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Wer nicht von Grund auf umdenken kann, wird nie etwas am Bestehenden ändern.    Anwar Sadat

15.02.2019

Meldung

14.02.2019: Badgestaltung beginnt da, wo Badplanung aufhört

Ein neues Bad sollte nicht nur funktionalen Ansprüchen genügen

16 frischgebackene Dipl.-Badgestalter (SHK) freuen sich über den gelungenen Abschluss.

Innenarchitekt Hanns-Christian Hofmann leitet das Seminar zum Dipl.-Badgestalter (SHK).16 erfahrene Badplaner haben kürzlich die Zusatzausbildung zum Diplom-Badgestalter (SHK) bei der SHK AG absolviert. Kursleiter Hanns-Christian Hofmann, Chef der Innenarchitekturabteilung dieser Handwerkerkooperation, erläutert, was die Unterschiede zwischen Badgestaltung und Badplanung sind.

„Selbstverständlich wird eine gute Badplanung nicht nur die funktionalen Aspekte eines neuen Bades berücksichtigen, sondern auch Design, Lichtführung und Raumwirkung beachten“, sagt Hanns-Christian Hofmann. Er fügt hinzu: „Was wir jedoch unter Badgestaltung verstehen, geht darüber hinaus.“

Für eine gute Badgestaltung braucht es, laut Hofmann, in erster Linie „Freude und Spaß an der Aufgabe sowie Offenheit, sich auf die Kundenwünsche einzulassen und Bereitschaft, diese mit Kreativität und durch das Verlassen von ausgetretenen Wegen auch zu realisieren.“

Unter anderem wird die Erstellung überzeugender Collagen für den Badverkauf geübt.Wie das geht, vermittelt der Innenarchitekt der SHK AG gemeinsam mit weiteren Fachreferenten in dem Studiengang zum Diplom-Badgestalter (SHK). Das Seminar richtet sich an all jene, die bereits in Beratung, Planung und Verkauf von Komplettbädern Erfahrungen haben. In sechs Modulen à zwei Tagen erarbeiten sich die Teilnehmer das Wissen, wie sie die Wünsche ihrer Kunden in ausdrucksvollen Präsentationen abbilden. Sie erlernen die gestalterischen Techniken zur Badplanung und Präsentation und steigern ihre Planungs- und Badgestaltungskompetenz. Neben dem Verständnis von Farben und Farbwirkung erfahren sie, wie sie das geplante Bad emotional verkaufen und die Umsetzung beim Kunden perfekt organisieren.

Die Qualität des Raumes erkennen

Praktische Übungen nehmen beim Lehrgang einen breiten Raum ein.Hofmann gibt Tipps zu seiner Herangehensweise, wenn ein Bad optimal gestaltet werden soll: „Zu allererst müssen wir auch die Qualitäten eines Raumes erkennen: Ist er schmal oder verwinkelt, hat er eine hohe Decke oder eine Dachschräge? Es ist hilfreich, nicht gegen diese Wahrnehmungen zu arbeiten, sondern mit ihnen. So gilt es, den Raum neu zu denken und nicht nur die Objekte zu tauschen. Der Planer sollte sich frei davon machen, von dem, was vorher an der Wand gestanden hat.“

Für die Ideenfindung sei es gut, frei und unbelastet an die Aufgabenstellung heranzugehen. Erst in der Entwurfsplanung rücken dann Statik und die technischen Voraussetzungen in den Fokus.

Der Badgestalter fragt nicht nur nach Funktionen. Er will die gesamte Raumwirkung im Blick behalten. Wichtig sei daher, nicht sofort in Produkten zu denken und nur auf die Fertiglösungen der Industrie zurückzugreifen. Die seien natürlich hilfreich, aber Produkte sind, laut Hofmann, erst der zweite Schritt in der Badgestaltung.

Ein überzeugender Plan ist die Grundlage für eine gelungene Badrenovierung.So arbeitet der Profi mit Farbe im Bad

Gerade im Bad als Ort intimer Begegnung können Farben eine Kraftquelle der besonderen Art sein. Vor allem dann, wenn Farbtöne stilsicher inszeniert sind. Wichtig dabei: auf die Gefühlswerte (warm/kalt) von Farben achten und auch die Farbbedeutung (Symbolik) mit in das individuelle Farbkonzept für ein neues Bad einbeziehen. Für Franziska Zingel ist das ein ganz wesentlicher Aspekt. Die Farbexpertin ist Referentin beim SHK-Badgestalter-Seminar. Sie sagt: „Schon die antike Heilkunde hat mit Farben experimentiert. Und nicht erst seit Goethes Farblehre wissen wir: Rot wirkt gefäßerweiternd, Blau hingegen gefäßverengend. Wenn beispielsweise jemand schnell friert, ist von zu viel Blautönen im Wohnumfeld abzuraten. Wer es gerne heimelig mag, sollte sich eher mit wärmeren Farben umgeben.“ All dies kann in der farblichen Anmutung eines Raumes mitschwingen oder ganz bewusst betont werden.

Zum Thema Farbe im Bad sagt Hofmann: „Wir achten konsequent auf architektonische Bezugslinien und stärken diese durch ein ebenso konsequentes Farbkonzept. Ich muss aber genau wissen, welchen Raumzonen ich Farbe zuordnen darf, denn sie ist dann nicht mehr nur dekorativ, sondern unterstützender Bestandteil der Architektur.“

Die Seminarteilnehmer gestalten Bäder, die ihre Kunden begeistern.Gut geplant lässt sich Licht variabel nutzen

Eine Ausleuchtung der einzelnen Funktionen mit Tageslicht ist in der Regel im Bad nicht gegeben. Das wird der Badgestalter mit Kunstlicht natürlich ausgleichen. Ein erfahrener Badgestalter wird auch berücksichtigen, dass das Bad zu unterschiedlichen Tageszeiten genutzt wird. Dementsprechend wird er eine variable Beleuchtung planen. So können die Benutzer zum Beispiel am Morgen zum Aufwachen ein kühles Lichtspektrum wählen, abends, zum Entspannen, eher warme Lichttöne und nachts nur eine kleine Orientierungsbeleuchtung.

Zudem kann der Badgestalter durch geschickte Inszenierungen einen Mehrwert hinsichtlich der Raumqualität erreichen. Dachschrägen lassen sich zum Beispiel mit Effektbeleuchtung eindrucksvoll gestalten. So wird ein Bad dramatisch stimmungsvoll. – Streiflicht ist bei einem Bad mit Wellnesscharakter ein probates Mittel. Da genügen oft schon ein oder zwei Einbauspots. – Nicht zuletzt durch das Zusammenspiel von Licht, Material, Struktur und Farbe gelingt eine perfekte Badgestaltung. Effektlicht an einer nur weißen Wand ist wenig sinnvoll.

Der Kurs berücksichtigt alle Aspekte der Badgestaltung

Das Architektenteam der SHK AG: Sandra Pharrachova und Hanns-Christian Hofmann.Die Trainer des SHK-Seminars vermitteln alle Fertigkeiten, die eine gelungene Badgestaltung ausmachen. Das Themenspektrum erstreckt sich von der barrierefreien Badplanung über Grundlagen der Licht- und Elektrotechnik über Materialpräsentation bis zur Kommunikation mit den Kunden. Freihandzeichnen und faszinierendes Präsentieren stehen ebenfalls auf dem Kursplan. Die Teilnehmer erfahren auch, wie der Verkaufsprozess abläuft, wie Kundenwünsche erkannt werden und wie der Aufbau einer guten Beziehung zum Kunden gelingt. Ebenfalls geübt werden emotionale Angebotspräsentation und Abschlusstechniken des Verkaufsgespräches.

André Höbing verantwortet drei Module des Lehrgangs. Der Trainer, Berater und Ausstellungsplaner unterrichtet Badplanung, Design und zeigt den Weg zum Spitzenverkäufer. Er sagt: „Seid anders als die Anderen. Gebt dem Kunden das Gefühl, dass er nur von Euch sein perfektes Bad bekommen kann.“

Katja Künkler von der Lüstra GbR in Rösrath bestätigt den hohen Praxisbezug des Lehrgangs: „Ich habe aus dem Seminar viele neuen Ideen bekommen und fühle mich gefestigt in meinem Beruf.“

Innenarchitektur, ein besonderer Service der SHK AG

Die Innenarchitekten der SHK AG bieten den Mitgliedsunternehmen umfangreichen Service rund um den individuellen Firmenauftritt und die Realisierung von faszinierenden Ausstellungen. Die Arbeit ist umfassend: Das Firmengebäude wird in seinen Qualitäten analysiert und die dazu passenden Raumkonzepte entwickelt. Egal, ob Badausstellung oder eine technische Präsentation voller Emotionen, die Innenarchitekten der SHK AG entwickeln ein maßgeschneidertes Konzept.

SHK Einkaufs- und Vertriebs AG

Der Unternehmenszweck der Kooperation des SHK-Fachhandwerks besteht in der Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Mitgliedsbetriebes durch gemeinsamen Einkauf, Marketing, Qualifizierung und Zugang zu weiteren professionellen Dienstleistungen des modernen Handwerksmanagements.

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