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Schlimm ist, daß man Entscheidungen treffen muss, bevor man Erfahrungen gesammelt hat.    Robert Muthmann

24.05.2019

Meldung

12.03.2019: Die Zukunft der Thermotechnik kommt von Bosch

100 Millionen Euro Investitionen in Wärmepumpen

Uwe Glock, Geschäftsführer Bosch Thermotechnik
  • Rekordumsatz von 3,5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2018
  • Mit innovativen Produkten für Digitalisierung, Dezen­tralisierung und Elektrifizierung gut aufgestellt für die Energiewende
  • Uwe Glock, Geschäftsführer Bosch Thermotechnik: „Wir sind in der immer vielschichtiger werdenden Heiztechnikwelt der beste Partner für Fachkunden und sehen in dieser Komplexität neue gemeinsame Chancen.“

Im Jahr 2018 hat Bosch Thermotechnik einen Rekordumsatz von 3,5 Milli­arden Euro erzielt. Das Unternehmen ist in einem schwie­rigen konjunkturellen Umfeld um 2,3 Pro­zent im Vergleich zum Vorjahr ge­wachsen, wechselkurs­bereinigt um 4,6 Pro­zent. Regional hat sich der Umsatz in der Türkei sehr positiv ent­wickelt, aber auch in den Haupt­märkten Deutschland und Großbritannien war das Wachstum gut. Produkt­seitig zeigte sich erneut der Bereich Residential Heat­ing als Wachs­tumstreiber, hier hat vor allem das Geschäft mit Wärme­pumpen zum Erfolg bei­getragen.
 
Auf der Messe ISH Energy in Frankfurt/Main präsentiert Bosch Thermotech­nik sich auf rund 4 000 Quadratmetern in der neuen Messehalle 12 mit den erstmals direkt neben­einanderliegenden Ständen der Marken Bosch und Buderus. „Wir sind mit starken Marken und innovativen Produk­ten für Digitalisie­rung, Dezentrali­sierung und Elektrifizierung – die drei Mega­trends der Branche – gut aufgestellt. In der immer komplexer wer­denden Ther­mo­­technik­welt sind wir auch zukünftig der beste Partner für unsere Fachkunden.“, sagte Uwe Glock, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Thermotechnik. Unter dem Motto „Gemeinsam die Zukunft gestalten“ veranschaulicht Bude­rus, wie seine Fachpartner bei Auswahl, Inbetriebnahme, Wartung und Repa­­ratur von Heizungssystemen auf die Unter­stützung und Berat­ungskompe­tenz zählen können. Der Auftritt der Marke Bosch auf der ISH mar­kiert den letzten Schritt des Markenwechsels von Junkers zu Bosch: Die be­währte Heiztechnikkompetenz von Junkers wird erweitert um die Technologie­kompetenz von Bosch. Mit der Innovationskraft von Bosch steht den Kunden die gesamte Bandbreite wegweisender Raumklima- und Warmwas­ser­lösungen zur Verfügung. Damit bringt der Markenwechsel das Beste aus zwei Welten zusam­men. Ganzheitliche und faszinierende Lösungen aus der Hand eines Partners, der das Leben der Installateure und Anwender einfacher, ver­netzter und unab­hängiger macht.
 
Investitionen in Zukunftstechnologien
In der Heiz- und Klima­technik gewinnt die Elektrifizierung zunehmend an Bedeutung, elektrische Lö­sungen stehen heute gleichberechtigt neben Gas- und Öl-Geräten. „Wir werden unser Angebot mit Wärmepumpen, elektrischen Warmwasserlösungen und Klima­geräten aus­bauen. Daneben wollen wir auch neue Marktsegmente wie das Ener­giemanage­ment und brennstoffzellenbasierte Ener­gielösungen für uns erschlie­ßen“, so Glock. Bosch Thermotechnik investiert in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro in sein Wärmepumpengeschäft. Dabei liegt der Fokus auf ein­fach zu installierenden Systemlösun­gen mit digi­taler Unterstützung. 2018 gab es bereits drei neue Produktan­läufe auf drei neuen Fer­tigungs­linien am schwedischen Standort Tranas. Für den europäischen Markt für Hei­zungswärmepumpen, der 95 Prozent des Weltmarktes aus­macht, ist Bosch Ther­motechnik mit Entwicklungszentren in Tranas für Nordeu­ropa und Aveiro, Portugal, für Südeuropa sowie dem neuen Entwick­lungs­team in Wernau, Deutsch­­land, für Mitteleuropa gut aufgestellt. Die Erfolge des regional ange­pass­ten Portfolios sind bereits deutlich zu sehen: „In Schweden konnten wir seit der Produkt­einführung unserer neuen Abluftwärmepumpen unseren Markt­anteil mehr als verdoppeln, indem wir uns auf Einfachheit durch Standar­disierung sowie ein­fache Installation und Bedienbarkeit konzen­triert haben“, erklärte Glock.
 
Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie
Bosch treibt die Entwicklung der Brennstoffzelle für potenzielle neue Energiesysteme weiter voran. Gemeinsam mit dem Technologie-Spezialisten Ceres Power, Hors­ham, Großbritannien, will das Unternehmen die Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) voranbringen. Die 2018 geschlossene strategische Koope­ration umfasst auch eine Beteili­gung von vier Prozent an Ceres Power. Ziel ist es, die SOFC-Technologie durch Volumenfertigung zu industrialisieren und sie für die vernetzte und dezen­trale Energieerzeugung einzusetzen. SOFC-Systeme sollen in Städ­ten, Fabriken, Rechenzentren oder Ladesäulen für Elektrofahr­zeuge zum Einsatz kommen. „Die hocheffiziente Brennstoffzellen­technologie ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende, da sie zu Versorgungs­sicherheit und Flexibilität des Energie­systems beiträgt“, ist Uwe Glock überzeugt. Vor allem in einer immer stärker ur­ba­­nisierten Welt ist die Brennstoffzellen-Tech­nologie für die Versorgungssicher­heit entscheidend: 2050 werden voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Men­schen und damit 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städ­ten wohnen. Schon heute schlucken Metropolen 75 Prozent der weltweit ver­brauchten Energie. Bis 2035 wird der Energieverbrauch weltweit um 30 Pro­zent steigen. Dieser erhöhte Strombedarf kann in Zukunft nicht mehr nur mit großen, zentralen Kraftwerken abgedeckt werden. Ziel der Kooperation von Bosch und Ceres Power ist es deshalb, einen neuen Industriestandard bei der SOFC-Tech­nologie für die Nutzung in der dezentralen Energieversorgung zu etablieren.
 
Sektorkopplung in Gebäuden: Energiemanager von Bosch
Das Hausenergiesystem wird immer umfassender, elektrischer und komplexer. Bosch Thermotechnik liefert mit dem Energiemanager die Systemregelung, die neben Komfort auch die Energiekosten optimiert. Er unterstützt den Smart- Home-Besitzer auf dem Weg in die Energieunabhängigkeit und sorgt dafür, dass Energie­verbrauch, -gewinnung und -speicherung effizient zwischen verschiedenen Komponenten wie Wärmepumpe, Photovoltaik­anlage und zukünftig auch Elektrofahrzeugen gema­nagt werden. Die Software des Energiemana­gers bringt die unter­schiedlichen Komponenten intelligent zusammen und ermöglicht Eigenstromnutzung und effiziente Wärmeerzeugung. Der Energiema­na­ger ist in das Bosch Smart-Home-System integriert: Mithilfe der App haben Nutzer alle Daten im Blick und können Hausgeräte problemlos einbinden. Smart-Home-Bewohner können dank effizienter digitaler Steuerung und regene­rativer Solar­energie in Verbindung mit einem Batteriespeicher bis zu 70 Prozent ihrer Strom­kosten sparen.
 
Sektorkopplung in Quartieren: elektrische Speicher und Ladeinfrastruktur
Die in­telligente Sektorkopplung ist ein wichtiger Schlüssel, um künf­tig die Anforde­­rungen der Menschen an die Energieversor­gung in ihren Wohnge­bieten zu erfüllen. Glock betonte, wie wichtig es sei, sich hier strategisch als star­ker Anbieter ganz­heitlicher Systemlösungen und Services zu positionieren: „Wenn man die Ener­gie­wende schaffen will, muss man Effizien­zen in allen Sektoren heben, und das nicht nacheinander, sondern gemeinsam und gleichzeitig. Dafür braucht man in allen Sektoren effiziente Anlagen und möglichst erneuerbare Energien“, erklärte er auf der Bosch Thermotechnik-Presse­kon­fe­renz anlässlich der ISH.  Die einzelnen Bausteine – Elektrospeicher, Schnellladestatio­nen, die Festoxid-Brennstoffzellen-Tech­nologie und ergänzende Energiemanagementsoftware – müssen in einem cleveren Gesamtsystem zusammenbracht werden. Hier ist Bosch auf einem guten Weg: Mit einer 39-prozentigen Beteiligung an der ads-tec Energy GmbH im Oktober 2018 hat das Unternehmen seine Aktivitäten im Be­reich elektrischer Spei­chersysteme und deren Management ge­stärkt. „Gemein­sam mit ads-tec Energy können wir umfas­sende Systeme für das de­zentrale Energiemanage­ment in Gebäuden und Wohnquartieren anbieten und so einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Unsere Beteiligung an ads-tec Energy passt strategisch perfekt zu unserer Zu­kunfts­ausrichtung als digitales Klima- und Energieunter­nehmen“, so Glock. Das Management dezentraler elek­tri­scher Energiesysteme etabliert sich derzeit immer stärker in Städten und Quar­tieren.

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