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Die Zeit ist eine Uhr ohne Ziffern.    Ernst Bloch

19.04.2019

Meldung

10.02.2019: IHM: Erfolgsgeschichten und neue Werkzeuge

Das Weiterbildungs- und Informationsangebot für Fachbesucher aller Gewerke ist auf der Internationalen Handwerksmesse groß wie nie: In einer eigenen Halle, der C2, erleben sie Vorträge, Workshops, Beratungsangebote, Best-Practice-Beispiele, ein Forum sowie eine Lounge zum Netzwerken. Und: Auch auf der IHM-Website gibt es einen eigenen Fachbesucherbereich mit viel Mehrwert.

Als Gewerke übergreifende Leitmesse für das gesamte Handwerk weist die Internationale Handwerksmesse der Branche und ihren Betrieben den Weg in die Zukunft. Sie vereint Themen vieler Fachmessen in einer einzigen Veranstaltung, deren Besuch sich für jeden Handwerker auszahlt. Sie findet vom 13. bis 17. März 2019 auf dem Messegelände München statt.

Neue Werkzeuge, digitale Assistenten

Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3D-Drucker und Co-Bots über Softwarelösungen und digitale Assistenzsysteme für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens, die Internationale Handwerksmesse und ihre Aussteller zeigen, wie es geht. Mit dabei ist unter anderem Gunnar Bloss, Tischler und Geschäftsführer des Unternehmens werk5, wo Co-Bots einen Teil der Arbeit erledigen. Dass dadurch das traditionelle Handwerk verloren ginge, glaubt er nicht. „Sie sind Werkzeuge. Im Handwerk geht es darum, Unikate herzustellen. 3D-Drucker und Roboter helfen uns dabei: Durch sie können wir hochindividualisierte Produkte herstellen." Zudem könnten sie Arbeiten erledigen, die bei Mitarbeitern unbeliebt seien. Auf der Messe gibt er sein Wissen über Kollaborative Robotik weiter und stellt einen dieser Helfer vor.

Fachbesucherforum mit vollem Programm und den „Langhaarmädchen“

Neben den Ausstellern bietet das Fachforum an allen fünf Messetagen ein umfangreiches Programm mit Vorträgen über neue Arbeitsformen und Produktionsmethoden ebenso wie zur Positionierung des eigenen Unternehmens. Dort zu erleben sind auch die „Langhaarmädchen“ Mona Mayr und Julia Schindelmann. Die deutschlandweit bekannten Friseurmeisterinnen, die mit ihrem Styling-Bus zur Messe kommen, haben ihre Begeisterung für lange Haare und jede Menge Know-how in die Marke „Langhaarmädchen“ der Drogeriemarktkette dm einfließen lassen. Der Titel ihres Vortrags auf dem Forum: „Wie wir unser Handwerk neu erlebbar machen. Schaff dir eine Marke“.

Mit Softwarelösungen besser organisiert

Wie mit weniger Personal mehr Aufträge erledigt werden, zeigt Martin Urbanek, Geschäftsführer des Handwerksbetriebs Vallovapor, der mit Programmierern die Software „openHandwerk“ entwickelt hat. Seitdem sind seine Mitarbeiter mit Smartphone und Tablet unterwegs und Absprachen laufen zentral über die Software. „Wir können mehr Aufträge abwickeln, einfach weil wir besser organisiert sind“, sagt er. Sie werde auch schon von anderen Betrieben genutzt, vor allem von Handwerkern, die viele Einsätze außer Haus haben, wie Elektriker, Gebäudereiniger, Sanitär- und Malerfachbetriebe. Weiterer Vorteil: Arbeiten mehrere Gewerke zusammen, können sie sich über die Software koordinieren. „Das Problem vieler Handwerker, zu viele Aufträge - zu wenig Personal, haben wir durch die Gründung von openHandwerk in den Griff bekommen“, so Urbanek, der die Software auf der Messe vorstellt.

Beratung durch unabhängige Experten

Durch Automatisierung können sich Handwerker Arbeiten ersparen, auf die sie vielleicht lieber verzichten, wie Büroarbeit oder Rechnungen schreiben, erklärt Jens Bille vom Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI), das auf der Messe mit dem Netzwerk der Bits der Handwerkskammern Beratungen für Handwerksunternehmen aller Gewerke anbietet. Dazu müsse nicht gleich der gesamte Betrieb verändert werden, so Bille weiter, schon kleine Schritte in Richtung Digitalisierung reichten aus, um ineffiziente Prozesse zu ersetzen. So könnten zum Beispiel Stundenzettel der Mitarbeiter via Smartphone geschrieben und verschickt werden, um Papier und Aufwand zu sparen. Auch die Fläche DIGITALISIERUNG PRAKTISCH GESTALTEN steht mit Coaching- und Beratungsangeboten im Zeichen digitaler Anwendungen. Hier stellen Experten Lösungen vor, um die Digitalisierung im Büro, in der Werkstatt oder auf der Baustelle praktisch umzusetzen.

Vom handwerklichen Ursprung bis zur Nutzung künstlicher Intelligenz

Unter dem Motto „Gestern | Heute | Morgen - Ist das noch Handwerk?" wird am Stand des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) die Entwicklung ausgewählter Handwerksberufe im Wandel der Zeit dargestellt: vom handwerklichen Ursprung bis hin zur Nutzung künstlicher Intelligenz. Darüber hinaus bietet das BMWi Beratungen zu Themen wie Existenzgründung und Fachkräftesicherung an. Weiteres Highlight am Stand ist der Auftritt des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk, das Handwerksbetriebe bei der Umsetzung digitaler Produktions- und Arbeitsprozesse unterstützt, Beispiele zeigt und vielfältige Informationen liefert.

Neuer Bereich für Fachbesucher auch auf der Website

Das offizielle Leitmotiv der Internationalen Handwerksmesse 2019 lautet „Ist das noch Handwerk? Die Tradition als Basis. Die Zukunft als Vorbild." Damit lehnt sie sich an die Imagekampagne des Handwerks an und erweckt sie gleichzeitig zum Leben. Auf Themenflächen wie „Land des Handwerks", „INNOVATION GEWINNT!" und dem Messestand zum Leitmotiv „Fokus. Ist das noch Handwerk?" präsentiert sie in der Fachbesucherhalle C2 Erfolgsbeispiele aus unterschiedlichen Gewerken, beispielsweise von Tischlermeisterin Johanna Röh, einem der Gesichter der Imagekampagne 2019. Neben der eigenen Fachbesucherhalle C2 gibt es auch auf der IHM-Website einen eigenen Fachbesucherbereich mit zahlreichen Infos und einer umfassenden Vorschau unter www.ihm.de/fachbesucher.

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