Denkschubser   |   

Vielleicht verdirbt Geld den Charakter. Auf keinen Fall aber macht Mangel an Geld ihn besser.    John Steinbeck

06.08.2020

Meldung

27.07.2020: GC-Gruppe: Von App bis Zange - So geht Handwerk heute

Auf den Spuren der digitalisierten Dreistufigkeit - Teil 3 der Serie

Jeder zweite Handwerksbetrieb setzt heute schon auf digitale Technologien. Dies ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Studie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und des Digitalverbands Bitcom aus dem Jahr 2020[1]. Während eine eigene Homepage (97 Prozent), der Eintrag in Onlineverzeichnissen (84 Prozent) und die Präsenz in sozialen Netzwerken (30 Prozent) längst selbstverständlich geworden ist, haben Fachhandwerkbetriebe in den vergangenen drei Jahren vor allem im Bereich des Cloud Computing stark aufgerüstet. Nahezu ein Drittel der Betriebe (27 Prozent) nutzt diese Technologie und setzt sie beispielsweise als smarte Software (13 Prozent) ein, die Arbeitszeiten erfassen und diese je nach Projektstatus einteilen kann. Trackingsysteme, die Maschinen oder Arbeitsmaterialien nachverfolgen, sind in mehr als jedem zehnten Betrieb (12 Prozent) bereits installiert. Zum Vergleich: 2017 machten nur 45 Prozent der Betriebe von digitalen Anwendungen und Technologien wie Cloud Computing Gebrauch. Längst trägt Digitalisierung heute zur Existenzsicherung und Effizienzsteigerung der Betriebe bei. Das macht neugierig darauf, sich die Umsetzung in der Praxis genauer anzusehen. Weiter geht unsere Reise durch die Republik auf den Spuren der digitalisierten Dreistufigkeit mit Teil 3 der Serie: Von App bis Zange - so geht Handwerk heute.

Digitale Arbeitszeit- und Auftragserfassung in Gablingen

Rund acht Stunden Autofahrt trennen Bremen von Gablingen, ein kleines Städtchen vor den Toren Augsburgs und Sitz des Unternehmen Energietechnik Benedikt Kratzer GmbH & Co. KG. Kaum den ersten Fuß in Kratzers Handwerksbetrieb gesetzt, wird klar: Hier stehen die Zeichen auf digital, mit modernen Arbeitsprozessen und Werkzeugen ist der Betrieb grundlegend digitalisiert. Was den Firmenchef antreibt? Ganz klar: „Am Zahn der Zeit zu bleiben und damit vor allem eines: wettbewerbsfähig." Zukunft fängt bei Kratzer schon im Lager an. Hier helfen Scannerbeschilderungen mit Barcodes und IDS-Schnittstellen zum Großhandel bei der digitalen Nachbestellung von Produkten und Werkzeugen. Das spart Zeit und schafft Freiräume, die seine Monteure auf den Projekten wertvoll einsetzen können. Vor allem im Bereich Arbeitszeit- und Auftragserfassung tut sich etwas. „Unsere Monteure scannen den Barcode zu ihrem Projekt, laden den Auftrag und können ihre Zeit buchen. Sie sprechen auf, was sie gemacht haben, ergänzen Bilder von der Baustelle und senden alles an mich. So sehe ich genau, welcher

Auftrag abgeschlossen ist und welchen wir nochmal anfahren müssen", sagt Kratzer. Rechnungen stellt er mit der neuesten Form der elektronischen Rechnungsstellung ZUGFeRD. Vier bis fünf Stunden spart er dadurch wöchentlich ein. Auch unterwegs sind Barcodes wichtige Begleiter und die Verbindung zum Großhandel, wenn Artikel benötigt werden. Essenziell ist dabei die GC-App, die die Codes scannt und anschließend den Weg zum nächsten ABEX aufzeigt, wo der Artikel verfügbar ist oder direkt zum Onlineshop des Großhandels führt. Eines ist klar: Im Handwerksbetrieb von Benedikt Kratzer gehen digitalisierte Prozesse und analoge Technik Hand in Hand.

Digitale Baustellendokumentation in Reichenbach

Gut 400 Kilometer weiter geht es zum Handwerksbetrieb Seidel Heizung & Bad GmbH von Marcel Seidel in Reichenbach. In seinem 60-Mann-Betrieb sind eingespielte Abläufe und verlässliche digitale Werkzeuge von besonderer Bedeutung. Das riesige Lager, eingeteilt nach Projekten und mit Barcodes versehen, die die Verbindung zum Großhandel herstellen, ist Dreh- und Angelpunkt für das tägliche Geschehen des Betriebs. Hier ergänzen sich analoge und digitale Handgriffe, die spätestens auf der Baustelle ihren Erfolg zeigen. Eigens dafür sind viele Prozesse digitalisiert worden. „Jeder Monteur hat ein Tablet und ein Smartphone, auch die Lehrlinge sind digital ausgestattet. Wir versuchen nahezu die gesamte Baustellendokumentation digital abzudecken", berichtet Seidel. Bestellungen von Ersatzteilen, Produkten und Werkzeugen funktionieren also komplett digital. Reibungslose Abläufe schafft eine Fachhandwerkersoftware, die mit GC ONLINE PLUS und dem Großhandel verknüpft ist. Das schafft Freiräume, die für die Arbeit auf der Baustelle genutzt werden. Rechnungsstellungen werden mit ZUGFeRD unterstützt, was zu Zeiteinsparungen von bis 20 Prozent führt. Die Zeichen im Betrieb von Marcel Seidel stehen klar auf digital, mit Zwang verbunden ist es allerdings nicht: „Wir leben in einer dualen Welt. Wichtig ist für mich, dass alle die Möglichkeit haben, die digitalen Tools zu nutzen. Am Ende aber sind es Handwerker, die mit Handwerk ihr Geld verdienen. Dort endet der Nutzen, wenn es ans Schrauben geht."

Digitale Prozessoptimierung in Füchtorf bei Osnabrück

Vom sächsischen Vogtland geht es weiter nach Füchtorf bei Osnabrück zu Wärmetechnik Schaek. Hier führt Thomas Schaek die Firma seit 2006, mit der er bereits sieben Jahre später einen zweiten Standort in Dortmund öffnete. Mit digitaler Software ist Schaek aufgewachsen, er hatte schon Ende der 70er Jahre seinen ersten Computer. Kein Wunder also, dass auch sein 15-Mann-Betrieb seit der Gründung digital ausgerichtet ist: „Angebote und Rechnungen haben wir sofort digital geschrieben. Zettelwirtschaft war bei uns nie ein Thema", sagt Schaek.

Doch unter dem Begriff Digitalisierung versteht Schaek noch mehr: Abläufe beschleunigen, Prozesse optimieren und die Möglichkeit, alles auf einen Klick im Blick haben. So werden Bestellungen beispielsweise über die App GC ONLINE PLUS getätigt. Ist das Produkt in einem nahegelegenen ABEX verfügbar, wird der Monteur direkt informiert. Die Plattform elements a erleichtert ihm zusätzlich die Zusammenarbeit mit den bundesweiten ELEMENTS-Ausstellungen und mit CarLoad plant er die direkte Lieferung in das Monteurfahrzeug zu nutzen. Für Schaek ist klar: Digitalisierung eröffnet ihm eine Menge Möglichkeiten und vor allem Zeit. Früher arbeitete er noch bis in die Abendstunden. Heute ist das mit den digitalen Technologien längst Geschichte.

[1] Otten, Lars (2020): Studie: Das Handwerk wird immer digitaler, online
www.handwerksblatt.de/betriebsfuehrung/digitalisierung-im-handwerk-geht-voran. Stand 07.07.2020.

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