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18.03.2019

Meldung

02.03.2019: Brennstoffzelle: "Förderprogramm ist ein voller Erfolg"

Mit über 5.700 bewilligten Förderanträgen übertrifft die Marktentwicklung alle Erwartungen

Die hocheffiziente Brennstoffzelle erzeugt Wärme und Strom und senkt sowohl die Emissionen als auch die Energiekosten (Bild: Viessmann Werke).

Die hocheffiziente Brennstoffzelle erzeugt Wärme und Strom und senkt somit sowohl die Emissionen als auch die Energiekosten in Neu- und Bestandsgebäuden nachhaltig. Die Marktentwicklung der Technologie in Deutschland zeichnet einen positiven Trend ab und verdeutlicht den Erfolg des KfW-Förderprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Seit Beginn des KfW-Förderprogramms 433 „Zuschuss Brennstoffzelle“ im Sommer 2016 wurden knapp 5.700 Förderanträge bewilligt, wie aktuelle Zahlen des BMWi zeigen. Das entspricht einem Fördervolumen von rund 85,2 Millionen Euro. Allein im Januar 2019 wurden über 300 Anträge gewährt. Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Förderung mindestens bis Ende 2019 uneingeschränkt fortgeführt, bestätigt das Ministerium. Sobald ausreichend Marktdaten vorliegen, wird die Förderstrategie evaluiert und gegebenenfalls überarbeitet.

„Die neuen Zahlen belegen: High-Tech ist nicht mehr nur etwas für Auto oder Handy. Auch im Heizungskeller wollen viele Verbraucher nicht mehr hinter dem Stand der Technik zurückbleiben. Wir glauben daher fest daran, dass der Wachstumspfad weitergeht und wir die Nachfragezahlen von 2018 in diesem Jahr deutlich übertreffen werden“, so Dr. Timm Kehler, Sprecher der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) und Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS. „Jetzt muss das Tempo weiter hochgehalten werden: Mit dem Förderprogramm wurde ein wichtiger Impuls gesetzt und ins Schwarze getroffen – die Förderung ist ein voller Erfolg. Sie sollte daher auch nach 2019 weitergeführt werden, um einen Markthochlauf der Technologie zu gewährleisten und Geräteherstellern längerfristig Investitionssicherheit zu bieten.“  

Der Brennstoffzelle kommt als effizientester Art der Wärme- und Stromerzeugung eine tragende Rolle bei der Energiewende zu. Durch den Ausstieg aus der Atom- und der Kohleverstromung werden in Deutschland immer mehr dezentrale Energieerzeuger benötigt. Die Brennstoffzellentechnologie bietet hier eine attraktive Lösung, die gleichzeitig das Klima schont: Denn gegenüber einer alten Gasheizung werden knapp 70 Prozent CO2 eingespart; zusätzlich sinken die Energiekosten um rund zwei Drittel. Die Stromerzeugung im Heizungskeller ist somit effizienter als die meisten Großkraftwerke.

„Der Handlungsdruck im Gebäudesektor ist gewaltig: Die energetische Gebäudesanierung kommt nicht vom Fleck. Etwa 60 Prozent der in Deutschland eingebauten Heizungen sind technisch veraltet und arbeiten daher ineffizient. Statt sich nur auf die Regulierung des Neubaus einzuschießen, muss endlich der Bestand in den Fokus rücken – hier liegt das größere Problem, das es anzugehen gilt. Die Brennstoffzellenheizung benötigt keine umfassende Gebäudesanierung. Sie ist quasi das Schweizer Taschenmesser unter den Heizungen und kann sowohl im Neubau als auch im Bestand für echten Klimaschutz sorgen“, fasst Kehler zusammen.

Über die Initiative Brennstoffzelle

Bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2001 setzt sich die Initiative Brennstoffzelle für die Verankerung der Effizienztechnologie im Wärmemarkt ein. Getragen wird die Initiative durch den Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und die Brancheninitiative Zukunft ERDGAS. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) sowie die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) unterstützen die IBZ seither als wertvolle Kooperationspartner.

Über Zukunft ERDGAS e.V.

Zukunft ERDGAS ist die Initiative der deutschen Erdgaswirtschaft. Sie vertritt die Marke und das Produkt ERDGAS gegenüber Verbrauchern, Politik und Marktpartnern. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern setzt sich Zukunft ERDGAS dafür ein, dass die Potenziale des Energieträgers genutzt werden und informiert über die Chancen und Möglichkeiten, die ERDGAS für die Energiewende und in Zukunft bietet. Getragen wird Zukunft ERDGAS von führenden Unternehmen der Erdgaswirtschaft. Branchenverbände und die Heizgeräteindustrie unterstützen die Initiative als Partner.

Über den Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V.

Die im Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH) organisierten Unternehmen produzieren Heizsysteme wie Holz-, Öl- oder Gasheizkessel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungstechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizung/-kühlung, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2017 weltweit einen Umsatz von ca. 14,5 Mrd. Euro und beschäftigten rund 73.800 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

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