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Der Zorn ist ein kurzer Wahnsinn.    Horaz

23.09.2019

Meldung

26.05.2019: SHK AG rückt vor auf Zukunft

Verbundgruppe wird Genossenschaft I 1 Mio. Sonderausschüttung I breite Zustimmung für digitale Markenführung

Mit sehr großer Mehrheit stimmten die Gesellschafterinnen und Gesellschafter der SHK der Umwandlung ihrer Verbundgruppe in eine eingetragene Genossenschaft zu.

Rund 560 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie mehr als 70 Aussteller waren zum diesjährigen SHK-Jahreskongress nach Mainz gekommen, um in der Rheingoldhalle vom 16. bis 18. Mai Marktchancen auszuloten, wichtige Veränderungsprozesse zu beschließen und die künftige Markenentwicklung zu diskutieren.

Sven Mischel, Vorstand der SHK AG und designierter Vorstand der SHK eGÜberschattet wurde der erste Kongresstag durch einen Großbrand im alten Teil der Rheingoldhalle. Doch das Beharrungsvermögen der Teilnehmenden wurde dadurch nicht erschüttert: „Das Motto unseres diesjährigen Kongresses lautet: Rücke vor auf Zukunft. Damit signalisieren wir, dass es gerade in unserer schnelllebigen Zeit sehr wichtig ist, als starke Gemeinschaft den eintretenden Wandel anzunehmen und im Interesse eines jeden Einzelnen positiv zu nutzen. Zusammenkommen, zusammenbleiben, zusammen tolle Ideen umsetzen – nur so sind wird erfolgreich!“, sagte SHK-Vorstand Sven Mischel.

Das habe sich besonders deutlich gezeigt, als klar war, dass die Rheingoldhalle und die angrenzenden Seminarräume des Hilton Hotels nicht genutzt werden können. „In einem gemeinsamen Kraftakt ist es meinem Team – zusammen mit der Mainzplus Citymarketing Gesellschaft und dem Hilton-Hotel – noch am gleichen Tag gelungen, die geplante Abendveranstaltung in das Kurfürstliche Schloss zu verlegen. Dafür nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, insbesondere an die etwa 150 Feuerwehrleute und Rettungsdienste, die im Einsatz waren.“

Am Freitag und Samstag konnte die Tagung und Lieferantenmesse im Gutenbergsaal der Rheingoldhalle und den angrenzenden Gutenberg-Foyers wie geplant weitergehen, bei bester Stimmung seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch der beteiligten Lieferanten und Dienstleister.

Die Gesellschafterversammlung hat den Wechsel der Rechtsform beschlossen: Aus der SHK Verwaltungs AG & Co. KG wird eine eG mit Rückwirkung zum 01.01.2019. Der zweite Schritt folgt zwölf Monate später: die Aufwärtsverschmelzung der SHK Einkaufs und VertriebNeue Unternehmensform ist beschlossen

Mit großer Mehrheit hat die Gesellschafterversammlung der Umwandlung ihrer Verbundgruppe in eine eingetragene Genossenschaft zugestimmt. Damit werde die seit Gründung im Jahr 1988 praktizierte genossenschaftliche Ausrichtung nunmehr auch als Unternehmensform deutlich. Dieser Vorgang erfolgt in zwei Schritten:

Der erste Schritt ist die bereits beschlossene Umwandlung der SHK Verwaltungs AG & Co. KG in eine eG mit Rückwirkung zum 01.01.2019. Der zweite Schritt folgt zwölf Monate später: die Aufwärtsverschmelzung der SHK Einkaufs und Vertrieb AG in eine eG.

Thorsten Renk, kaufmännischer Leiter der SHK AG und designierter Vorstand der SHK eG Der Vorstand ist gemäß Genossenschaftsgesetz mit zwei Personen zu besetzen. In Falle SHK mit Sven Mischel als Vorstandsvorsitzendem und Thorsten Renk als zweitem Vorstand Finanzen, Personal und ZR. „Da Thorsten Renk erst seit dem 01.04.2019 in der SHK als kaufmännischer Leiter tätig ist, wird er zunächst für die kommenden zwölf Monate diese Vorstandsposition besetzen“, so SHK-Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Bock.

Alfred Bock, Vorsitzender des SHK-Aufsichtsrats und -Beirats, stellte den solidarischen Ge-danken heraus: „Nur als vereintes Fachhandwerk, nur durch ein starkes, verbindliches Mitei-nander werden wir den Wandel gestalten.“Die eG ist im Jahr 2019 noch nicht operativ tätig. Somit bleibt die SHK Einkaufs- und Vertrieb AG bis zur Aufwärtsverschmelzung durch Beschlussfassung bei der Gesellschafterversammlung 2020 die operative Organisation. Für die neue eG wurde auch der Aufsichtsrat (Alfred Bock, Gerald Krenn, Peter Ullrich) und der beratende Beirat (Ina Säuberlich, Jens Furchtmann, Carsten Holler, Horst Langen, Markus Rettinger und Günter Schurr) – analog zur Besetzung bei der AG – gewählt

„Wirtschaftlich steht die SHK top da“

SHK-Vorstand Sven Mischel unterstrich die wirtschaftsdemokratische Ausrichtung der Ge-nossenschaftsform: „Wir leben als Verbund, was wir sein wollen, und werden das, was wir immer schon waren.“In seinem Bericht erläuterte Wirtschaftsprüfer Stefan Träumer, die SHK stehe grundsolide da mit einem Eigenkapital von 68 % allein in der KG, einer Dividende auf Vorjahresniveau und einem Sonderbonus in Höhe von 1 Mio. Euro, der in diesem Jahr erneut zur Ausschüttung kam. Vorstand Sven Mischel betonte: „Wirtschaftlich steht die SHK top da. Unsere Kooperation verzeichnet das größte ZR-Umsatzvolumen in unserer Branche. Dabei bleiben wir in Sachen Mitgliedergewinnung unserer Maxime treu: lieber Qualität statt Quantität. Damit einher gehen die personellen, strukturellen und organisatorischen Veränderungen, die 2018 umgesetzt wurden und auch 2019 zu weiteren Modifikationen führen werden. „Wir machen uns fit für die neuen Herausforderungen im Markt und für den dauerhaften Erhalt des freien Unternehmertums in unserem Fachhandwerk,“, so Mischel.

Lieferantenpartner hochzufrieden

War der erste Tag der Lieferantenmesse buchstäblich in Rauch aufgegangen, erwies sich in den beiden Folgetagen das Messekonzept einer Mischung aus Ausstellung, Catering, Vorträgen sowie vielfachen Begegnungsmöglichkeiten als goldrichtig. Stellvertretend für viele positive Rückmeldungen – in Form von persönlichen Gesprächen, Posts in den Sozialen Medien, E-Mails – sei hier eine zitiert: „Nochmals vielen, vielen Dank für euren Elan und eure Flexibilität. Es war eine Superveranstaltung. Für uns Lieferanten gab es ja am Freitag ein Feuerwerk an Besuchern, die fast nicht zu schaffen waren, deshalb ‚Sorry‘ für die, die sich nicht ausreichend beraten fühlten. Ich denke, das werden wir 2020 besser machen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Kongress. Der Lieferantentag am Donnerstag mit Catering auf der Messe ist eine super Idee.“

Workshop beim SHK-Markentag: Neuerungen in der digitalen Markenführung erläuterte SHK-Mitarbeiterin Tina Götz den an der Marke Die Badgestalter teilnehmenden Mitgliedern.Markentag stellt Weichen

Der in den Kongress integrierte Markentag nahm in diesem Jahr die Kooperationsmarke Die Badgestalter in den Fokus, die neben der zweiten Kooperationsmarke Meister der Elemente die Kompetenz in puncto Komplettbad und Teilsanierung Richtung Endverbraucher kommuniziert. Marketingchefin Stefanie Jung verdeutlichte mit ihrem Team in Form einer szenischen Aufführung die besondere Beziehungsqualität des Markenversprechens, die im neuen Claim „Die besten Momente sind persönlich“ ihren Ausdruck findet: „Wir lesen unseren Kunden die Wünsche von den Lippen ab. Auch wenn sie sich mal nicht bewegen.“

In den Workshops zu den Themen klare Positionierung, digitale Markenführung und einheitliche Prozess-Standards wurde intensiv über notwendige Anpassungsmaßnahmen diskutiert. Schnell war man sich darin einig, dass es noch mehr Verbindlichkeit der Markenteilnehmer brauche und noch mehr Präsenz und Prägnanz an den analogen wie auch digitalen Berührungspunkten zwischen Marke und Verbraucher. Dies bedeute unter anderem: mehr Konsequenz in der Markenumsetzung, mehr Investitionsbereitschaft, mehr Markenteilnehmer, Anreize für aktive Mitglieder und mehr Verpflichtung Richtung Lieferantenpartner. Große Zustimmung fand die optimierte digitale Markenführung wie auch eine höhere regionale und überregionale Markenbekanntheit, einheitliche Qualitätsstandards und strategischer Einkauf.

Bestätigung und Inspiration fanden die Kongressteilnehmer durch die beiden Gastreferenten Jörg Löhr und Suzanne Grieger-Langer. In einem brillanten, kurzweiligen Vortrag motivierte Jörg Löhr die Chefinnen und Chefs mutig Veränderungen anzugehen und die jüngere Generation dabei mitzunehmen: „Versuchen wir, das zu bewahren, was wir erarbeitet haben, verlieren wir künftig, was wir erarbeitet haben.“ Es gehe darum, die eigenen Ansprüche zu erhöhen, limitierende Überzeugungen zu vermeiden und mit eigener Strategie erfolgreich zu sein.

Wirtschaftsprofilerin Grieger-Langer warf unterhaltsam, aber präzise einen genauen Blick auf die wahre Macht der Marke und deren Erfolgsmuster. Ihre These: Eine Marke sei menschlich, habe eine Hintergrundgeschichte, eine Macke (niemand will etwas Perfektes), sie polarisiere, zeige Ecken und Kanten. „Wenn ich Marke bin, dann muss ich keine Preise verhandeln, ich setze den Preis fest. Dann muss ich nicht um Aufträge bitten, ich werde um Leistung gebeten.“ Eine Marke rede nicht darüber, was sie tue und wie sie es tue, sondern warum es sie gebe. Im Sinne der Badgestalter: weil die besten Momente persönlich sind – gerade, wenn ein individuelles Wohlfühlbad gewünscht wird.

Mehr Regionaltage in 2019 – Jahreskongress 2020 in Düsseldorf

Um Informationen aus erster Hand zu erhalten und Zukunftsprojekte zu diskutieren, sind die Mitglieder eingeladen zur Teilnahme an diesmal acht zweitägigen Regionaltagen einschließlich Lieferantenpräsentationen. Am ersten Tag stehen SHK-Themen auf dem Programm, der zweite Tag gilt den beiden Kooperationsmarken der Verbundgruppe.

Regionaltage NORD

Zeuthen bei Berlin am 13./14.06.2019

Haltern am See am 12./13.09.2019

Hildesheim am 26./27.09.2019

Jesteburg am 10./11.10.2019

Regionaltage SÜD

Niederwiesa bei Chemnitz am 14./15.11.2019

Bruchsal am 19./20.11.2019

Leipheim am 21./22.11.2019

Koblenz am 28./29.11.2019

Der SHK-Jahreskongress 2020 wird vom 14. bis 16.05.2020 in Düsseldorf stattfinden, mit integriertem Markentag am 14.05.2020.

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