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Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegenbleiben soll.    Helmar Nahr

09.08.2020

Meldung

22.07.2020: Caleffi: Inspektion und Wartung von Systemtrennern Typ BA in der Trinkwasserinstallation

Unerlässlich für die dauerhafte Funktion und zur Sicherung der Trinkwassergüte

Bauteile und Komponenten einer Trinkwasserinstallation sind gemäß EN 806-05 (Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen – Teil 5: Betrieb und Wartung) regelmäßig zu inspizieren und zu warten. Eine jährliche Wartung ist unter anderem auch für Systemtrenner vom Typ BA (Flüssigkeiten bis zur Kategorie 4) durchzuführen. Diese dient dazu, die dauerhafte und sichere Funktion zur Aufrechterhaltung der Trinkwassergüte sicher zu stellen.

Laut aktueller Trinkwasserverordnung müssen an eine Trinkwasserinstallation angeschlossene Apparate mit einer Sicherheitseinrichtung nach DIN EN 1717 ausgerüstet sein. Sie verhindert, dass durch Rücksaugen, Rückfließen oder Zurückdrücken von Nichttrinkwasser (verunreinigtes Wasser oder Heizungswasser) die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt wird. Wasser, welches einmal die Trinkwasseranlage verlassen hat, darf auf keinen Fall wieder zurückgelangen. Laut Trinkwasserverordnung müssen an der Schnittstelle zwischen Heizungs- und Trinkwasseranlage grundsätzlich Systemtrenner eingebaut werden. Im Zweifelsfall ist immer ein höheres Schutzziel zu wählen. Bei Heizungswasser wäre normalerweise ein Systemtrenner CA ausreichend. Da aber später eventuell noch Inhibitoren dem Wasser beigemengt werden, oder die genaue Zusammensetzung des Heizungswassers nicht bekannt ist, empfiehlt sich der Einbau eines Systemtrenners vom Typ BA.

Die FüllKombi der Serie 580 von Caleffi ist ein nach DIN EN 12729 zertifizierter Systemtrenner Typ BA mit kontrollierbaren, druckreduzierten Zonen mit  Eingangs-, Mittel- und Ausgangskammer. Unter normalen Betriebsbedingungen besteht, analog der Fließrichtung, ein Druckgefälle von einer zu anderen Kammer. Die Serie 580 verrichtet auch im Nachfüll- und Aufbereitungssystem Füllkombi BA Plus für Heizungswasser  sowie der Baugruppe "Füllkombi BA mit DirtmagPlus" ihren Dienst als integrierter Systemtrenner.

Funktionsweise eines Systemtrenners Typ BA

Die Systemtrenner mit kontrollierbarem Differenzdruck bestehen aus einem Gehäuse mit Inspektionsöffnung, einem vorgeschalteten Rückschlagventil, einem nachgeschalteten Rückschlagventil und einer Ablassvorrichtung.

Die Rückschlagventile trennen drei verschiedene Zonen mit drei verschiedenen Drücken: die Eingangskammer, die auch als druckreduzierte Zone bezeichnete Mittelkammer sowie die Ausgangskammer. Jede dieser Kammern hat für die Wartung einen Anschluss für ein Druckmessgerät. Für das Ermitteln von relevanten Messwerten (Druckverhältnisse in den einzelnen Kammern) sind handelsübliche Prüfgeräte erhältlich. Mit ihnen lässt sich die Funktion von Systemtrennern des Typs BA - entsprechend VDI/DVGW 6023, EN 806-5 und DIN 1988-400 - schnell, sicher und einfach prüfen. Vor der Funktionsprüfung sind unbedingt die Schmutzfänger (Filter) zu reinigen.

Der Ablauf der Prüfung erfolgt in fünf Schritten. Mit der Endkontrolle unter Betriebsbedingungen (kein Wasseraustritt) und der Dokumentation der Prüfung, Wartung und Anbringen eines Anhängers mit dem Prüfnachweis ist der Prüfvorgang beendet. Werden während der Funktionsprüfung Mängel oder Abweichungen festgestellt, sind sie nach Wartungsanleitung des Herstellers zu beheben und eventuell defekte Teile austauschen. In diesem Fall ist die Funktionsprüfung noch einmal durchzuführen.

Unterschied zwischen Wartung und Instandsetzung

Inspektion und Wartung dienen dazu, Abnutzung (oder Verschleiß) zu beobachten und rechtzeitig einen dadurch bedingten Funktionsausfall zu erkennen. Wird bei einer Wartung erkannt, dass ein Bauteil defekt ist und erneuert werden muss, stellt der Austausch von Bauteilen eine Instandsetzung dar. Diese ist nicht mehr Gegenstand einer Wartung. Dabei kann von einem verschleißbedingten Austausch von Bauteilen kein Mangel oder ein Hinweis für eine nicht ordnungsgemäß ausgeführte Wartung abgeleitet werden. Inspektion, Wartung und Instandsetzung sind unter dem Obergriff Instandhaltung zusammengefasst. Nur kontinuierliche Instandhaltung stellt einen ordnungsgemäßen Betrieb sicher. Und: Laut § 4 der TrinkwV muss das bis an die Verbrauchsstellen zu transportierende Trinkwasser so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu befürchten ist. Ein wichtiger Faktor für den Betreiber: Instandhaltung trägt zur Werterhaltung der Gebäudetechnik bei.

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