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Es ist dem Menschen nicht möglich, sich Einflüssen zu entziehen.    André Gide

21.08.2019

Meldung

08.02.2019: DEPV: Neues Förderprogramm für Prozesswärmeerzeugung aus Holz

Von der Trockenkammer im Sägewerk über die Wäscherei bis zum Backofen

Das neue Programm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft - Zuschuss und Kredit" fördert seit Januar 2019 Holzkessel, die mindestens 50 Prozent Prozesswärme erzeugen. Hierfür gibt es wahlweise eine Kreditförderung (KfW-Programm 295) oder einen Zuschuss in gleicher Höhe über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). DEPV- Geschäftsführer Martin Bentele begrüßt dieses Förderprogramm: „Mit ihrem breiten Einsatzspektrum ist die moderne Holzenergie auf der Basis von Pellets und Hackschnit­zeln hervorragend zur Prozesswärmeerzeugung geeignet. Von der Beheizung von Tro­ckenkammern im Sägewerk über Wäschereien, Gärtnereien bis hin zur Lebensmittel­produktion gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das neue Förderprogramm zu nutzen!"

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat seine Förderangebote für Prozesswärme zum Jahresbeginn neu strukturiert: Über das neue Programm „Ener­gieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft - Zuschuss und Kredit" werden seit Januar 2019 Holzkessel gefördert, die mindestens 50 Prozent Prozesswärme erzeugen: entweder mit einer Kreditförderung (KfW-Programm 295) oder mit Zuschüssen in gleicher Höhe über das BAFA.

Förderhöhe

Das BMWi hat die Förderung deutlich verbessert: Investitionen von kleinen und mittle­ren Unternehmen (KMU) werden nun mit Investitions- oder Tilgungszuschüssen in Höhe von 55 Prozent der förderfähigen Investitionskosten gefördert. Bei größeren Unterneh­men sind es 45 Prozent. Beim Ersatz eines konventionellen oder der Ergänzung eines bestehenden Wärmeerzeugers, bei Solaranlagen und bei sog. De-minimis-Beihilfen (bis zu 200.000 EUR innerhalb von drei Jahren) sind die gesamten Investitionskosten förder­fähig. Bei allen anderen Vorhaben werden nur die Investitionsmefrrkosten gefördert - das betrifft vor allem große Investitionen in völlig neu errichtete Prozesswärmeanlagen. Die Förderung beträgt max. 10 Mio. EUR pro Vorhaben. Sie darf für die gleiche Maß­nahme nicht mit anderen Förderungen (auch nicht mit Beihilfen nach KWKG und EEG) kumuliert werden.

Förderfähige Kessel und Kosten

Förderfähig sind sämtliche Holzkessel, die auch im MAP gefördert werden können. Bei Holzkesseln bis 100 kW muss die Möglichkeit der Nutzung des Brennwertes überprüft und vom durchführenden Unternehmen bestätigt werden. Holzkessel ab 100 kW müs­sen mit einem Abgaswärmetauscher ausgestattet werden.

Zu den förderfähigen Kosten gehören neben dem Wärmeerzeuger zugehörige Brenn­stofflager und Wärmespeicher und die für die Einbindung in den vorhandenen Prozess und zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierten Mess- und Datenerfas­sungseinrichtungen. Förderfähige Nebenkosten sind Machbarkeitsabschätzungen, Pla­nungskosten, Installationskosten und notwendige Baumaßnahmen zur Aufstellung bzw. Einrichtung der Anlage. Nebenkosten sind nur bis zu einem Anteil von max. 30 % an den gesamten Investitionskosten förderfähig.

Vorhabensbeginn

Zu beachten ist, dass - anders als bei der MAP-Förderung - mit dem Vorhaben erst nach erfolgter Zusage (Zuwendungsbescheid) durch die KfW oder das BAFA begonnen wer­den darf. Von dieser Regelung kann in begründeten Fällen auf Antrag abgewichen wer­den. Beginn des Vorhabens ist der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags. Beratungs- und Planungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn.

Prozesswärme auf Holz- und Pelletbasis wird bereits in folgenden Sektoren eingesetzt:

  • Bäckereien
  • Brauereien
  • Schwimmbäder
  • Autowaschanlagen
  • Wäschereien
  • Destillen
  • Trockenkammern im Sägewerk
  • Gärtnereien
  • Tiermast/Schweinezucht/Fischzucht
  • Pharmaindustrie

Sie finden hierzu auch Praxisbeispiele in der DEPI-Broschüre „Pelletheizungen in kom­munalen Einrichtungen, Wohnungsbau, Gewerbe und Industrie" unter www.depv.de > Mediathek. Zwei Exemplare der Broschüre können kostenfrei bestellt werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum neuen KfW-Förderprogramm 295 Weitere Informationen zum BAFA-Förderprogramm

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