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Es gibt nur drei Methoden, um leben zu können: betteln, stehlen oder etwas leisten.    de Mirabeau

14.11.2019

Meldung

31.10.2019: GEBERIT: Quartalsbericht zum 30. September 2019

Sehr gute Resultate nach drei Quartalen

Die Geberit Gruppe erzielte in den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 sehr gute Resultate. Insgesamt nahm der Umsatz in den ersten neun Monaten leicht um 0,4% auf CHF 2381 Mio. zu. Der währungsbereinigte Umsatz erhöhte sich um 3,9%. Der operative Cashflow (EBITDA) stieg um 4,8% auf CHF 732 Mio.; die EBITDA-Marge betrug 30,8%. Das Nettoergebnis nahm um 4,1% auf CHF 536 Mio. zu, dies bei einer Umsatzrendite von 22,5%. Die Unternehmensleitung erwartet für 2019 insgesamt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3-4% und eine operative Cashflow-Marge von rund 29%.

Konsolidierter Umsatz

Der Umsatz der Geberit Gruppe erhöhte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 um 0,4% auf CHF 2381 Mio. In dieser Entwicklung sind negative Währungseffekte in Höhe von CHF 81 Mio. enthalten. In lokalen Währungen resultierte eine Zunahme von 3,9%. Dieses überzeugende währungsbereinigte Umsatzwachstum wurde in einem anspruchsvollen, insgesamt jedoch positiven Umfeld in der Bauindustrie erzielt - vor allem aufgrund einer erfolgreichen Marktbearbeitung.

Im dritten Quartal erreichte der Umsatz CHF 754 Mio., was einer Zunahme von 1,8% in Schweizer Franken und einer währungsbereinigten Steigerung von 5,5% entspricht.

Umsatz nach Märkten und Produktbereichen

Der währungsbereinigte Umsatz in der grössten Region Europa stieg um 3,7%. Starke Zuwächse waren in den Benelux-Ländern (+9,0%), in Grossbritannien/Irland (+7,6%), in Österreich (+6,9%), auf der Iberischen Halbinsel (+5,0%), in Deutschland (+4,0%) und in der Schweiz (+3,8%) zu verzeichnen. Ebenfalls zulegen konnten die nordischen Länder (+2,3%), Osteuropa (+1,4%) und Frankreich (+1,3%). Ein leichter Rückgang resultierte dagegen in Italien (-0,4%). Zweistellig stieg der Umsatz in der Region Fernost/Pazifik (+13,1%), währenddem die Region Nahost/Afrika leicht wuchs (+2,0%) und Amerika das Vorjahresniveau erreichte (+0,1%).

Bei den Produktbereichen stieg der Umsatz in lokalen Währungen bei den Installations- und Spülsystemen 5,8% und bei den Rohrleitungssystemen 5,9%. Auf Vorjahresniveau verblieb der Umsatz bei den Badezimmersystemen (-0,1%).

Ergebnisse

Die Ergebnisse im Jahr 2019 sind nicht mehr von Einmalkosten im Zusammenhang mit der Sanitec Akquisition beeinflusst, weshalb ab dem laufenden Jahr keine adjustierten Zahlen mehr ausgewiesen werden. Der operative Cashflow (EBITDA) stieg um 4,8% auf CHF 732 Mio., was einer EBITDA- Marge von 30,8% (Vorjahr 29,5%) entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm um 3,2% auf CHF 626 Mio. zu, was einer EBIT-Marge von 26,3% (adjustierte EBIT-Marge 2018: 25,6%) entspricht. Die im Vorjahresvergleich angestiegenen operativen Ergebnisse waren vor allem auf tiefere Rohmaterialpreise, höhere Verkaufsvolumina, einen verbesserten Produktmix und Preiserhöhungen sowie auf Effizienzsteigerungen und eine hohe Kostendisziplin zurückzuführen. Zusätzlich beeinflusste eine Änderung im IFRS-Rechnungslegungsstandard die EBITDA-Entwicklung positiv. Negativ wirkten sich tarifbedingt angestiegene Personalkosten und die Währungsentwicklung aus. Eine leicht tiefere Steuerquote und ein im Vergleich zum Vorjahr besseres Finanzergebnis führten zu einem Anstieg des Nettoergebnisses von 4,1% auf CHF 536 Mio., dies bei einer Umsatzrendite von 22,5% (adjustierte Umsatzrendite 2018: 21,7%). Der Gewinn je Aktie stieg um 5,5% auf CHF 14.88.

Der im Vorjahresvergleich höhere operative Cashflow und positive Effekte aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens führten zu einer deutlichen Zunahme beim Free Cashflow von 19,7% auf CHF 498 Mio.

Finanzsituation

Die finanzielle Situation der Geberit Gruppe ist weiterhin sehr solid. Die Netto-Schulden (Schulden minus liquide Mittel) sanken dank des positiven Cashflows und trotz der Dividendenauszahlung sowie des laufenden Aktienrückkauf-Programms leicht von CHF 555 Mio. per 31. Dezember 2018 auf CHF 553 Mio. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 49,8% zum Ende des Vorjahres auf 49,1%.

Das Aktienrückkauf-Programm wurde weitergeführt. Bis zum 30. September 2019 wurden rund 765 000 Aktien oder 2,1% des aktuell im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals zu einem Betrag von CHF 323 Mio. erworben, davon CHF 47 Mio. in den ersten drei Quartalen des Jahres 2019.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2019

Die Einschätzungen für die Bauindustrie im laufenden Jahr haben sich nicht wesentlich verändert.

Das Umfeld bleibt aufgrund einer höheren Volatilität und der Abschwächung der Baukonjunktur in einzelnen Märkten anspruchsvoll. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen und Sektoren verläuft unterschiedlich. In Europa wird die Baukonjunktur gesamthaft weiterhin positiv beurteilt. In Deutschland bleibt das Wachstumspotenzial trotz einer gesunden Nachfrage aufgrund der limitierten Installationskapazitäten eingeschränkt. In Österreich und den Benelux-Ländern zeigt sich ein positives Marktumfeld, wenngleich mit einer abgeschwächten Wachstumsdynamik. In Italien und in Frankreich stagniert das Marktumfeld. Der Bausektor in der Schweiz hält sich auf hohem Niveau. In den nordischen Ländern zeigt sich ein gemischtes Bild der einzelnen Länder und insgesamt bestenfalls ein stagnierendes Marktumfeld. Die Bauindustrie in Grossbritannien verhält sich rückläufig. Unterschiedliche Entwicklungen zeigen sich in den osteuropäischen Märkten, mit einem positiven Umfeld in Polen und schwachen Rahmenbedingungen in Russland und der Türkei. In Nordamerika verläuft der für das Geberit Geschäft in den USA wichtige institutionelle Bausektor schwächer als erwartet. In der Region Fernost/Pazifik entwickelt sich der chinesische Wohnungsbau weiterhin positiv; in Australien verzeichnet die Bauindustrie einen Rückgang, während das wirtschaftliche Umfeld in Indien herausfordernd ist. Die Region Nahost/Afrika ist durch ein schwaches Marktumfeld in der Golfregion geprägt und der Baumarkt in Südafrika stagniert. Die Unsicherheit über die Entwicklung der Rohmaterialmärkte ist weiterhin hoch und macht einen Ausblick schwierig. Nach tieferen Rohmaterialpreisen im dritten Quartal wird im vierten Quartal ein insgesamt leicht höheres Preisniveau erwartet.

Ziel im Jahr 2019 ist es für die Geberit Gruppe, über das gesamte Produktsortiment und in allen Märkten überzeugende Leistungen zu erbringen und wie in den Vorjahren Marktanteile zu gewinnen. Die Unternehmensleitung erwartet für 2019 insgesamt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3-4% und eine operative Cashflow-Marge von rund 29%.

Weitere Auskünfte erteilen:

Geberit AG
Schachenstrasse 77, CH-8645 Jona
Christian Buhl, CEO                                                    Tel. +41 (0)55 221   63 46
Roland Iff, CFO                                                            Tel. +41 (0)55 221   66 39
Roman Sidler, Corporate Communications & IR         Tel. +41 (0)55 221   69 47

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