Denkschubser   |   

Wer nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, könnte ihn bereits verloren haben.    Rupert Schützbach

15.09.2019

Meldung

22.08.2019: Team Direkt: Der kluge Handwerker baut vor

Mit Baustellenschutz lassen sich Haftungsschäden und Regress vorbeugen

Bildquelle: Team-Direkt

Fehler machen ist menschlich – sie passieren eben. Das geht auch dem besonnensten Handwerker so: Wie rasch ist ein Missgeschick geschehen und der versehentlich fallen gelassene Hammer hat einen Kratzer im Marmorfußboden hinterlassen, neu gesetzte Bohrlöcher haben durch Abplatzungen mehrere Fliesen in Mitleidenschaft gezogen und die Werkzeugkiste hat eine kleine, aber doch unübersehbare Delle im Türrahmen hinterlassen. Tim Böl, Fachberater bei RentStauber, dem Geschäftsbereich von Team Direkt rund um die Vermietung von Profiequipment zum Schutz vor Schäden und Staub auf Baustellen, informiert, wie Handwerker Haftungsschäden durch Vorbeugen aus dem Weg gehen.

Bildquelle: Team-DirektWer den Schaden verursacht, der haftet Solch kleine Unachtsamkeiten können allerdings teuer werden und Ärger mit dem Bauherren ist vorprogrammiert. Das Risiko, bei Handwerksarbeiten einen Schaden am Eigentum anderer anzurichten, ist groß. Ein Versicherungsschutz ist ein Muss, um durch hohe Schadenersatzansprüche nicht um die eigene Existenz fürchten zu müssen. Denn es gilt in der Regel das Verursacherprinzip, das heißt: Derjenige muss für einen Schaden haften, der ihn verursacht hat. Handwerker müssen also nicht nur die vereinbarte Leistung erbringen sondern auch für durch sie verursachte Schäden haften. Nun gilt im Handwerksbetrieb, wie bei allen anderen Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Konstellationen, die Arbeitgeberhaftung: Für verursachte Schäden haftet der Betrieb. Allerdings hat das Unternehmen noch die Möglichkeit, seinen Mitarbeiter in Regress zu nehmen. Je nach Grad der Fahrlässigkeit, mit der der Schaden angerichtet wurde, kann sich der Arbeitgeber einen Teil der Schadensumme von seinem Mitarbeiter zurückholen. Um die Existenz des Mitarbeiters nicht zu gefährden, übersteigt dieser Anteil, selbst bei grober Fahrlässigkeit, drei bis vier Monatsgehälter nicht. Da die Schäden meist höher sind, bleiben in der Regel dennoch Kosten beim Arbeitgeber hängen.

Vorbeugen zahlt sich deshalb aus, denn es muss gar nicht erst zum Schaden kommen, wenn während der Bauphase auf den Schutz des Kundeneigentums genauso viel Wert wie auf die Qualität der Handwerksleistung gelegt wird. Die Vermeidung von Staub und Schmutz auf der Baustelle, sowohl bei Neubau, als auch bei Renovierung oder Modernisierung muss für Handwerker genauso wichtig sein, wie der Schutz von Kundeneigentum vor mechanischen Beschädigungen. Durch den Einsatz der richtigen Schutzprodukte vermeiden Handwerker und Gewerbetreibende Schaden- und Regressansprüche ihrer Kunden und sichern sich zudem ein gutes „Andenken“.

Dein Zuhause ist mein Zuhause

Nun gibt es für jede Oberfläche und jeden Einsatzbereich, ob Böden, Türen, Fenster und Treppen verschiedenste Materialien am Markt, die vor Staub, Schmutz und Kratzern schützen. Bevor einige Möglichkeiten genauer vorgestellt werden, zunächst zur wichtigsten Grundregel: Das Zuhause des Kunden sollte wie das eigene behandelt werden. Und wer nach Hause kommt zieht die Schuhe aus – zugegeben: Im Baustellenbetrieb ist das eher unpraktikabel. Deshalb gibt es Überziehschuhe, um Fußböden vor Schäden und Schmutzeintrag zu schützen. Die Auswahl reicht von Einweg-Überziehern bis hin zu waschbaren Varianten. Der Sinn von Monteur-Überziehschuhen besteht im Schutz des sauberen Bodens durch das Schuhwerk des Handwerkers selbst. Monteurschuhe sind nun mal „Baustellen-Schuhe“ und so lässt es der Job nun mal nicht zu, dass dieses Schuhwerk ständig sauber ist.

Bildquelle: Team-DirektBodenschutz: Treppen und Laufwege schützen

Vor allem zum Schutz vor mechanischen Beschädigungen aber auch für sicheren Tritt hat sich Abdeckvlies bewährt. Es ist vielseitig einsetzbar, schützt empfindliche Oberflächen und ist universell geeignet für alle Handwerker und Monteure, sogar als Transportschutz beim Umzug. Trotzdem ist nicht jedes Vlies für jede Baustelle oder jedes Projekt gemacht. Und das ist nicht nur eine Preisfrage, sondern eine Frage des Einsatzbereichs und dem Grad der Beanspruchbarkeit.

Klassische Abdeckfliese, so genannte Malervliese, gelten als Basisschutz für Böden in Innenräumen. Sie schützen vor mechanischen Schäden und dank saugender Eigenschaften vor Beschädigung durch ausgekippte Flüssigkeiten. Aufgrund ihrer rutschhemmenden Folie schützen sie auch vor Unfällen, da Arbeitsgeräte wie Leitern oder fahrbare Gerüste sicheren Stand haben. Ihr Nachteil ist allerdings, dass sie mit zusätzlichen Klebebändern auf den zu schützenden Oberflächen befestigt werden müssen. Vorteilhafter, weil einfach anzubringen und wieder abzulösen ohne Spuren zu hinterlassen, sind moderne, selbsthaftende Vliese. Sie kommen ohne Klebeband aus, da sie über eine selbsthaftende Unterseite verfügen. Qualitätsvliese sind einfach in der Anwendung, rückstandslos abziehbar, wasserdicht und haften auf allen Untergründen, beispielsweise Fliesen, Teppichen Holz, Parkett und Metall. Für nasse, frisch verlegte Böden aus Parkett, Naturstein, Keramik oder Ton sollten allerdings nur spezielle, atmungsaktive Schutzbeläge verwendet werden. Eine ganz neue, interessante Variante für Handwerker ist Ram Board, ein Profi-Bodenschutz der gleichnamigen Firma aus den USA. Eigentlich wurde er kreiert, um Böden vor den hohen Anforderungen der Filmindustrie zu schützen. Qualität und Vorteile sprachen sich aber auch im Baugewerbe rasch herum, so dass er seinen Siegeszug weltweit angetreten hat. Mit einer Grammatur von 600 g/m² ist Ram Board extrem stabil. Heruntergefallenes Werkzeug und selbst Stapler machen diesem Bodenschutz damit nichts aus – und seine Verträglichkeit auf unterschiedlichsten Böden, wie Beton, Holz, Fliesen, Stein, Linoleum, Farbbeton, Marmor, Terrazzo, Epoxidböden und Vinylkompositionsfliesen (VCT) machen ihn sehr vielseitig.

Übrigens: Eine einfache und schnelle Art Treppen zu schützen, ist der Einsatz spezieller, selbsthaftender Treppenschutzvliese. Es gibt hier wiederverwendbare Vliese am Markt, die sich auf jede Treppenstufe und Treppenkante legen lassen, so dass diese vor Beschädigung und Verschmutzung während der Bau- und Renovierungsmaßnahme geschützt sind. Beim Kauf sollten Handwerker auf geripptes Profil achten, das einen sicheren und rutschfesten Tritt und ausreichend Halt auch bei feuchten Schuhen oder glatten Treppen garantiert. Auf Sicherheit geprüfte Qualitätsprodukte haben beispielsweise einen DGUV Test hinter sich und werden von der BG-BAU gefördert. Zum Schutz gegen Nässe durch Regen und Schnee sollte Treppenkantenschutz im Außenbereich absolut wasserdicht sein.

Bildquelle: Team-DirektTürrahmen schützen

Ein Kratzer oder eine Delle am Türrahmen können bei Bau- und Umbauarbeiten rasch auftreten. Deswegen sollten Türrahmen mit speziellen Profilen aus PE-Material geschützt werden. Der Türrahmenkantenschutz ist in Arbeitsschutz und Qualitätssicherung der Sammelbegriff für alle Maßnahmen, die verhindern, dass Türrahmen selbst beschädigt werden. Gerade am Bau wird diesem Schutz bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt. Das verursacht Reklamationen von Kunden und unnötige Kosten. Der Schutz von Türrahmen ist sogar zu einem wesentlichen Bestandteil des Umbaus, Umzugs und sogar des Neubaus geworden. Empfehlenswert ist ein Türrahmenschutz, der robust, flexibel und wiederverwendbar ist. Moderne Türrahmenschutzvorrichtungen lassen sich ohne Klebeband oder Klebstoff in Sekundenschnelle installieren.

Bildquelle: Team-DirektStaubschutzwände schaffen Raum – Schleusen verhindern Kontamination mit gefährlichen Stäuben

Neben dem Arbeitsschutz kommt dem Schutz des Gebäude- oder Wohnungsnutzers und der Vermeidung einer Verschleppung von Staub eine große Bedeutung zu. Das erfordert zum Einen den Einsatz von Arbeitstechniken, bei denen die Freisetzung von Staub, Aerosolen und Schimmelpilzsporen so gering wie nur möglich zu halten ist. Andererseits muss deren Ausbreitung über den Arbeitsbereich hinaus zwingend vermieden werden, so dass der Sanierungsbereich von anderen Räumen oder Gebäudeteilen abzuschotten ist. Um die Ausbreitung von Staub in angrenzende Bereiche der Sanierungsmaßnahme zu verhindern, muss also eine räumliche Abtrennung errichtet werden. Am einfachsten geht das durch den Einsatz von Staubschutztüren, mit denen die Türöffnung verschlossen wird. Sie trennen einzelne Räume voneinander ab und verhindern so eine Staubausbreitung. An Orten, wo das nicht möglich ist, kommen Staubschutzwände zum Einsatz, die die Ausbreitung von Stäuben in unbelastete Bereiche sinnvoll verhindern. Mit ihnen lassen sich einfach Arbeitsbereiche in Räumen abtrennen, so dass der Betrieb ringsum weitergehen gehen kann. Zusätzlicher Nutzen: Staubschutzwände reduzieren den Reinigungsaufwand erheblich und sind kostengünstig. Empfehlenswert ist der gleichzeitigen Einsatz von einer Staubschutztür bzw. einer Staubschutzwand und einem Luftreiniger zur Reduzierung des Raumvolumens und der gleichzeitigen Unterdruckerzeugung. Damit wird die Wirkung von Luftreinigern wesentlich erhöht.

Insbesondere bei der Sanierung lokalisierter Schimmelpilzschäden oder bei der Asbestsanierung den zu sanierenden Raum nur auszuräumen, die Eingangstür gegen eine Reißverschlusstür oder sich überlappende Baufolien zu ersetzen, genügt nicht. Beim Öffnen dringen rund 50 Prozent der aufgewirbelten Sporen in den angrenzenden Raum. Zudem hat der Handwerker keine Möglichkeit, seine Schutzkleidung in einem separaten Raum mit entsprechender Luftreinigung zu wechseln und trägt die Sporen an seiner Kleidung überall dorthin, wo er sich hin bewegt. Ein Problem, welches sich durch spezielle Schleusen-Systeme lösen lässt. Die RS Airlock Luftschleuse ist eine solche Schutzwand, die nachweislich 94 Prozent aller Schimmelpilzsporen absaugt. Damit wird eine Ausbreitung nahezu vollständig verhindert. Die Schleuse erfüllt dabei durch Bereitstellung eines gesonderten Raumes für das An- und Ablegen der Arbeitskleidung sowie einer zusätzlichen Absaugung die wichtige Aufgabe, die Kontamination von nicht befallenen Bereichen mit A-Stäuben wie beispielsweise Asbest und andere Faserstäube, Holzstäube und mineralische Stäube über den Arbeitsbereich hinaus zu verhindern.

Fenster, Heizkörper und Möbel nicht vergessen

Der neue Auftrag ist unter Dach und Fach. Nun gilt es, ein ganzes Haus zu renovieren. Allerdings wird das Haus während der Renovierungsarbeiten nicht leer sein, denn das Inventar wird währenddessen im Haus bleiben. Die Besitzer sind selbstverständlich sehr darauf bedacht, dass den guten Stücken nichts passiert. Für Profis ist das kein Problem, denn Abdeckfolien und Abdeckplanen helfen, Inventar und Bauteile vor Beschädigung, Staub, Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen. Tatsächlich sind es manchmal vermeintliche Kleinigkeiten, die ausschlaggebend sein können. Insbesondere sensible Glasflächen bedürfen eines besonderen Schutzes auf Baustellen: Selbstklebende Fensterschutzfolien hinterlassen keine Klebereste. Qualitätsprodukte können bis zu vier Wochen angewendet werden, denn sie sind UV-beständig und härten nicht aus. Auch Geländer, Heizkörper und Fensterbänke sollten vor Beschädigungen bewahrt werden. Spezielle Klebebänder, Folien und Profile schützen hier vor unnötigen Kratzern und Flecken.

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