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Wer nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, könnte ihn bereits verloren haben.    Rupert Schützbach

15.09.2019

Meldung

04.09.2019: Ortstermine von BWP/DEPV mit MdB Gremmels in Kassel und MdB Nüßlein in Neu-Ulm

Ortstermine von BWP/DEPV mit MdB Gremmels in Kassel und MdB Nüßlein in Neu-Ulm

Nadine Becker, Mitarbeitern des Architekturbüros, DEPV-Geschäftsführer Martin Ben¬tele, Vermieter Martin Behr, BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel, Axel Pres, Stiebel Eltron GmbH & Co. KG (von links)
Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Die praktischen Möglichkeiten erneuerba­rer Heizungstechnologien haben der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) und der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) in der parlamentarischen Sommer­pause bei mehreren gemeinsamen Terminen und Gesprächen Abgeordneten des Deut­schen Bundestags vermittelt.

Erneuerbare Wärme in der Stadt

Bei einem Ortstermin am 27. August in Kassel-Wilhelmshöhe ging es darum, dem SPD- Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels die gute Eignung von Wärmepumpe und Pel­letheizung für Neubau wie auch für Gebäuderenovierungen im städtischen Umfeld zu veranschaulichen. Anhand von zwei Mehrfamilienhaus-Komplexen wurde deutlich, dass Wärmepumpen und Holzpellets klimafreundliche und gleichzeitig wirtschaftlich sinn­volle Lösungen für Innenstadt und Mehrgeschossbau sein können, wenn es darum geht, auf fossile Energieträger zu verzichten.

DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele, Dr. Georg Nüßlein MdB, BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel (von links) Quelle: Büro NüßleinDas erste Anschauungsobjekt, zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen, wird von zwei Wärmepumpen für Beheizung und Warmwasser versorgt. Nadine Becker vom Architekturbüro Ricarda Frede und Axel Pres von Stiebel Eltron erklärten das Zu­sammenspiel von Gebäudeplanung und Wärmepumpe. Die Erfahrungen sind positiv, die in der Garagenzufahrt aufgestellten Luft-Wasser-Wärmepumpen laufen seit zehn Jahren problemfrei und wartungsarm und auch die Geräuschentwicklung bereitet keine Prob­leme.

Danach stand eine Neubau-Bestandsbau-Kombination mit 22 Wohneinheiten im Fokus, die seit 2012 über ein Nahwärmenetz mit zwei Pelletzentralheizungen versorgt werden. Eigentümer und Betreiber Martin Behr erläuterte, dass die Anlagen seit ihrer Installation emissionsarm und mit hoher Effizienz betrieben würden.

Wohnungsbau und Industrie heizen klimafreundlich

In der Woche zuvor hat der für Umweltpolitik zuständige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Georg Nüßlein in seinem bayerischen Wahlkreis (Neu-Ulm) mit Pellets und Wärmepumpe beheizte Gebäude besichtigt. DEPV und BWP haben ihm anhand interessanter Heizungsprojekte in seinem Wahlkreis verdeutlicht, dass individuelle erneuerbare Systeme wie Pelletheizungen und Wärmepumpen etab­liert sind und deutlich mehr alte fossile Heizungen ersetzen können als bislang.

Die Betreiber verdeutlichten Nüßlein vor Ort, dass sich erneuerbare Wärmelösungen so­wohl im mehrgeschossigen Wohnungsneubau als auch in Industrieunternehmen erfolg­reich bewähren. Auch im ungewöhnlichen dritten Objekt - einer umgewidmeten Kirche - wärmt eine Pelletheizung die Betreiber und Besucher des „Gastraums", der als Bar, Eventlocation und Gästehaus genutzt wird.

Klimaziele nur mit Wärmepumpe und moderner Holzenergie erreichbar

„Wir zeigen mit diesen Beispielen, dass im Gebäudebereich schon heute erneuerbare Heizungssysteme vorhanden sind, mit denen sich die Klimaziele erreichen lassen", so Dr. Martin Sabel, BWP-Geschäftsführer. „Es ist jetzt Aufgabe der Politik, diese Klimaschutz­technologien zu unterstützen." DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele betonte, dass im Wärmesektor zur Energiewende bewährte Technologien mit komplett heimischer Wert­schöpfung verfügbar seien. „Eine finanzielle Förderung von Öl- und Gasheizungen, wie es sie in Deutschland nach wie vor gibt, ist für deren Marktwachstum kontraproduktiv und sollte schnell beendet werden!"

Die beiden Erneuerbare-Energien-Verbände, die auch Mitglied im Bundesverband Er­neuerbare Energien sind, diskutierten mit beiden Abgeordneten auch über die am 20. September anstehenden Entscheidungen des Klimakabinetts. Die Verbandsvertreter er­läuterten die Missstände am Wärmemarkt, wo Heizöl und Erdgas trotz hoher CO2-Emis- sionen weiterhin dominierten. Hier käme einer wirksamen CO2-Bepreisung eine große Bedeutung zu.

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