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14.12.2019

Meldung

11.11.2019: Die drei großen Trends im Sanitärdesign: Farbe, Haptik und Nachhaltigkeit

Bei der Gestaltung von Bädern gilt es, viele Aspekte im Auge zu behalten. Der Anspruch der deutschen Markenhersteller ist es, Design und Funktionalität miteinander in Einklang zu bringen. Ob Armatur, Möbel, Keramik, Badewanne oder Dusche: Auf der Vorpressekonferenz der SHK ESSEN im Hotel friends auf dem historischen Gelände der Zeche Zollverein kristallisierten sich drei große Trends im Sanitärdesign heraus: Farbe, Haptik und Nachhaltigkeit.

Es kommt Farbe in die deutschen Badezimmer

Für Planer ist die Wahl der Farbe eine zentrale Aufgabe im Gestaltungsprozess, Le Corbusier würdigte Farben sogar als „ein ebenso kräftiges Mittel wie der Grundriss und der Schnitt“. Gerade im höherwertigen Badezimmer wird häufig ein individueller Farbcode definiert, denn Farben wirken auf den Menschen, schaffen Atmosphäre und wecken Gefühle und Erinnerungen, verleihen einem Raum oder Gebäude also sein optisches wie emotionales Gesicht. Und manchmal wird eine spezielle Farbe gewählt, um eine besondere Emotionalität oder Dynamik in den Badraum zu bringen.

Der Vorstandsvorsitzende des IndustrieForum Sanitär Thilo C. Pahl zeigte sich überzeugt, dass sich das Thema Farbe durchsetzen wird: „Zahlreiche Marken­hersteller sind hier aktiv und begleiten ihre farbigen Produkte durch aktives Marketing. Für die Branche ist der neue Farbenreichtum Chance und Herausforderung zugleich. Denn Hersteller sind hier gefordert, die verschiedenen Farben und die damit verbundene steigende Vielfalt sicher zu beherrschen.“ Zudem erfordere die erweiterte Farbpalette eine noch höhere Beratungskompetenz für die Absatzmittler in Handel und Handwerk.

Nachhaltigkeit beeinflusst Haptik

Für viele Kunden ist die Haptik bei der Entscheidung für ein Produkt wichtig. Wie fühlt sich die Oberfläche an, wie ist ihre Griffigkeit, schmeichelt sie der Haut? Menschen wollen die Gegenstände spüren und ihre sinnliche Qualität erleben, denn es gibt ein menschliches Bedürfnis nach „Be-greifen“, nach Rauheit und Ursprünglichkeit. Gerade in Kombination mit der farblichen Gestaltung ergeben sich hier für die Hersteller neue Produktmöglichkeiten. „Das Bad soll eine Wohlfühloase sein. Fühlen ist hierbei wörtlich zu nehmen. Durch die Oberfläche können Hersteller ihre Produkte und Materialien entscheidend differenzieren“, so Pahl.

Das Badezimmer wird zum Wohlfühlraum

Während noch vor wenigen Jahren Gesundheit, Fitness und Wohlbefinden vor allem an externen Orten gesucht wurden, zeigen Studien der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft, dass das private Badezimmer zunehmend als Raum mit Wellness-Qualitäten und Rekreationsmöglichkeiten gesehen wird. So steht das Bad mit 38 Prozent unangefochten auf Rang 1 der geplanten Investitionen. Laut einer vom Ipsos-Institut für den Fachschriften-Verlag realisierten Studie sind die wichtigsten Motive für den Badumbau eine verbesserte Wohnqualität (80 Prozent), optische Aufwertung (75 Prozent) sowie Werterhalt oder -zuwachs (73 Prozent). Den barrierefreien oder altersgerechten Umbau gaben 49 Prozent als Grund an.

Bei der Auswahl des optimalen Materials wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. IFS-Vorstandsvorsitzender Pahl: „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über den Klimawandel wird das Thema Material und Materialeinsatz auch für unsere Branche in Zukunft eine bedeutendere Rolle spielen. Hier ist die deutsche Markenindustrie aufgefordert, geeignete Instrumente zu finden und sich zu positionieren.“

Umsatzgaranten auch in Krisenzeiten

Das IndustrieForum Sanitär IFS blickt positiv auf die Umsatzentwicklung im Sanitär- und Installationsbereich. Per Ende August wurde ein Umsatzplus von 3,5 Prozent verzeichnet. Auch sich eintrübende Konjunkturentwicklungen werden die Branche nicht in eine Krise stürzen, so Thilo C. Pahl bei der Pressekonferenz der SHK ESSEN: „In der Vergangenheit hat sich immer gezeigt, dass die Sanitärbranche relativ robust durch Krisenzeiten kommt. Denn in schwierigen Zeiten investieren Endverbraucher gern in die eigenen vier Wände.“ Eine weitere Triebfeder für das Sanitärgeschäft sei zudem der demografische Wandel. Denn für die häusliche Pflege brauche es vor allem ein altersgerechtes Badezimmer.

Als Weiterbildungsmöglichkeit empfiehlt das IFS der Sanitärbranche die Praxis­rundgänge auf der SHK ESSEN. Pahl: „Die Themen Designtrends von morgen, Beraten, Planen, Entscheiden, effizienter Bauen beeinflussen die tägliche Praxis und sind nicht nur für die Besucher aus Nordrhein-Westfalen, sondern darüber hinaus auch für die Gäste außerhalb der Landesgrenzen bis hin in die Benelux­Länder interessant.“

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