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Es stimmt, daß Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen.    George B. Shaw

20.10.2018

Meldung

10.10.2018: ACO Haustechnik: Bodenebene Duschrinnen (Teil 3 von 5)

Was es bei Planung, Auswahl und Einbau zu beachten gilt

Die Design-Duschrinne ACO ShowerDrain M aus Edelstahl ist ein modulares Baukastensystem, das einen Rinnenkörper aus Edelstahl, Ablaufkörper, Designrost und Zubehör umfasst. Bildquelle: ACO Passavant GmbH

Eine bodenebene Lösung für den Wasserablauf des Duschplatzes ist heutzutage meistens die erste Wahl, wenn ein Badezimmer neu gebaut oder renoviert wird. Das hat gute Gründe: Eine bodenebene Duschrinne ist Teil eines barrierefreien und damit förderfähigen Badezimmers. (Die staatliche KfW-Bank fördert Eigentümer beim Umbau, ausführliche Informationen unter www.kfw-foerderbank.de.) Neben der Bodenebenheit zählen aber auch Vorteile hinsichtlich Design (perfekte Einbindungsmöglichkeiten in den Bodenbelag), Technik (problemlose Anbindung von Verbundabdichtungen, sichere Wasserableitung, bauseitige Anpassbarkeit von Höhe und Gefälle, individuelle Rohrleitungsführung) und Komfort (Stichwort einfaches Reinigen, Hygiene). Die Voraussetzungen für eine Installation, die sich in der Praxis und alltäglichen Nutzung bewährt, heißen fachgerechte Planung, gute Modellauswahl und natürlich handwerklich professioneller Einbau.

2.4. Geruchschutz

Zur Absicherung des Bades gegen eindringende Gerüche und Gase aus der öffentlichen Kanalisation wird in modernen Duschrinnen ein herausnehmbarer Geruchverschluss mit Wasservorlage verwendet, der zu Reinigungszwecken zerlegbar ist und einen freien Zugang zur Rohrleitung ermöglicht. Nach DIN EN 1253-1 gilt eine Wasservorlagenhöhe von 50 mm als sichere und normgerechte Geruchverschlusshöhe. Eine derartige Wasservorlage kann die Über- und Unterdrücke in der Fallleitung sicher ausgleichen. Kleinere Geruchverschlusshöhen können bei wenig genutzten Bädern sehr viel schneller zu Geruchsbelästigungen führen als Geruchsverschlüsse mit genormten Sperrwasserhöhe; sie gelten als Normabweichungen, die im Einzelfall mit dem Auftraggeber vereinbart werden muss.

2.5. Brandschutz

In Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen, Hotels, Seniorenresidenzen, öffentlichen Gebäuden, Krankenhäuser usw. muss der vorbeugende Brandschutz beachtet werden. Wenn der Abflussstutzen der Duschrinne senkrecht durch die Decke geführt wird, kommen vorzugsweise Duschrinnen mit Brandschutzeinrichtung zum Einsatz. Denn Deckendurchführungen sind im Brandfall besonders kritische Punkte, durch die sich Feuer und Rauch schnell in das nächste Geschoss ausbreiten können. Die Verwendung einer Duschrinnen mit integriertem Brandschutz – bietet hier eine sichere Lösung. Die Wasservorlage im Geruchsverschluss der Duschrinne (min. 50 mm) und ein herausnehmbarer Brandschutzeinsatz (Feuerwiderstandsklasse R30 bis R120) schützen vor einem Übergreifen von Feuer und Rauch in das nächste Geschoss. Die Duschrinne muss mindestens die gleiche Feuerwiderstandsklasse haben wie die Decke, in der die Rinne eingelassen ist.

2.6. Belastbarkeit

Duschrinnen sind im Gehbereich verbaut und folglich einer Verkehrsbelastung ausgesetzt. Die Abdeckungen bzw. Roste von Duschrinnen müssen gemäß DIN EN 1253 auf Belastung geprüft und entsprechend klassifiziert werden. Marktüblich ist eine Belastbarkeit von Duschrinnen entsprechend der Belastungsklasse K 3 (nach DIN EN 1253-1 Flächen ohne Fahrverkehr, belastbar bis max. 300 kg).

Schematische Darstellung Schallschutz für Duschrinnen gemäß der in DIN 4109 festgelegten Schallschutzanforderungen. Bildquelle: ACO Passavant GmbH2.7 Schallschutz

Beim Schallschutz gilt es, die Anforderungen an den Installationsschallpegel einzuhalten. Bei der Ausführung der schallschutztechnischen Maßnahmen ist zunächst festzulegen, ob Schallschutz nach DIN 4109 oder VDI 4100 gefordert wird. Bei der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ handelt es sich laut eines Grundsatzurteils des Bundesgerichtshofs um eine Eingeführte Technische Baubestimmung, die lediglich die öffentlich-rechtlichen Mindestanforderungen an den Schallschutz erfüllt. Das Gerichtsurteil besagt zudem, dass die DIN 4109 für den zivilrechtlichen Bereich größtenteils belanglos ist und deshalb nur unter bestimmten Voraussetzungen werkvertraglich wirksam vereinbart werden kann. Schallpegel nach den heute üblichen Standards für Qualität und Komfort lassen sich mit der DIN 4109 nicht erreichen: Die vorgegebenen schalltechnischen Mindestwerte entsprechen nicht mehr den heute anerkannten Regeln der Technik. Werden entgegen dieser Feststellung dennoch die Werte nach DIN 4109 verlangt, muss dies im Werkvertrag eindeutig und unmissverständlich formuliert werden. Wesentlich zeitgemäßer bildet die VDI 4100 „Schallschutz in Wohnungen“ (vorrangig in den Schallschutzstufen SSt II und SSt III) die schalltechnischen Anforderungen an moderne und komfortable Wohnräume ab. Auch Gebäude wie Hotels, Kliniken und Seniorenresidenzen fallen unter diese erhöhten Anforderungen.

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