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Die Bürokratie ist es, an der wir überall kranken.    Otto von Bismarck

14.12.2018

Meldung

17.11.2018: Steigende Umsätze, mehr Auszubildende

Elektro- und SHK-Branche in Norddeutschland weiter auf Erfolgskurs

Alle zwei Jahre treffen sich die Branchen auf der deutschlandweit einzigen Gemeinschaftsmesse GET Nord in Hamburg.

Der Bauboom hat den rund 17.000 Gebäudetechnik-Unternehmen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen/Bremen und Schleswig-Holstein in 2017 ein kräftiges Umsatzplus von rund sechs Prozent auf 14,9 Milliarden Euro beschert. Das entspricht einer Steigerung von über 800 Millionen Euro im Vergleich zu 2015. Das teilten die Verbände Sanitär Heizung Klima (SHK) und der Norddeutsche Fachverband Elektro- und Informationstechnik (NFE) im Vorfeld der Messe GET Nord mit, die vom 22. bis 24. November 2018 auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH stattfindet. Alle zwei Jahre treffen sich die beiden Branchen auf der deutschlandweit einzigen Gemeinschaftsmesse, auf der mehr als 500 Aussteller ihre innovativen Produkte, Systeme und branchenübergreifenden Lösungen in den Bereichen Elektro, Sanitär, Heizung und Klima präsentieren.

Fünf Prozent mehr Ausbildungsverträge    

Durchweg positiv hat sich auch die Zahl der Auszubildenden entwickelt: Rund fünf Prozent mehr junge Leute konnten seit 2015 für eine Ausbildung in der Elektro- bzw. SHK-Branche in Norddeutschland gewonnen werden. Insgesamt wurden 13.350 Ausbildungsplätze besetzt, davon 8.383 in Unternehmen der Elektro- und Informationstechnik sowie 4.787 in SHK-Betrieben. Den größten Zuwachs erzielte Hamburg mit 9,2 Prozent, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 9,1 Prozent. Deutlich geringer fielen die Zahlen in Schleswig-Holstein mit 3,1 Prozent und Niedersachsen/Bremen mit 2,8 Prozent aus.  

Qualifizierte Mitarbeiter fehlen    

Die Hochkonjunktur hat jedoch auch ihre Schattenseite, denn während die Umsätze steigen und die Auftragsbücher voll sind, fehlen den Unternehmen zunehmend qualifizierte Mitarbeiter/innen: Lag die Zahl der Beschäftigten in 2015 bei über 131.000, ist sie in 2017 auf unter 130.000 gesunken. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind die Mitarbeiterzahlen mit 23.000 bzw. 18.500 fast konstant geblieben. Indes verzeichneten Hamburg und Niedersachsen/Bremen einen Rückgang um 0,7 bzw. 1,1 Prozent auf etwa 16.500 bzw. 20.000 Mitarbeiter/innen. Noch stärker als die elektrotechnischen Betriebe, die in den vergangenen zwei Jahren 0,6 Prozent ihrer Belegschaft verloren haben, sind die Unternehmen der SHK-Branche vom Fachkräftemangel betroffen. Hier ist das Personal um zwei Prozent auf cirka 47.300 Beschäftige zurückgegangen. Durchschnittlich zählte jedes Gebäudetechnik-Unternehmen in 2017 in Norddeutschland 7,7 Mitarbeiter/innen, in 2015 waren es noch 8,4.

Nachwuchs startet auf der GET Nord durch

Die GET Nord unterstützt den Aufwärtstrend bei den Ausbildungsverhältnissen, indem sie die zukunftsweisenden Berufe in der Gebäudetechnik durch zahlreiche Aktivitäten erlebbar macht. Beispielsweise können Auszubildende im Elektrohandwerk ihr theoretisches Wissen und praktisches Talent in der Werkstattstraße im PowerPark (Foyer Ost. OG) unter Beweis stellen. Für angehende SHK-Handwerker/innen ist der TechnikPark (Übergang Halle B3/B4. OG) eine hervorragende Spielwiese, um bisher Erlerntes auszuprobieren. Zudem ermittelt das SHK-Handwerk jedes Jahr die Besten eines Jahrgangs. In 2018 findet der Bundeswettbewerb für den Ausbildungsberuf zum/zur "Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik" im Rahmen der GET Nord auf dem Hamburger Messegelände ( Halle B3. OG) statt.

Speziell für Nachwuchs-Elektrohandwerker bietet die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) gemeinsam mit den norddeutschen E-Verbänden unter dem Motto "safety first" ein zertifiziertes Sicherheitsseminar zum Thema „Sicheres Arbeiten an elektrischen Niederspannungs-Schaltanlagen und auf Bau- und Montagestellen im Elektrohandwerk“ an. Neben den grundlegenden Gefahren des elektrischen Stroms wird auf besondere Risiken auf Baustellen bei elektrotechnischen Arbeiten hingewiesen. Weiterhin wird der sichere Umgang mit Gefahrstoffen im Zuge dieser Tätigkeiten, die notwendigen persönlichen Schutzausrüstungen und der sichere Umgang mit elektrisch betriebenen Handwerkzeugen vermittelt.

Handwerk live erleben

Fester Bestandteil der Messe ist seit 2012 der Marktplatz der Klempnerei (Halle B3 OG, Stand Nr. 106) auf dem in diesem Jahr erstmals alle an Dach und Fassade eingesetzten Metalle präsentiert werden. Technikbegeisterten ist darüber hinaus der Besuch des Bereiches Werkzeug und Werkzeugmaschinen zu empfehlen, wo die neuesten Trends und Lösungen für Fräsen, Sägen, Bohren und viele weitere handwerkliche Tätigkeiten zu besichtigen und auszuprobieren sind. Ein praktisches Bild vom SHK-Handwerk vermittelt auch die Innung SHK Hamburg durch Vorführungen in ihrer "lebendigen Werkstatt" inmitten der Aussteller.

Wer mit einem der zahlreichen Zukunftsberufe liebäugelt, den Gebäudetechnik-Unternehmen bieten und sich über die Tätigkeitsfelder sowie Karrieremöglichkeiten im Detail informieren möchte, sollte die GET Nord nutzen, um mit entsprechenden Betrieben und Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Auch die anwesenden Auszubildenden geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag und berichten über ihre Erfahrungen.

Über die GET Nord

Als bundesweit einzige Fachmesse vereint die GET Nord die Bereiche Elektro, Sanitär, Heizung und Klima unter einem Dach und gibt dem Fachhandwerk damit wichtige Impulse für das Verständnis vom „Haus als System“. Das zukunftsweisende Messekonzept ist stringent auf die Vernetzung und das Ineinandergreifen der verschiedenen Gewerke ausgerichtet. Die GET Nord ist deshalb richtungsweisend für den Weg zu intelligenten und energieeffizienten Gebäuden.

Die Besucher erwartet auf dem Gelände der Hamburg Messe ein umfassender Marktüberblick über die Bereiche Handwerk, Handel, Industrie, Planung, Architektur und Dienstleistung. Dabei ist die enge Zusammenarbeit von Handwerk, Industrie und Großhandel ein wesentlicher Erfolgsgarant der GET Nord.

Weitere Informationen über die GET Nord finden Sie unter: www.get-nord.de

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