Denkschubser   |   

Ideale sind wie Sterne. Wir können sie nie erreichen, bestimmen aber wie Seeleute mit ihrer Hilfe unseren Kurs.    Carl Schurz

25.03.2019

Meldung

10.03.2019: Rohrbruch – der Frust nach dem Frost

Jeder zweite Gebäudeschaden ist ein Wasserschaden. Gerade im Frühjahr sollten Hauseigentümer und Bewohner besonders achtsam sein, raten die Experten von DEKRA. Denn durch den strengen Frost im Winter können Leitungen und Armaturen unbemerkt beschädigt worden sein. Die Schäden zeigen sich mitunter erst lange Zeit nach der Frostperiode.

Nach Angaben des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) sind 48 Prozent aller regulierten Schäden in Gebäuden Wasserschäden aus der eigenen  Wasserleitung. Alle 30 Sekunden gibt es in Deutschland irgendwo ein Leck in einem Haus, die Schäden gehen in die Milliarden. Werden die Analytiker von DEKRA hinzugerufen, entdecken sie nicht selten Schäden an Armaturen und Leitungen, die auf Frost zurückzuführen sind. Teils, weil Räume unzureichend beheizt, Leitungen nicht isoliert oder frostgefährdete Leitungen nicht ordnungsgemäß abgestellt wurden.

Typische Schäden entstehen an Außenarmaturen und ihren Zuleitungen. Ist die Leitung nicht ordnungsgemäß abgestellt, bildet sich bei Frost in der Leitung ein Eispfropf, der sich ausdehnt und das Rohr zum Bersten bringen kann. Ein solcher Schaden fällt unter Umständen erst lange Zeit nach der Frostperiode auf, wenn die Leitung wieder in Betrieb genommen wird.

Entstehen beispielsweise in unbeheizten Keller- oder Dachgeschossräumen durch Frost kleine Leitungsrisse, aus denen nur wenig Wasser austritt, kann es Wochen dauern, bis der Schaden sichtbar wird. Deshalb raten DEKRA Experten dazu, in solchen Fällen nach der Frostperiode alle Räume und das Mauerwerk über einen längeren Zeitraum  immer wieder auf feuchte Stellen zu überprüfen.

Im DEKRA Labor für Werkstofftechnik und Schadensanalytik zeigt sich dann unter dem Elektronenmikroskop, ob Frost, Korrosion, ein Einbau- oder Materialfehler die Schadensursache war. Dabei fällt auf: Betroffen von Frostschäden sind oft  ältere Wasserleitungen, die schon länger als 30 bis 50 Jahre in Betrieb sind. Sie sind häufig durch Korrosion oder mechanische Beanspruchung geschwächt. Sachverständige empfehlen deshalb nach drei Jahrzehnten eine Überprüfung des Leitungssystems durch einen Fachmann.

Auch bei so genannten Flexschläuchen an Trinkwasserinstallationen heißt es „Augen auf“. Sie haben meist nur eine Lebensdauer von 20 Jahren, sind oft anfällig für  Korrosion und somit ein Schwachpunkt.

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