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20.05.2019

Meldung

18.04.2019: Villeroy & Boch: Sondereffekte prägen erstes Quartal

Zwischenbericht zum ersten Quartal 2019

  • Konzernumsatz (197,7 Mio. €) und operatives Ergebnis (8,5 Mio. €) aufgrund temporärer Effekte im Unternehmensbereich Bad und Wellness unter starkem Vorjahresquartal
  • Unternehmensbereich Tischkultur mit positiver Geschäftsentwicklung
  • Umsatz- und Ergebnisziele für das Gesamtjahr 2019 bestätigt

Konzernumsatz: 197,7 Mio. €

Der Villeroy & Boch-Konzern erzielte im ersten Quartal 2019 einen Umsatz in Höhe von 197,7 Mio. €. Dem sehr erfreulichen Umsatzwachstum im Unternehmensbereich Tischkultur (+6,2 %) stand ein durch temporäre Sondereffekte geprägter schwacher Jahresstart des Unternehmensbereichs Bad und Wellness gegenüber. Deutlich zunehmende Auftragseingänge im ersten Quartal 2019 führten im Vergleich zum 31. Dezember 2018 jedoch zu einer Erhöhung des Auftragsbestands um 13,0 Mio. € auf 72,8 Mio. €. Davon entfielen 55,6 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 17,2 Mio. € auf den Unternehmensbereich Tischkultur.

EBIT: 8,5 Mio. €

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verminderte sich im ersten Quartal 2019 bedingt durch die rückläufige Umsatzentwicklung um 2,6 Mio. € auf 8,5 Mio. €.

Entwicklung in den Unternehmensbereichen

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatz in Höhe von 131,4 Mio. € (Vorjahr: 147,2 Mio. €). Der Umsatzrückgang um 15,8 Mio. € ist maßgeblich durch temporäre Sondereffekte geprägt: Das durch die Abarbeitung von Lieferrückständen - entstanden durch eine Software­Umstellung des Zentrallagers Ende 2017 - außerordentlich positiv beeinflusste erste Quartal 2018 konnte in dieser Höhe im Berichtszeitraum nicht wieder erreicht werden. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) haben diese Effekte in den wesentlichen Märkten zu vergleichbaren Umsatzrückgängen geführt - insgesamt -8,4 %. In Übersee führten Zahlungszieländerungen zu Umsatz­verschiebungen mit einem Umsatzeffekt von -5,4 Mio. €. Allerdings stimmen deutlich anziehende Auftragseingänge das Unternehmen für die weitere Jahresentwicklung im Bereich Bad und Wellness zuversichtlich.

Der Unternehmensbereich Tischkultur erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 65,5 Mio. € und lag damit 6,2 % über dem Vorjahreswert. Während sich die Umsätze in Russland (-33,9 %) und Nordeuropa (-8,8 %) rückläufig entwickelten, waren unter anderem in den bedeutsamen Märkten Deutschland (+6,7 %) und USA (+28,3 %) deutliche Umsatzsteigerungen zu verzeichnen. In den USA trug insbesondere das Projektgeschäft mit Hotels und Restaurants zur guten Entwicklung bei. Auch das E-Commerce-Geschäft entwickelte sich positiv und erreichte in der Region EMEA ein Plus von 22,9 %.

Investitionsvolumen: 4,2 Mio. €

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres hat der Villeroy & Boch-Konzern 4,2 Mio. € investiert (Vorjahr: 4,8 Mio. €), wovon 3,6 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness entfielen. Dort wurde vor allem in neue Anlagen für die Keramikwerke in Thailand und Frankreich investiert. Im Unternehmensbereich Tischkultur flossen die Investitionen im Wesentlichen in Neu­anschaffungen und Modernisierungsmaßnahmen für die Produktion in Merzig und Torgau.

Ausblick für das Gesamtjahr 2019

Aufgrund des von Sondereffekten geprägten Geschäftsverlaufs der ersten drei Monate und der wieder anziehenden Auftragseingänge ist der Vorstand der Villeroy & Boch AG zuversichtlich, den Prognose­rahmen für Umsatz und Ergebnis (Steigerung jeweils um 3 bis 5 %) im Gesamtjahr 2019 erreichen zu können. Dabei geht das Unternehmen weiterhin von einem moderaten weltwirtschaftlichen Wachstum aus, wenngleich sich die Dynamik derzeit nochmals abgeschwächt hat. Risiken sieht es insbesondere vor dem Hintergrund revidierter Konjunkturprognosen und zunehmender Rezessionssorgen im Euroraum.

Hinsichtlich der Veräußerung einer ehemaligen Werksimmobilie in Luxemburg mit einem Ertragspotential im hohen zweistelligen Millionenbereich befindet sich die Villeroy & Boch AG seit Februar dieses Jahres in exklusiven Verhandlungen mit einem Investor, mit dem im zweiten Halbjahr 2019 ein Abschluss erwartet wird.

 

 

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