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15.11.2018

Meldung

07.11.2018: IWO: Kommentar zur Agora-Studie zum Wert der Effizienz im Gebäudesektor

„Effizienzsteigerung und synthetische Brennstoffe sind kein Gegensatz“

IWO-Geschäftsführer Adrian Willig Foto: IWO

Die Klimaziele im Gebäudebestand lassen sich am besten erreichen durch Effizienzsteigerung, Einbindung erneuerbarer Energien und den Einsatz zunehmend treibhausgasneutraler Brennstoffe. Eine heute veröffentlichte Studie von Agora Energiewende sieht den Schlüssel für eine kostengünstige Wärmewende hingegen primär in der Dämmung bestehender Gebäude. Ein flächendeckender Einsatz von synthetischen Brennstoffen, die aus erneuerbarem Strom erzeugt werden (Power-to-X) als Ersatz für fossiles Erdgas und Heizöl sei laut der Studie kurzfristig kaum darstellbar und wäre deutlich teurer als der Effizienz-Pfad.

„Synthetische Brennstoffe und Effizienzsteigerung sind aber gar kein Gegensatz – wir brauchen beides“, betont Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO), anlässlich der Studienveröffentlichung. „Auch zukünftige synthetische erneuerbare Energieträger sollten effizient genutzt werden. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass bestehende Gebäude energetisch optimiert und alte Heizungsanlagen gegen effiziente Systeme ausgetauscht werden. Wo es sinnvoll ist, sollten erneuerbare Energien zudem direkt zum Heizen genutzt werden, etwa in Hybridheizungen. Zahlreiche Studien der jüngsten Zeit zeigen aber, dass wir neben Effizienzsteigerung und Hybridisierung  als eine weitere Option erneuerbare flüssige Energieträger brauchen. Ein Maßnahmenmix, der synthetische Brennstoffe mit einschließt, ist der robustere Weg zu mehr Klimaschutz. Denn wenn beispielsweise die Steigerung der Modernisierungsquoten im Gebäudebereich ins Stocken gerät, könnten mit weitgehend treibhausgasneutralen Brennstoffen die CO2-Minderungsziele dennoch erreicht werden“, so Willig.

„Flüssige Energieträger haben zahlreiche Vorteile: Sie besitzen eine hohe Energiedichte, lassen sich einfach speichern und transportieren, und für ihren Einsatz steht bereits heute eine hervorragende Infrastruktur bereit“, erklärt Willig. „Neue flüssige Brennstoffe auf Basis erneuerbarer Energien ermöglichen es, diese Vorteile langfristig weiter zu nutzen. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, dass sie in der heute verfügbaren hocheffizienten Brennwerttechnik ohne aufwändige Umrüstungen einsetzbar wären. Wenn das Effizienzpotenzial, das allein schon die Umstellung auf Brennwerttechnik bietet, in den nächsten Jahren gehoben werden soll, braucht es eine attraktive Förderung. Eine technologieoffene steuerliche Förderung energetischer Modernisierungsmaßnahmen würden wir daher begrüßen.“

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