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Über alles andere können wir streiten, aber ...Qualität darf nicht Gegenstand unserer Auseinandersetzungen sein.    Lee Iacocca

20.10.2019

Meldung

24.09.2019: Schritt in die richtige Richtung – mit viel Luft nach oben

Der von der Bundesregierung vorgelegte Eckpunkteplan für das Klimaschutzprogramm 2030 besitzt das Potential, um notwendige Impulse im Wärmesektor auszulösen. An vielen Stellen sind die vorgelegten Instrumente jedoch zu zaghaft.

Die vom Klimakabinett vorgestellte Lösung eines nationalen Emissionshandelssystems für die Sektoren Verkehr und Wärme greifen nach Meinung des BWP zu kurz. „Um eine Lenkungswirkung im Sinne des Klimaschutzes zugunsten von Wärmepumpen zu entfalten, sind die Entlastungen bei den Strompreisen und die Belastungen von CO2-Emissionen  zumindest in den Anfangsjahren viel zu niedrig“, sagt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) e.V.  Der Strompreis müsse in Zukunft deshalb noch deutlich stärker entlastet werden, etwa durch die Absenkung der Stromsteuer.

Für den Gebäudesektor ist im Klimaschutzprogramm 2030 eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen. Im Zentrum steht die Überarbeitung des Förderregimes. „Das neue Konzept einer Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Ergänzungen zur existierenden Förderkulisse mit einer steuerlichen Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung“, so Sabel.

Auch der angedachte Zuschuss von 40 Prozent beim Austausch einer alten Ölheizung gegen erneuerbare Wärme sei positiv zu bewerten. „Entscheidend ist, dass im Falle eines Austausches immer zunächst der Wechsel zu einem erneuerbaren System wie Wärmepumpe oder Pelletheizung geprüft wird. Denn in den meisten Fällen ist auch die Modernisierung von Bestandsgebäuden mit Wärmepumpen sinnvoll und möglich.“

Dass der Einbau von Ölheizungen ab 2026 nicht mehr gestattet sein soll, ist ein deutliches Signal. Es  wird allerdings stark eingeschränkt, da Ölheizungen in Kombination mit klimafreundlichen Wärmeerzeugern als Hybridanlagen auch nach 2026 weiterhin verbaut werden dürfen.

Die Bundesregierung muss nun in den kommenden Monaten bei der konkreten Ausgestaltung der Maßnahmen zeigen, dass sie es ernst meint mit dem Klimaschutz. Das vorgesehene regelmäßige Monitoring der Maßnahmen sowie eine kurzfristige Nachsteuerung, sollte die gewünschte Wirkung ausbleiben, sind essentiell für die Erreichung der Klimaschutzziele 2030.

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