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18.09.2019

Meldung

22.08.2019: GC-GRUPPE: Profi, Pioniergeist, Perfektionist

Dresden blickt auf über 800 Jahre Geschichte zurück. Semperoper, Zwinger und Frauenkirche locken jährlich Millionen Touristen in die sächsische Landeshauptstadt. Ein Ort gefüllt mit Geschichte – und fesselnder Innovationskraft. Das beweist Thomas Vogel, der nur wenige hundert Meter von den historischen Sehenswürdigkeiten entfernt in seinem Büro sitzt. Auf dem Tisch liegt ein Smartphone, vor ihm stehen zwei Flachbildschirme. Thomas Vogel, Geschäftsführer der HTS Haustechnik & Service GmbH, klickt sich durch seine eigens entwickelte Organisations-Software. Wenn von Digital-Pionieren im Fachhandwerk die Rede ist, führt an dem 50-Jährigen kein Weg vorbei.

Vor sechs Jahren entwickelte Thomas Vogel die Software Qualico. Was zunächst allein für den Eigenbedarf gedacht war, vertreibt der HTS-Chef längst von Bayern bis Ostfriesland. „Unsere eigene Software behandelt andere Themen als unsere Fachhandwerker-Software, in der alles Projektbezogene lagert. Ursprünglich ging es bei Qualico um die Entwicklung der leistungsgerechten Prämierung meiner Mitarbeiter, also einer tagesaktuellen Qualitätseinschätzung. Als ich die Programmierung das erste Mal gesehen habe, sind mir direkt noch viele Dinge eingefallen“, sagt der 50-Jährige. Unter anderem entstand eine firmeneigene Social-Media-Plattform. Vogel: „Die hat unser schwarzes Brett ersetzt. Man kann kommentieren, ‚gefällt mir‘ klicken und Gruppen bilden. Deshalb müssen wir auch nicht mit WhatsApp arbeiten.“

Thomas Vogel Das System wuchs wie ein Baukasten. Es entstand eine globale Informationsplattform mit entsprechender Rechteverwaltung für jeden Mitarbeiter. Jeder Einzelne sieht über sein Smartphone und sein Notebook, wo er in den kommenden Tagen eingeplant ist. Auch die Urlaubs- und Zeitplanung organisiert der 52-Mann-Betrieb über die Software. Weit über 100 Dateien zum Thema Arbeitsschutz sind darin hinterlegt, dazu Zertifizierungssysteme, Sicherheitsdatenblätter, das Formularwesen oder Richtlinien. „Ohne die Software bräuchten meine Mitarbeiter allein für das Thema Arbeitsschutz einen Ordner in ihrem Fahrzeug, der ständig gepflegt werden müsste. Das passiert alles in der Software. Meinen Mitarbeitern stehen sämtliche Informationen in aktuellster Form zur Verfügung. Wird etwas neu veröffentlicht, versende ich über einen Button automatisch an jeden Mitarbeiter eine entsprechende Mail“, sagt Vogel.

Die Software aber bildet nur einen Teil der digitalen Werkzeuge in der HTS Haustechnik & Service GmbH ab. Direkt nach der Gründung im Jahr 1996 setzte Thomas Vogel bereits auf technische Werkzeuge. „Wir haben schon damals Rechnungen auf dem Computer geschrieben und waren mit die Ersten, die GC Online Plus für die Bestellung genutzt haben. Früh hatten die Kollegen schnurlose Telefone und sind seit vielen Jahren mit einem Smartphone ausgestattet. Kundendienstler, Bauleiter und Monteure haben mittlerweile ein Notebook mit drehbarem Display und Touchscreen. Das alles schafft hohe Flexibilität.“

Die Welt verändert sich rasant und mit ihr das Informations- und Einkaufsverhalten der Menschen. Auch auf dem Weg zur neuen Heizung. Dieses Potenzial brach liegen zu lassen, das kommt für Thomas Vogel nicht in Frage. „Verkaufen kann dadurch einfacher werden“, sagt er. Vogel fährt dreigleisig: „Wir haben uns für die Thermobox, für HeizungOnline und unseren Heizungskonfigurator von Celseo entschieden. Wir sind in diesen drei Systemen unterwegs, weil man diesen Bereich bedienen muss. Und wir haben die Schlagkraft im Unternehmen, auch schnell vor Ort zu sein, die Gegebenheiten zu überprüfen, ob es wirklich so passt, wie im Internet konfiguriert. Denn am Ende geht es doch ums Handwerk. Wir bauen die Produkte mit den Händen ein. Das wird das Internet nie abschaffen können.“

Die Einführung der Systeme habe reibungslos funktioniert. „Wir haben etwa mit der Thermobox im April angefangen und die Daten eingepflegt. Dafür haben wir uns mit unseren Büromitarbeitern und Abteilungsleitern in den Schulungsraum zurückgezogen und uns die Plattform online angeschaut. Schnell hatten wir darüber unseren ersten Auftrag“, sagt der Kunde der SHT Dresden.

Thomas Vogel führt die Besucher durch seinen Betrieb. Vorbei am Disponenten und die Treppe hinunter in den Einkauf. Ein Büro, das mit seinen vier Bildschirmen an den Leitstand eines Verkehrsunternehmens erinnert. Der Einkäufer kommuniziert im Betrieb unter anderem direkt mit dem Disponenten und den Monteuren, die bei Bedarf über die Großhandels-App Warenkörbe erzeugen können. „Die Mitarbeiter auf der Baustelle machen die Warenkörbe fertig, schicken sie zum Einkäufer, der sie dann freigibt“, sagt Vogel. Ziel sei es, die Abläufe auf der Baustelle so zu organisieren, dass der Mitarbeiter sich voll um die Arbeit kümmern kann, die er am besten beherrscht und auch am liebsten macht. Gemeinsam mit der GC-Gruppe geht Thomas Vogel derzeit bei einer richtungweisenden Innovation voran: der Nachtbelieferung direkt in das Fahrzeug des Fachhandwerkers. Die Monteure können dadurch morgens ohne Umwege zur Baustelle aufbrechen und sparen wertvolle Zeit. Ein Konzept, das bundesweit ausgerollt wird. Thomas Vogel hat es getestet und spricht von einem Meilenstein.

Die digitale Welt spiegelt sich auch im Lager des Betriebs wider. Hier hängen ebenfalls Flatscreens, an den Regalen kleben Barcodes, die mit einem Scanner bedient werden, in einem separaten Raum stehen den Monteuren zwei Arbeitsplätze für Rechner zur Verfügung. Vogel: „Bei uns ist fast alles digital, was wir digital abbilden können. Als nächstes führen wir mit ZUGFeRD die neueste Form der elektronischen Rechnungsstellung ein.“ Entscheidend sei es, im digitalen Wandel die Menschlichkeit zu behalten. „Es entsteht zwar weniger Reibung durch Prozessprobleme, gleichzeitig geht es darum, zusammen zu arbeiten und im Gespräch zu bleiben. Hinter der Digitalisierung stehen in erster Linie Menschen. Sie müssen den Sinn und Zweck eines digitalen Werkzeugs verstehen. Das bedarf Beharrlichkeit.“

Thomas Vogel blickt auf den Rohbau seiner Konzeptausstellung rund um das Thema Bad und sagt: „Digitalisierung heißt nicht, dass alles direkt schneller geht. Ganz im Gegenteil. Die Einführung bedeutet Mehrarbeit, am Ende aber sind die Prozesse einfacher, schlanker und übersichtlicher. Entscheidend ist es, diesen Prozess zu beginnen, bevor es im Getriebe knirscht.“ Er hat sich für den Weg des Pioniers entschieden.

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