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24.04.2019

Meldung

03.04.2019: REHAU unterstützt Hilfsprojekt im Irak mit technischer Kompetenz

Innovation als soziale Investition

Um auch in schwer zugänglichen Konfliktregionen den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung zu unterstützen, entwickelte das belgische Architekten- und Ingenieurteam DMOA mit „The Maggie Shelter“ besondere Zufluchtsorte. (Bildrechte: DMOA)

In Krisengebieten ist besondere Innovationskraft gefragt, um unter den schwierigen Bedingungen alltägliche Bedürfnisse wie ein warmes Zuhause zu gewährleisten. Als weltweit agierendes Familienunternehmen bringt der Polymerspezialist REHAU im Projekt „Maggie goes to Yezidi“ sein technisches Know-how in ein Bildungszentrum für geflüchtete jesidische Kinder ein, wo ihre Traumata durch Krieg, Missbrauch und Gefangenschaft behandelt werden.

Drei Unterkünfte der Reihe „The Maggie Shelter“ wurden mit Flächenheizsystemen von REHAU ausgestattet. (Bildrechte: REHAU)Ein temporäres, aber sicheres Zuhause für geflüchtete Menschen weltweit: Mit diesem Anspruch rief das belgische Architekten- und Ingenieurteam DMOA das Programm „Maggie“ ins Leben. Um auch in schwer zugänglichen Konfliktregionen den Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung zu unterstützen, entwickelten die Architekten mit „The Maggie Shelter“ besondere Zufluchtsorte. Ihr Design erinnert an Zelte, sie bieten jedoch eine feste Struktur. Aufgrund zahlreicher Kriterien wie Wind- und Regenbeständigkeit sind die Konstruktionen robust genug, um der Witterung mindestens 15 Jahre zu trotzen. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: „The Maggie Shelter“ eignet sich für Krankenstationen, Schulen, Bildungszentren, gut temperierte Lagerräume oder Koordinationsstellen. Das liegt nicht zuletzt an der modularen Ausstattung. Im Austausch mit den Architekten und Ingenieuren von DMOA nahm sich REHAU der idealen Temperierung von diesen Unterkünften im nordirakischen Flüchtlingscamp Sharya an. Hier schafft DMOA im Projekt „Maggie goes to Yezidi“ gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation Panaga eine Infrastruktur für traumatisierte Kinder. Für regelmäßigen Unterricht und Therapieangebote entstehen in Zelten des Typs „The Maggie Shelter“ mehrere Räume, die an die Bedingungen vor Ort angepasst sind. „In diesem Programm vereinen sich soziales Engagement und Innovationskraft in einzigartiger Weise“, betont Joost Saelens, Country Manager BeLux bei REHAU.

Die Einsatzmöglichkeiten von „The Maggie Shelter“ sind vielfältig. Im Austausch mit den Architekten und Ingenieuren von DMOA nahm sich REHAU der idealen Temperierung von diesen Unterkünften im nordirakischen Flüchtlingscamp Sharya an. (Bildrechte: DMOA)An manchen Tagen im Sommer steigt die Temperatur im Flüchtlingscamp Sharya in unerträgliche Höhe, die Winter jedoch sind kalt und nass. „Die Yezidis leben in unmenschlichen Bedingungen. Der Winter ist hart und die Zelte sind undicht und voller Schlamm ”, beschreibt die Traumapsychologin Dr. Michelle Sanders die allgemeine Situation vor Ort. Gegen die Kälte standen Kerosinöfen zur Verfügung, die in der Gegend üblicherweise zum Heizen und Kochen verwendet werden. Durch das bei der Verbrennung frei gesetzte Kohlenmonoxid bedeuten sie jedoch eine Gefahr für die Gesundheit. Wer mit den Kerosinöfen lebt, leidet häufig an Lungenproblemen und ist dem Risiko einer Kohlenmonoxid Vergiftung ausgesetzt. Zudem können die Zelte durch die offenen Öfen Feuer fangen. Drei Unterkünfte der Reihe „The Maggie Shelter“ wurden daher mit modernen Flächenheizsystemen ausgestattet, die REHAU produzierte und als Spende zur Verfügung stellte. Durch die niedrige Aufbauhöhe und das geringe Gewicht konnte das System einfach und schnell in die Zeltkonstruktion integriert und auf einer Fläche von insgesamt etwa 200 Quadratmetern verlegt werden. Zum Kühlen und Heizen kommt eine zentrale Wärmepumpe zum Einsatz. „Mit unserem Flächenheizsystem haben wir die richtige Funktionalität für die herausfordernden klimatischen Bedingungen geschaffen und können vor allem den Risiken vorbeugen, die von den althergebrachten Kerosinöfen für die Gesundheit und Sicherheit der Kinder ausgingen“, resümiert Joost Saelens.

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