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Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.    Ludwig Wittgenstein

01.06.2020

Meldung

05.05.2020: Wolf: Überzeugende Argumente für die Wohnungslüftung

Viele Hausbesitzer sind der Meinung, dass sie in den eigenen vier Wänden vor schlechter und belasteter Luft geschützt sind. Das ist ein fataler Irrtum, weil sogar das genau Gegenteil der Fall sein kann, falls unzureichend gelüftet wird. Die möglichen Folgen einer zu stark belasteten Innenraumluft: Krankheitssymptome, Allergien und Bauschäden. Fachhandwerker sollten ihre Kunden darauf hinweisen und entsprechend beraten. Wir haben die wichtigsten Vorteile von zentralen Wohnungslüftungssystemen zusammengestellt.
Nicht nur von außen sehenswert. Das aerodynamische Innenleben sorgt für sehr leisen Betrieb auch bei hohen Luftleistungen. (Quelle: Wolf GmbH)

Es ist sicherlich auch ein Effekt der fortschreitenden Digitalisierung, dass sich zunehmend mehr Menschen immer länger in geschlossenen Räumen aufhalten. Durchschnittlich bis zu 90 Prozent des täglichen Zeitbudgets kann dies ausmachen. Und etwa zwei Drittel davon verbringen wir in den eigenen vier Wänden. Bei kleinen Kindern ist dieser Anteil oft sogar noch höher. Allerdings sind sich die meisten Menschen nicht darüber bewusst, dass die Raumluft unter Umständen wesentlich höher mit Schadstoffen belastet sein kann als die Außenluft.

Moderne, neu gebaute oder umfassend sanierte Energiesparhäuser müssen quasi „luftdicht“ konstruiert sein. Doch wie lässt sich dort der zum Schutz von Gesundheit und Bausubstanz notwendige Mindestluftaustausch erreichen? Im Schnitt müssten etwa alle zwei bis drei Stunden die Fenster geöffnet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Lüftungsdauer von den Temperatur-, Wetter- und Windverhältnissen abhängt. Mit Blick auf einen modernen, termingetriebenen Berufs- und Familienalltag ist es nicht verwunderlich, dass meist zu wenig, zu viel oder falsch gelüftet wird.

Eine sichere und komfortable Problemlösung ermöglicht insbesondere ein zentrales Wohnungslüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Doch mit welchen Argumenten kann der Fachhandwerker seine Neubau- und Modernisierungskunden für die Installation gewinnen?

Gesundheitsgefahren und Bauschäden durch Feuchtigkeit vermeiden

Etwa zwei bis drei Liter Feuchtigkeit fällt durchschnittlich pro Hausbewohner täglich an, welcher in Form von Wasserdampf an die Raumluft abgegeben wird. Verursacht durch normale Aktivitäten wie Kochen, Waschen und Atmen sowie durch Zimmerpflanzen. Wird nicht regelmäßig und ausreichend gelüftet, steigt die Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen beträchtlich. Zugleich wächst rasant die Gefahr, dass der Wasserdampf auskondensiert, vor allem im Bereich von Fenstern und Außenwänden. Oft ist es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis sich an manchen Stellen ein Schimmelpilzbefall zeigt. Dann drohen zum einen ernsthaft gesundheitliche Gefahren durch das Einatmen der Pilzsporen in der Raumluft: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tragen Menschen in feuchten oder von Schimmel befallenen Gebäuden ein bis zu 75 Prozent höheres Risiko, an Allergien, Atemwegsbeschwerden oder Asthma zu erkranken. Zudem können unspezifische Symptome wie Husten, Nasen- und Bindehautreizungen auftreten. Besonders gefährdet sind Kinder.

Außerdem schädigt eine zu hohe Innenraumfeuchte, egal ob mit oder ohne Schimmelpilzbefall, die Bausubstanz nachhaltig. Mögliche Langzeitfolgen: aufwendige Sanierungsarbeiten und Wertverlust der Immobilie.

Eine kontrollierte Wohnungslüftungsanlage führt aktiv und bedarfsgerecht, auch mittels Einsatz von Sensoren, die zu feuchte Luft ins Freie ab und sorgt gleichzeitig für Frischluftnachschub – zum Schutz von Gesundheit und Bausubstanz.

Beispiel:
Feuchteanfall in einem 4-Personen-Haushalt mit 100–140 m2 Wohnfläche:

Hygienische und gesunde Innenraumluft rund um die Uhr

Nicht immer hat die Innenraumluft eine Qualität, die der menschlichen Gesundheit zuträglich ist, warnt das Umweltbundesamt (UBA). Denn nicht nur die Aktivitäten des täglichen Lebens im Haus, wie Kochen, Saubermachen, Duschen oder das Abbrennen von Kerzen und Duftölen, belasten die Raumluft. Laut UBA können zudem Bauprodukte, Bodenbeläge, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände sowie Spielzeug chemische (Schad)Stoffe freisetzen – zum Teil sogar kontinuierlich. Und selbst der Mensch beeinträchtigt die Innenraumluftqualität, weil er neben der Feuchtigkeit auch Kohlendioxid ausatmet: der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Menschen beträgt rund 0,36 Liter/min.

Als Grenzwert für Wohnräume gilt (in Deutschland) ein CO2-Gehalt in der Luft von 0,15 Volumenprozent bzw. 1.500 ppm (parts per million). Mit Blick auf die Behaglichkeit sollten jedoch 0,1 Volumenprozent nicht überschritten werden. Studien zeigen, dass in Wohn- und Schlafräumen fünfmal so hohe Werte gemessen wurden. Dann herrscht spürbar „dicke Luft“. Die möglichen Auswirkungen: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, unruhiger Schlaf etc.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollten dem Raum durchschnittlich etwa 20 bis 40 m3/h Frischluft pro Person konstant zugeführt werden. Dieses Volumen reicht i. d. R. aus, um auch die eingangs erwähnten anderen Raumluftbelastungen sowie unangenehme Gerüche abzuführen. Komfortabel, effektiv und energetisch effizient lässt sich die notwendige Frischluftversorgung rund um die Uhr mit einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung realisieren. Zusätzliche Vorteile: Im Gegensatz zur Fensterlüftung entstehen durch den langsameren und schrittweisen Austausch keine Zuglufterscheinungen (Erkältungsgefahr!). Zudem wird weniger Staub in den Räumen aufgewirbelt. Und nach einer längeren Abwesenheit der Bewohner gibt es weder schlechte Gerüche noch muffige, abgestandene Luft.

Gereinigte Außenluft schützt die Gesundheit und entlastet Allergiker

Laut Gesundheitsstudien leidet knapp jeder Dritte Mensch in Deutschland unter einer Allergie. Immer öfter sind auch Kinder und Jugendliche von diesem gesundheitlichen Problem betroffen. Zu den häufigsten allergischen Erkrankungen zählen der allergische Schnupfen bzw. Heuschnupfen, gefolgt von Asthma – oft verursacht von Stoffen in der Luft, wie Pollen, Schimmelsporen, Milben, Ruß sowie Haus- und Feinstaub. Allergien schränken die Lebensqualität oft erheblich ein.

Weil bei Wohnraumlüftungen die Fenster geschlossen bleiben können, gelangen so keine Schadstoffe oder (Flug)Insekten mehr in die Räume. Zudem verhindern spezielle, im Lüftungsgerät eingebaute Filter zuverlässig, dass Fremdkörper und Partikel mit der Außenluft in die Räume gelangen. Diese Luftfilter sind in unterschiedlichen Ausführungen („Filterklassen“) für unterschiedliche Anforderungen bzw. Partikelgrößen verfügbar. Dazu gibt es z. B. für das Wolf Lüftungsgerät CWL-300 Excellent wahlweise Standard- oder Feinstaubfilter bis hin zum Aktivkohle-Kombifilter.

Lüftungsgeräte sorgen somit für eine spürbare Erleichterung bei allergiegeplagten Bewohnern. Doch auch das Wohlbefinden der Nicht-Allergiker profitiert von der sauberen Frischluft. Übrigens: Die Filter schützen zudem das Luftleitungsnetz selbst vor Verschmutzungen.

Um die hygienisch einwandfreie und volle Filterleistung dauerhaft zu gewährleisten, müssen die Elemente im Zu- und Abluftbereich des Lüftungsgeräts von Zeit zu Zeit erneuert werden: je nach Luftbelastung durchschnittlich ein bis zwei Mal pro Jahr (Filterwechselanzeige beachten!). Den Austausch kann ein Hausbesitzer kostengünstig auch selbst übernehmen.

Weniger Außenlärm und mehr Sicherheit vor Einbrechern

Besitzer eines Lüftungssystems können und dürfen ohne Einschränkung die Fenster öffnen. Allerdings ist es in bestimmten Situationen deutlich angenehmer, wenn die Fenster geschlossen bleiben können: falls Außenlärm von Autos, Fußgängern, Nachbarn, Spielplätzen etc. die Bewohner tagsüber nervt oder nachts einen erholsamen Schlaf verhindert.

Weiterer Vorteil: Wer seine Immobilie verlässt, muss nicht mehr ans Fensterschließen denken. Ein vergessenes, zum Lüften geöffnetes oder gekipptes Fenster lockt somit keine Einbrecher mehr an. Und bei einem plötzlich einsetzenden Gewitter dringt kein Regen durch ein geöffnetes Dachfenster in den Wohnbereich mehr ein.

Fachgerecht ausgelegte und installierte Lüftungsgeräte arbeiten leise. In sensiblen Wohnbereichen besteht die Möglichkeit, zusätzliche Schalldämpfer ins Luftleitungsnetz einzubauen, um so z. B. auch eine Schallübertragung von Raum zu Raum auszuschließen.

Niedrigere Heizkosten und CO2-Emissionen

Ein Lüftungssystem hilft dabei, den Energieverbrauch und damit auch die Umweltbelastung durch Treibhausgasemissionen zu senken. Im Vergleich zu einer korrekt durchgeführten Fensterlüftung lassen sich die Heizkosten geräteabhängig um 30 bis 50 Prozent verringern – bei gleichem Wärmekomfort. Denn der integrierte Wärmeübertrager sorgt während der Heizperiode dafür, dass bis zu 95 Prozent der Wärme aus der Abluft zurückgewonnen bzw. an die kalte Außenluft übertragen werden. Hinzu kommt, dass moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung äußerst stromsparend arbeiten. Dafür sorgen mehrstufige EC-Ventilatoren mit niedrigen Leistungsaufnahmen. Diese liegen z. B. beim Lüftungsgerät CWL-2-325 in der Standardausführung zwischen 6W und 90 W, je nach gewählter Lüfterstufe.

Übrigens: Im Sommer wird die Wärmeübertragung automatisch mit einem internen Bypass umgangen. Auf diese Art wird an heißen Tagen die kühlere Außenluft in den frühen Morgen--und Nachstunden dazu genutzt, um die hohen Raumlufttemperaturen abzusenken.

Höchster Bedienkomfort durch Smart Home-Technologie

In einem Smart Home sind Haustechnik und Multimedia-Geräte miteinander vernetzt und können zentral mit Smartphone und Tablet per App oder per PC fernbedient werden. Noch bequemer ist die sogenannte „endgerätlose Steuerung“: mittels Sprachbefehlen oder Gesten. Immer mehr Lüftungssysteme bieten solche erweiterten Möglichkeiten.

Mittlerweile Standard sind moderne Raumregelgeräte, teilweise oft mit Touchscreen und Display, die verschiedene Einstell-, Bedien- und Anzeigemöglichkeiten rund um den Lüftungsgerätebetrieb ermöglichen. Eine echte Filterüberwachung mit vorausschauender Wechselanzeige für einen optimalen Betrieb bietet z. B. das Wolf BMK Touch.

Moderne Lüftungsgeräte sind in Verbindung mit speziellen (Raum-)Sensoren für die Messung des Feuchte-, CO2- und Schadstoffgehalts zudem in der Lage, den Luftaustausch automatisch zu steuern – bedarfsgerecht und energieeffizient. So wird verhindert, dass zu viel oder zu wenig „gelüftet“ wird.

Zu trockene Raumluft ist kein (unlösbares) Problem

Weil die kalte Außenluft während der Heizperiode oft nur wenig Wasserdampf enthält, wird auch die Raumluft beim Lüften generell trockener – egal ob übers Fenster oder mittels Lüftungsgerät. Von zu trockener Luft spricht man zum Beispiel bei einer Raumtemperatur von 21 Grad und einer relativen Luftfeuchte unter 30 Prozent (optimal: zw. 40 und 60 %), wobei das menschliche Luftfeuchte-Empfinden sehr unterschiedlich ist. Typische Reaktionen auf eine über einen längeren Zeitraum hinweg deutlich zu trockener Raumluft können sein: gerötete Augen, eine spröde Haut und ein trockener Mund. Um eine zu trockene Raumluft im Winter zu vermeiden, reicht es in der Praxis oft schon aus, eine niedrigere Lüfterstufe zu wählen – in Verbindung mit Feuchtesensoren geht dies automatisch.

Bei sehr kalten Wintern oder feuchtesensiblen Bewohnern können Wärmeübertrager mit Feuchterückgewinnung hilfreich sein. So sorgt z. B. im Wolf-Lüftungsgeräts CWL-300 Excellent ein optionaler Enthalpie-Wärmetauscher dafür, dass ein Teil der Abluftfeuchte auf die kalte, trockene Zuluft übertragen wird.

Sollte der Hausbesitzer noch mehr Komfort wünschen, lassen sich ergänzend z. B. ein Dampfluftbefeuchter in die Hauptzuluftkanal integrieren oder ein Luftbefeuchter in einem einzelnen Raum, z. B. im Schlafzimmer, aufstellen.

Staatliche Fördergelder vor allem für Modernisierer

Wer sein Haus umfassend energetisch saniert und sich für den Einbau z. B. einer zentralen Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung entscheidet, sollte das bundesweite Angebot der staatlichen KfW-Förderbank nutzen. Interessant ist zum einen das zinsgünstige Kreditprogramm „Energieeffizient Sanieren“ (Programm 151/152), vor allem in Verbindung mit einem Tilgungszuschuss. Alternativ gibt es eine einmalige Förderzahlung über das Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“. Als Einzelmaßnahme können hier bis zu 10 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet werden (maximal 5.000 Euro je Wohneinheit). Wird die kontrollierte Wohnungslüftung in Form eines Lüftungspakets eingebaut, also dem gleichzeitigen Einbau einer Lüftungsanlage und einer Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle, so sind 15 Prozent Zuschuss möglich (maximal 7.500 Euro je Wohneinheit).

Darüber hinaus existieren in jedem Bundesland individuelle Fördermöglichkeiten. Eine Übersicht gibt es z. B. unter www.wohnungslueftung.de (Menüpunkt: Allgemeines/Fördermöglichkeiten).

Sven Hübner, Produktmanagement, Wolf GmbH, Mainburg

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