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Wer nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, könnte ihn bereits verloren haben.    Rupert Schützbach

15.09.2019

Meldung

15.08.2019: Geberit: Gute Resultate im ersten Halbjahr

Halbjahresbericht zum 30. Juni 2019

Die Geberit Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2019 gute Resultate. Insgesamt ging der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres geringfügig um 0,2% auf CHF 1627 Mio. zurück. Der währungsbereinigte Umsatz erhöhte sich dagegen um 3,1%. Der operative Cashflow stieg um 3,3% auf CHF 501 Mio., was einer Verbesserung der operativen Cashflow­Marge von 100 Basispunkten entspricht. Das Nettoergebnis nahm um 0,9% auf CHF 365 Mio. zu - bei einer Erhöhung der Umsatzrendite von 20 Basispunkten. Die Unternehmensleitung erwartet für 2019 insgesamt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3-4% und eine operative Cashflow-Marge von 28-29%.

Konsolidierter Umsatz

Der Umsatz der Geberit Gruppe reduzierte sich im ersten Halbjahr 2019 um 0,2% auf CHF 1627 Mio. In diesem Rückgang sind negative Währungseffekte in Höhe von CHF 54 Mio. enthalten. In lokalen Währungen resultierte eine Zunahme von 3,1%. Im Vorjahresvergleich führten ein anspruchsvolles, jedoch insgesamt betrachtet positives Umfeld in der Bauindustrie, vor allem aber eine erfolgreiche Marktbearbeitung durch Geberit zu diesem währungsbereinigten Umsatzwachstum.

Im zweiten Quartal erreichte der Umsatz CHF 797 Mio., was einer Abnahme von 1,3% entspricht; währungsbereinigt wurde jedoch eine Steigerung von 2,6% erzielt.

Umsatz nach Märkten und Produktbereichen

Der währungsbereinigte Umsatz in der grössten Region Europa stieg im ersten Halbjahr um 3,2%. Starke Zuwächse waren in Grossbritannien/Irland (+10,6%), auf der Iberischen Halbinsel (+6,6%), in Österreich (+5,3%), in den Benelux-Ländern (+5,2%) und in Deutschland (+4,9%) zu verzeichnen. Ebenfalls zulegen konnten die Schweiz (+2,0%), die nordischen Länder (+1,5%) und Frankreich (+0,9%). Rückgänge resultierten dagegen in Italien (-1,2%) und in Osteuropa (-0,3%). Zweistellig stieg der Umsatz in der Region Fernost/Pazifik (+11,5%), während Amerika das Vorjahresniveau erreichte (+0,1%) und Nahost/Afrika einen im Vorjahresvergleich tieferen Umsatz verbuchte (-4,0%).

Bei den Produktbereichen stieg der Umsatz in lokalen Währungen bei den Installations- und Spülsystemen 4,6% und bei den Rohrleitungssystemen 6,7%, der Umsatz bei den Badezimmersystemen war mit -1,7% leicht rückläufig.

Ergebnisse

Die Ergebnisse im Jahr 2019 sind nicht mehr von Einmalkosten im Zusammenhang mit der Sanitec Akquisition beeinflusst, weshalb ab dem laufenden Jahr keine adjustierten Zahlen mehr ausgewiesen werden. Der operative Cashflow (EBITDA) stieg um 3,3% auf CHF 501 Mio., was einer EBITDA- Marge von 30,8% (Vorjahr 29,8%) entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm um 1,7% auf CHF 431 Mio. zu, was einer EBIT-Marge von 26,5% (adjustierte EBIT-Marge 2018: 26,0%) entspricht. Die im Vorjahresvergleich angestiegenen operativen Ergebnisse waren vor allem auf Preiserhöhungen, höhere Verkaufsvolumina, einen verbesserten Produktmix und leicht tiefere Rohmaterialpreise sowie auf Effizienzsteigerungen und eine hohe Kostendisziplin zurückzuführen. Zusätzlich beeinflusste eine Änderung im IFRS-Rechnungslegungsstandard die EBITDA-Entwicklung positiv. Negativ wirkten sich tarifbedingt angestiegene Personalkosten und die Währungsentwicklung aus. Aufgrund einer höheren Steuerquote nahm das Nettoergebnis im Vergleich mit den operativen Ergebnissen unterproportional um 0,9% auf CHF 365 Mio. zu, dies bei einer Umsatzrendite von 22,4% (adjustierte Umsatzrendite 2018: 22,2%). Der Gewinn je Aktie stieg um 2,4% auf CHF 10.14.

Der im Vorjahresvergleich höhere operative Cashflow und positive Effekte aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens führten zu einer deutlichen Zunahme beim Free Cashflow von 35,4% auf CHF 257 Mio.

Finanzsituation

Die finanzielle Situation der Geberit Gruppe ist weiterhin sehr solid. Im April 2019 wurden zwei neue CHF-Anleihen im Betrag von je CHF 125 Mio. ausgegeben. Damit wurden eine auslaufende Anleihe refinanziert sowie die Schuldenfälligkeitsstruktur optimiert. Die Netto-Schulden (Schulden minus liquide Mittel) stiegen trotz positivem Cashflow als Folge der Dividendenauszahlung sowie des laufenden Aktienrückkauf-Programms plangemäss von CHF 555 Mio. per 31. Dezember 2018 auf CHF 773 Mio. an. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich mit 46,1% leicht gegenüber dem Wert nach dem ersten Halbjahr des Vorjahres (45,9%).

Das am 6. Juni 2017 gestartete Aktienrückkauf-Programm wurde weitergeführt. Im Rahmen dieses Programms sollen über einen Zeitraum von maximal drei Jahren unter Abzug der Verrechnungssteuer Aktien im Wert von maximal CHF 450 Mio. zurückgekauft werden. Die Aktien werden auf einer separaten Handelslinie an der SIX Swiss Exchange zwecks Kapitalherabsetzung zurückgekauft. Bis zum 30. Juni 2019 wurden rund 702 000 Aktien oder 1,9% des aktuell im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals zu einem Betrag von CHF 296 Mio. erworben, davon CHF 19 Mio. im ersten Halbjahr 2019.

Personalbestand

Die Geberit Gruppe beschäftigte Ende Juni 2019 weltweit 11 633 Mitarbeitende (Ende 2018 11 630). Der Personalbestand blieb damit stabil. Ein Abbau im Bereich Produktion, der zur Hauptsache auf die Beendigung der restlichen Arbeitsverhältnisse im Rahmen der Schliessung von zwei Keramikwerken im Jahr 2017 zurückzuführen war, wurde kompensiert durch einen Personalaufbau in verschiedenen Vertriebsgesellschaften.

Investitionen in Sachanlagen

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 wurden CHF 52 Mio. (Vorjahr CHF 55 Mio.) in Sachanlagen investiert. Dies entspricht 3,2% des Umsatzes (Vorjahr 3,4%). Der Hauptteil der Investitionen wurde für Kapazitätserweiterungen sowie für die Modernisierung und damit für die weitere Steigerung der Produktionseffizienz eingesetzt.

F&E-Aufwand

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) betrug CHF 39 Mio. (Vorjahr CHF 38 Mio.). Dies entspricht 2,4% des Umsatzes (Vorjahr 2,3%).

Ausblick auf das Gesamtjahr 2019

Die Einschätzungen für das laufende Jahr für die Bauindustrie haben sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 nicht wesentlich verändert. Das Umfeld bleibt aufgrund einer höheren Volatilität und der Abschwächung der Baukonjunktur in einzelnen Märkten anspruchsvoll. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen und Sektoren verläuft unterschiedlich. In Europa wird die Baukonjunktur gesamthaft weiterhin positiv beurteilt. In Deutschland dürfte das Wachstumspotenzial trotz einer gesunden Nachfrage aufgrund der limitierten Installationskapazitäten eingeschränkt bleiben. In Österreich und den Benelux-Ländern zeigt sich ein positives Marktumfeld, wenngleich mit einer abgeschwächten Wachstumsdynamik. In Italien und in Frankreich wird ein stagnierendes Marktumfeld erwartet. Der Bausektor in der Schweiz dürfte sich auf hohem Niveau leicht rückläufig entwickeln. In den nordischen Ländern wird mit einem gemischten Bild der einzelnen Länder und bestenfalls insgesamt mit einem stagnierenden Marktumfeld gerechnet. In Grossbritannien wird eine rückläufige Entwicklung erwartet. Unterschiedliche Entwicklungen zeigen sich in den osteuropäischen Märkten, unter anderem mit einem positiven Umfeld in Polen und einem schwachen Umfeld in Russland und der Türkei. In Nordamerika wird im für das Geberit Geschäft in den USA wichtigen institutionellen Bausektor ein leichtes Wachstum und im Wohnungsbau ein Rückgang vorhergesagt.

In der Region Fernost/Pazifik dürfte sich der chinesische Wohnungsbau weiterhin positiv entwickeln; in Australien wird ein Rückgang in der Bauindustrie erwartet, während die Situation in Indien positiv eingeschätzt wird. Die Region Nahost/Afrika ist durch ein schwaches Marktumfeld in der Golfregion geprägt und der Baumarkt in Südafrika stagniert. Die Unsicherheit über die Entwicklung der Rohmaterialmärkte ist weiterhin hoch und macht einen Ausblick schwierig. Nach höheren Rohmaterialpreisen im zweiten Quartal wird im dritten Quartal insgesamt ein stabiles Rohmaterialpreisniveau erwartet.

Ziel im Jahr 2019 ist es für die Geberit Gruppe, über das gesamte Produktsortiment und in allen Märkten überzeugende Leistungen zu erbringen und wie in den Vorjahren Marktanteile zu gewinnen. Die Unternehmensleitung erwartet für 2019 insgesamt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3-4% und eine operative Cashflow-Marge von 28-29%.

Weitere Auskünfte erteilen:

Geberit AG
Schachenstrasse 77, CH-8645 Jona
Christian Buhl, CEO                                                       Tel. +41 (0)55 221     63 46
Roland Iff, CFO                                                               Tel. +41 (0)55 221     66 39
Roman Sidler, Corporate Communications & IR          Tel. +41 (0)55 221  69 47

Zusätzliche Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.geberit.com sowie im Halbjahresbericht unter www.geberit.com/halbjahresbericht.

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