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Unternehmer sein heißt, eine differenzierte Sicht der Zukunft zu haben.    Ludwig von Mises

13.08.2020

Meldung

30.07.2020: DEPV: Mehr als 1,5 Mio. Tonnen im 1. Halbjahr 2020

Rekordproduktion von Pellets in Deutschland

In Deutschland wurden im 1. Halbjahr 2020 mit 1,502 Mio. Tonnen (t) so viele Holzpellets wie noch nie produziert. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) begründet dies mit der steigenden Nachfrage nach dem klimafreundlichen Brennstoff im In- und Aus­land gepaart mit einer sehr guten Rohstoffbasis. Darauf haben die deutschen Pellet­produzenten mit Erweiterungen und Neubauten von Werken vor allem in den waldrei­chen Mittelgebirgsregionen reagiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1,329 Mio. t) konnte der Zuwachs erneut gesteigert werden und zwar um 173.0001 (13 Prozent).

Die in Deutschland hergestellten Pellets entsprechen zu 96,6 Prozent der höchsten Qua­litätsklasse ENplus A1. Nadelholz ist der Hauptrohstoff (97,6 Prozent). Der Anteil von Sägerestholz (85,8 Prozent) als bevorzugtes Ausgangsmaterial für die deutschen Pellet­produzenten ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig, was am hohen Schad­holzaufkommen liegt. Für die Forstwirtschaft ist die Pelletproduktion besonders interes­sant, da für Schadholz damit eine neue Absatzmöglichkeit entsteht.

„Endlich wird das große CÜ2-Einsparpotential von Pellets vermehrt genutzt", freut sich Martin Bentele, Geschäftsführer des Branchenverbandes DEPV. „Aufgrund der neuen staatlichen Förderung von bis zu 45 Prozent gehen seit diesem Jahr deutlich mehr Ei­genheimbesitzer, aber auch Gewerbebetriebe, den Heizungstausch aktiv an. Das zeigt sich bereits deutlich an der Anzahl der Erstbefüllungen, worauf die Pelletproduzenten hierzulande zeitnah reagiert haben. Diese Rahmenbedingungen werden eine Verdopp­lung der Anzahl an Pelletfeuerungen auf 1 Million bis 2030 sowie ihre sichere Versor­gung mit heimischen Pellets ermöglichen."

Die Kesselhersteller berichten von Absatzsteigerungen für Pelletheizungen von rd. 150 Prozent im ersten Halbjahr 2020. Neben den hohen Zuschüssen sind der ab dem nächs­ten Jahr einsetzende CÜ2-Preis für fossile Energieträger sowie das 2026 kommende Öl­heizungsverbot Gründe für die gestiegene Nachfrage. Bentele rechnet damit, dass so­wohl die Prognosen für den Absatz von Feuerungen als auch für die Produktionsmenge am Jahresende übertroffen werden. „Die Jahresproduktion könnte über 3 Mio. t liegen, was ein starkes Signal für den Klimaschutz im Wärmebereich wäre."

In diesem Zusammenhang geht der DEPV mittelfristig auch von einer rückläufigen Ex­portquote aus. Diese liegt im ersten Halbjahr 2020 bei 16,4 Prozent, was auf die Nach­frage der Nachbarländer zurückzuführen ist. Der Anteil an Sackware ist mit 21,0 Prozent etwas niedriger als in den Vorjahren. Der Preis für Pellets zeigt sich in der ersten Jahres­hälfte stabil niedrig mit durchschnittlich 247,41 EUR/t bzw. 4,95 ct/kWh, wenn 6 t abge­nommen werden.

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