Denkschubser   |   

Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.    Mahatma Gandhi

18.08.2019

Meldung

05.08.2019: GC-Gruppe: Diese Werkzeuge braucht der Handwerker heute

Die Mönner GmbH ist digitaler Vorreiter im Fachhandwerk / Geschäftsführer Michael Mönner arbeitet am papierlosen Büro

Mönner GmbH Aussenansicht

In einem stilvollen Sendlinger Eckgebäude, mit direktem Blick auf das Haus St. Josef und dessen prächtige Glockentürme, schlägt das digitale Herz des Handwerks. Michael Mönner, Geschäftsführer der Mönner GmbH, ist als Vorstand der Innung München ganz nah dran an den Zukunftsthemen – und bringt seinen Betrieb seit Jahren digital auf Kurs. Ein Weg, der sich bezahlt macht.

Michael Mönner leitet die Mönner GmbH gemeinsam mit seiner Schwester Stephanie Prägert Michael Mönner leitet die Mönner GmbH gemeinsam mit seiner Schwester Stephanie Prägert in dritter Generation. Als Spezialisten für Bäder und mit der Expertise für Heizung, Elektro und Fliesen hat sich das Unternehmen im Großraum München einen Namen gemacht. „Wir haben 15 Mitarbeiter und damit eine gute Größe“, sagt der 38-Jährige. Die große Offenheit gegenüber neuen Werkzeugen zeichnet den Betrieb aus. Ein Muss in sich wandelnden Zeiten und angesichts knapper Platzverhältnisse für Büro, Lager und Ausstellung. Mönner: „Ich habe hier nur wenig Platz. Datenträger sammeln sich leichter als Ordner.“

Die ersten digitalen Fingerübungen wagte die Mönner GmbH bereits vor vielen Jahren. Michael Mönner muss schmunzeln, wenn er an die Zeiten mit dem 286er zurückdenkt und beschreibt nicht ohne Stolz, wie zwei Monteure schon vor zehn Jahren auf kleinen 9-Zoll-Geräten von unterwegs Regieberichte geschrieben haben. „Das hat sich fortgesetzt. Jetzt haben wir draußen vier Laptops im Einsatz. Alles läuft digital, der Kunde unterschreibt auf dem Display und wir schicken Unterlagen per Mail raus, sodass nicht mehr gedruckt werden muss. Die gesamte Kundenabwicklung läuft über das Tablet. Damit werden die Aufträge geschrieben und die Bestellungen vorbereitet. Meine Mitarbeiter haben von unterwegs Zugang zum Online-Shop des Großhandels und können beispielsweise über die GC-App alles nachschauen. Nicht zuletzt, in welchem ABEX in der Nähe sich ein bestimmter Artikel befindet“, betont der Diplom-Ingenieur für Versorgungstechnik. Alles, was in Datanorm vorhanden sei, bestelle er online. „Ich bin froh, wenn ich kein Fax bekomme und auch keines wegschicken muss“, sagt Mönner.

Papier. Wenn Michael Mönner das Wort ausspricht, hebt sich seine Stimme. „Das ist ein heißes Thema“, sagt er und denkt dabei an die Innungsveranstaltungen, in denen einige Kollegen noch immer auf Papierrechnungen schwören und auch an die vielen Ordner, die sich in seinem Büro stapeln würden, hätte er seinen Betrieb analog weitergeführt. „Ich will alles, bloß kein Papier. Meine Schwester und ich sind hier auf einem guten Weg. Ich kann auf Knopfdruck Rechnungen erstellen, muss nicht mehr abtippen und kann alles problemlos lesen. Die Zuordnung zu den eingebauten Produkten ist eindeutig. Wir verschlanken unsere Büroprozesse also enorm.“

Seit dem Jahr 2002 arbeitet das Unternehmen mit der Fachhandwerkersoftware Label. Modul um Modul erweiterte die Mönner GmbH den Einsatz der Software. „Wir schreiben alle Angebote damit, auch die Rechnungen, die Zeitwirtschaft, die Terminkoordination, die Kundendienstaufträge und das Wartungsmanagement laufen darüber“, sagt Mönner. Über die UGL-Schnittstelle erfolgen die Bestellungen aus der Fachhandwerkersoftware im Online-Shop des Großhandels.

Michael MönnerWährend die Stärken der Fachhandwerkersoftware noch nachhallen, setzt Michael Mönner seine Reise durch die Welt der digitalen Möglichkeiten fort und landet bei den Vorteilen der elektronischen Rechnungsstellung mit ZUGFeRD. Eine Stunde täglich opferte er früher für die Rechnungsbearbeitung, heute seien es zehn Minuten. „ZUGFeRD erleichtert uns wahnsinnig die Arbeit. Wir lesen unsere Kontoauszüge digital ein, ich muss nicht mehr schauen und tippen, sondern übernehme die Inhalte aus der Software. Es ist alles drin, ich sehe, ob die Preise passen, die Kommission ist ausgefüllt und es wird sofort angezeigt, wenn etwas nicht stimmen sollte.“ Eingangsrechnungen prüfe er noch immer selbst, aber ebenfalls nicht mehr auf Papier, sondern auf dem Bildschirm. Mönner: „Dafür habe ich jetzt zwei Bildschirme. Das geht auch sicher eine halbe Stunde schneller als wenn ich jede Papierrechnung checken würde.“

Digitale Veränderungen in einem Betrieb anzugehen und durchzusetzen, bedarf Überzeugungsarbeit. „Wenn der Chef sagt, wir machen das jetzt, und keiner will es, scheitert es. Wir müssen die Mitarbeiter ins Boot holen“, sagt Michael Mönner. Die Nutzung der Tablets kommunizierte er im Rahmen einer internen Schulung. In München macht’s aber auch die Mischung aus jungen und älteren Kollegen. „Die jungen Kollegen sagen, wir wollen das, die alten Kollegen sehen, dass es gut funktioniert und wollen es dann auch. Das ist ein Generationenthema, aber das passt gut zusammen.“ Wie in den Anfangsjahren, als Michael Mönner gemeinsam mit seinem Vater die digitalen Veränderungen vorantrieb. Beim Thema ZUGFeRD wiederum war es seine Schwester, die deutliche Vorteile für den Betrieb erkannte. Mit Unterstützung seines Großhandelspartners Gienger München digitalisierte Michael Mönner zudem sein Lager, arbeitet seitdem mit Barcodescannern und kann die Materialbestellung über die UGL-Schnittstelle direkt abschicken.

Im Blindflug den ganzen Betrieb zu digitalisieren kommt für Michael Mönner nicht in Frage. Zusammen mit seinen Mitarbeitern bewertet er genau, was sein Unternehmen wirklich weiterbringt. Was nicht passt, lässt er. „Theoretisch können wir unsere Fahrzeuge aus Label heraus über GPS orten und den Kundenauftrag auf das Navi schicken. Das haben wir getestet und festgestellt, dass wir damit mehr Aufwand hatten als vorher.“ Bewusst entschied sich die Mönner GmbH nach einer Testphase gegen einen Heizungsrechner auf seiner Webseite. Stattdessen nutzt er den Service des Online-Heizungstools Thermobox zur Auftragsgewinnung.

Die eigene Webseite spielt für Michael Mönner eine wichtige Rolle. Sie ist seine Visitenkarte für Kunden und potenzielle neue Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr ließ er die Seite überarbeiten und auch für Tablet und Smartphone optimal nutzbar machen.  Ein 360-Grad-Showroom sorgt für besondere Einblicke ins Bad. „Das Internet wird immer wichtiger. Das sehen wir auch an den Zugriffszahlen. Die Kunden informieren sich vermehrt im Netz.“

Michael Mönner ist längst nicht am Ziel seiner digitalen Reise. Zusammen mit dem Innungsvorstand fuhr er auf der Suche nach neuen Ideen und Lösungen durch ganz Deutschland. Noch in diesem Jahr steht die Einführung einer digitalen Bauakte auf der Agenda des Betriebs, damit sich seine Mitarbeiter am Tablet oder Smartphone die Pläne, Montageanleitungen oder Maßskizzen anschauen können und diese nicht mehr ausdrucken müssen. Stichwort Papier.

Die Bedeutung des Internets und der digitalen Werkzeuge steigt rasant. Große Chancen gehen mit dieser Entwicklung für das Fachhandwerk einher. Die Vorteile liegen auch für Michael Mönner klar auf der Hand: „Die Prozesse werden schneller, einfacher und fehlerfrei. Wir alle sparen dadurch eine Menge Zeit. Und wir sind uns bewusst: ,Wir kommen alle nicht an der Digitalisierung vorbei. Man wird zwar nicht alles digitalisieren können, aber auch nicht sagen können, ich bleibe ein analoger Betrieb. Wer sich verweigert, scheitert’.“ Die Mönner GmbH hat sich längst für den Fortschritt entschieden.

Alle News von GC Sanitär- und Heizungs-Handels-Contor GmbH anzeigen


Telefon:  0421 - 2029-0

GC Sanitär- und Heizungs-Handels-Contor GmbH
GC Sanitär- und Heizungs-Handels-Contor GmbH
Altenwall 6
28195 Bremen
Deutschland
Schließen
Diese News weiterempfehlen:
Send this form

*) Pflichtfelder

Ihre Mail-Adresse und die Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet.

Nach oben