger Sauerstoffeintrag ist zu vermeiden. Die Richtlinie gibt gleich auch noch – in Teil 2, dort in Tabelle 1 – die empfohlenen Maximalwerte für den Sauerstoffanteil für entsalztes  Wasser mit 0,1 mg/l und für enthärtetes Wasser mit 0,02 mg/l an.

Eine fachgerechte Entlüftung ist also unerlässlich. Doch selbst bei entlüfteten Anlagen – nach Erstbefüllung oder Reparaturen – kann es über Bauteile (Schläuche, Membrane), die nicht komplett diffusionsdicht sind, wieder zu leichten Sauerstoffeinträgen kommen. Sauerstoffeintrag lässt sich auch vermeiden, indem man Nachfüllungen nur auf unbedingt notwendige Vorgänge reduziert. Ein anderer Faktor: Durch Fehler in der Druckhaltung kommt es bei der Unterdruckbildung zum Eintritt von Luft über den Schnellentlüfter. Ein Vorgang, der beispielsweise bei der Nachtabsenkung auftritt.

Keine Anlage ist letztlich frei von Sauerstoff, selbst im entlüfteten Füllwasser befindet sich gebundener Sauerstoff. Dessen Anteil kann, in Abhängigkeit von Druck und Temperatur, stark ansteigen. Auch durch Nachfüllen gelangt immer wieder Luft ins System. Dazu bilden sich auf Grund der hohen Temperatur der Trägerflüssigkeit an den Trennflächen von Wasser und Brennkammer ebenfalls kontinuierlich winzige Wasserbläschen. Kavitationsbedingte Luftbläschen bilden sich dort, wo sich hohe Trägerflüssigkeitsgeschwindigkeiten und in der Folge ein entsprechender Druckabfall einstellen. In der Regel sind dies die Läufer der Pumpen und die Durchlässe der Regelventile. Diese Luft- und Dampfbläschen, deren Bildung durch nicht entlüftetes Wasser begünstigt wird, können durch Kavitation sogar implodieren.

Ein wirksames, technisches Gegenmittel sind Mikroblasenabscheider, wie der DISCAL SLIM mit einem Gehäuse aus Technopolymer-Kunststoff. Er nutzt für diese Aufgabe eine physikalische Gesetzmäßigkeit, den Venturi-Effekt. Das Medium fließt hierfür im Differenzdruckprinzip durch eine Kammer. Dadurch wird die Fließgeschwindigkeit verringert. Es entstehen automatisch Turbulenzen, die Mikroblasen werden vom Medium getrennt, steigen nach oben und werden dort in einem kontinuierlichen Prozess ausgeschieden.

Durch die zweifache Strömung in der Kammer ist keine Fließrichtung vorgegeben. Somit kann der DISCAL SLIM horizontal und vertikal in die Vorlaufleitung der Heizungsanlage oder den Wandheizkessel als Permanententlüfter eingebaut werden. Der Mikroblasenabscheider ist mit einem hygroskopischen Aquastopp ausgestattet und in den Anschlussmaßen 3/4“ IG x 3/4“ IG sowie 1" IG x 1" IG sowie als Klemmringverschraubung 18 x 18 mm und 22 x 22 mm erhältlich. Die max. Arbeitstemperatur beträgt dauerhaft 110° C, der max. Arbeitsdruck beträgt 3 bar. Mikroblasen, mit einem Durchmesser im Zehntelmillimeterbereich, sind nur schwer abzuführen.

Schnellentlüfter mit Lufteintrittssperre nachrüsten

Schnellentlüfter sind in aller Regel bauseits vom Kesselhersteller installiert. Meistens aber ohne zusätzliche Lufteintrittssperre, die bei Unterdruck verhindert, das Luft über den Schnellentlüfter angesaugt wird. Die automatischen Schnellentlüfter MINICAL und ROBOCAL von Caleffi können jedoch problemlos mit als Zubehör erhältlichen Lufteintrittssperren nachgerüstet oder als Version gleich mit Lufteintrittssperre bestellt werden.

 

Abbildungen: Caleffi

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