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Man löst keine Probleme, indem man sie aufs Eis legt.    Sir W. Churchill

12.12.2019

Meldung

18.11.2019: Gebäudearmaturen weiter auf Wachstumskurs

Deutsche Bauwirtschaft nach wie vor stark • Kräftige Nachfrage aus den USA • Langfristige Erwartungen bleiben optimistisch

Trotz der international schwächelnden Konjunktur erzielten die deutschen Gebäudearmaturenhersteller in den ersten acht Monaten 2019 ein erfreuliches Umsatzwachstum von 3 Prozent.
In Deutschland stieg der Umsatz bis August um 4 Prozent. Im Ausland wurde zeitgleich ein etwas schwächeres Plus von 3 Prozent erreicht.
„Obwohl sich die Nachfrage in den Sommermonaten etwas abgeschwächt hat, ist der Trend weiterhin positiv. Neben der nach wie vor starken Baubranche in Deutschland erwarten wir auch positive Impulse aus den Nachbarländern“, kommentiert Wolfgang Burchard, Geschäftsführer des Fachverbands Armaturen die aktuelle Lage.

Im Inland lag das Auftragsplus im Zeitraum bis August bei 4 Prozent. Gleichzeitig wurde 6 Prozent mehr aus dem Ausland bestellt. Vor allem aus dem Euro-Raum kamen 15 Prozent mehr Aufträge.

Technische Gebäudearmaturen bleiben an der Spitze

In den einzelnen Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze in den erstens acht Monaten recht unterschiedlich. Die Hersteller technischer Gebäudearmaturen konnten an die erfolgreiche Umsatzentwicklung der Vorjahre anknüpfen und steigerten ihren Umsatz im In- und Ausland um 7 Prozent. Erfreulich besser als im Vorjahr entwickelte sich der Absatz von Heizungsarmaturen in Deutschland mit einem Plus von 9 Prozent. Da die Auslandsumsätze hier aber nur um 1 Prozent stiegen, legte der Bereich insgesamt nur um 6 Prozent zu.
Die Sanitärarmaturenindustrie verzeichnete aufgrund eines schwachen Auslandsgeschäfts (plus 1 Prozent) nur eine Umsatzplus von 1 Prozent. Im Inland legte der Umsatz mit 2 Prozent etwas stärker zu.

Frankreich, USA und China wichtigste Absatzmärkte

In den ersten acht Monaten 2019 stieg der Export deutscher Gebäudearmaturen um 7,0 Prozent auf insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Die Liste der Top 10 Absatzländer wurde wie im Vorjahr von Frankreich angeführt. Die Lieferungen in das Nachbarland kletterten um 7,0 Prozent auf 217,4 Millionen Euro. Die USA belegten erneut den zweiten Platz der wichtigsten Exportmärkte und konnten sich gegenüber dem Vorjahr um rasante 34,9 Prozent verbessern. Die Lieferungen deutscher Gebäudearmaturen erreichten bis August einen Wert von 213,9 Millionen Euro. China folgte den USA auf dem dritten Platz. Nach einem schwachen Vorjahr ging der Export in den ersten acht Monaten nochmals um 3,4 Prozent auf 167,1 Millionen Euro zurück. Bedingt durch die aktuellen Handelsstreitigkeiten zwischen USA und China ist eine deutliche Verunsicherung und Zurückhaltung bei größeren Investitionen am Markt zu spüren.

Wachstumsimpulse aus den Nachbarländern

Der Export in zahlreiche europäische Nachbarländer befindet sich momentan auf Expansionskurs. Ähnlich wie in Deutschland verzeichnet beispielsweise die Bauwirtschaft in den Niederlanden und Belgien ein solides Wachstum. In Polen boomt neben dem Wohnungsbau neuerdings auch der Bau hochwertiger Hotels.

Umsatzprognose von 3 Prozent

Vor dem Hintergrund der drohenden Konjunkturflaute mehren sich auch die Anzeichen für ein Ende des Baubooms in Deutschland. In Europa sieht es ähnlich aus. So geht Euroconstruct in seiner aktuellen Prognose von einem weiteren Abflachen der Wachstumskurve aus. „Noch sind die Auftragsbücher voll. Wir rechnen daher für das Gesamtjahr 2019 nach wie vor mit einem Umsatzwachstum von 3 Prozent", prognostiziert Wolfgang Burchard.

Überregulierung - Industrie an der Schmerzgrenze

Als Bremsfaktoren gelten neben dem Fachkräftemangel und der hohen Auslastung des Handwerks allerdings die Überregulierungen von europäischer Seite. Die Chemikalienverordnung REACH und andere EU- Richtlinien sorgen nicht nur für immer mehr Vorgaben, sondern verursachen bei der Industrie einen kaum noch tragbaren Aufwand. Vor allem kleinere Unternehmen stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Hinzu kommen Widersprüche zur nationalen Gesetzgebung, die die deutschen Markenhersteller in Bezug auf die zu verwendeten Werkstoffe nicht nur erheblich verunsichern, sondern auch wertvolle Zeit kosten, die für innovative Forschungsarbeit unerlässlich ist.

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