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16.08.2018

Meldung

08.08.2018: heizkurier-Tipps zur Estrichtrocknung bei Raum-Flächenheizungen

In einer Zeit, in der Hochleistungs-Schnellestriche bereits nach 24 Stunden Belegreife versprechen, können sich Estrichleger, Heizungsbauer und die verbundenen Gewerke nicht mehr auf altherge-brachte Verfahren verlassen. Faustregeln, wonach ein Zentimeter Estrich etwa sieben Tage für die Trocknung benötig, haben nur noch bedingt Gültigkeit. Aufgrund der Vielzahl der Estricharten ist die Dauer des Trocknungsprozesses zum Beispiel abhängig vom Hersteller, den eingesetzten Bindemit-teln, den verwendeten Beschleunigern, der Verlegeart und weiteren Faktoren.

Großes Fehlerpotential schlummert vor allem in einer unzureichenden Informationsweitergabe der Gewerke untereinander. Die Praxis zeigt, dass dem Heizungsbauer häufig Angaben zu den herstellerspezifischen Trocknungsvorgaben für die verwendete Estrichsorte fehlen. Diese sind zwar im so genannten Heizprotokoll aufgeführt. Allerdings erhält der Heizungsbauer dieses Dokument meist nicht aktiv vom Hersteller, sondern muss es in vielen Fällen erst anfordern. Darüber hinaus gilt es, Kenntnis der verwendeten Bindemittel und Beschleuniger zu erlangen. Erst mit vollständigen Informationen kann ein gewährleistungssicherer Trocknungsprozess durchgeführt werden.

Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. hat dazu zusätzlich gewerkübergreifende Zusammenhänge in seinem Informationsdienst zur Schnittstellenkoordination bei Flächenheizungssystemen zusammengefasst. Die Information dient vor allem der Abstimmung und Koordination zwischen den Gewerken bei der Herstellung von raumflächenintegrierten Flächenheiz- und -kühlsystemen.

Heizkurier empfiehlt, gezielt nach den Vorgaben des Estrichproduktes (Aufheizprotokoll) zu fragen. Achten Sie auf frühzeitige Kommunikation zwischen den Gewerken, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen. Informieren Sie sich über die Heizleistung der Bestandsanlage. Häufig reicht diese nicht aus, um die Vorgaben des Estrichherstellers zu gewährleisten. Betrachten Sie nicht nur die reinen Mietkosten einer mobilen Wärmezentrale, sondern kalkulieren Sie vor allem die Betriebskosten. Häufig machen die Betriebskosten den Löwenanteil der Gesamtkosten aus, wenn man das falsche Gerät wählt. Erbringen Sie einen schriftlichen Nachweis durch eine Dokumentation im Aufheizprotokoll.

Fünf häufige Fehler bei der Estrichtrocknung

  • Unkenntnis bzgl. des verwendeten Estrichs und fehlendes Heizprotokoll (Dokument vom Estrichhersteller, das alle Vorgaben zur korrekten Estrichtrocknung enthält).
  • Zu späte Information an ausführende Heizungsfirma über verwendeten Estrich und Aufheizungsbedarf.
  • Nicht Einhalten der Vorgaben des Estrichherstellers mit dem Risiko von Spannungs- oder Rissschäden am Estrich.
  • Falsches Lüften. Ob und wie oft gelüftet werden muss, ist immer abhängig von der verwendeten Estrichart.
  • Zu gering kalkulierte Leistung der Mietheizung. In Folge dessen deutlich längere Betriebslaufzeit, deutlich höhere Betriebskosten.

Achtung bei modernen Energiekonzepten

Zusätzliche Herausforderungen kommen auf Heizungsbauer und Estrichleger im Zuge der Energiewende zu. Denn Insbesondere bei Häusern mit modernen Energiekonzepten ist zum Teil Vorsicht geboten. Hausheizungen brauchen zwar immer weniger Strom, Gas oder Öl. Die Heizleistung reicht allerdings bei mancher modernen Bestandsanlage nicht mehr aus, um Estrich trocknen zu können. Ein Beispiel sind Energiekonzepte auf Basis von Wärmepumpen. Hier lassen sich die Vorgaben der Estrichhersteller aufgrund einer zu geringen Wärmeleistung häufig nicht erfüllen. Dies kann zu unnötigen Folgekosten bis hin zu Baufeuchteschäden und Schlimmerem führen.

Gerade Erd- oder Luftwärmepumpen in Niedrigenergiehäusern sind nicht für die erforderliche Heizleistung ausgelegt, die zur Estrichtrocknung erforderlich ist. Denn die während der Trocknungsphase erforderliche Wärmeanforderung übersteigt regelmäßig die abrufbare Heizleistung der Wärmepumpe. In der Folge ist läuft die Wärmepumpe sofort unter Volllast, statt langsam in Betrieb genommen zu werden. Und dies dauerhaft für den gesamten mehrtägigen Trocknungsprozess. Schlimmer als die dabei entstehenden extrem hohen Energiekosten, sind mögliche Schäden am Erdkollektor. Dieser kann dabei vereisen und sogar vollständig unbrauchbar werden.

Durch den permanenten Betrieb in der Aufheizphase kann es Aufgrund der unzureichenden Heizleistungen zu Schäden an der Wärmepumpe kommen. Bei mangelnder Estrichtrocknung auch mit nachfolgend drohenden Feuchteschäden.

Schutz vor drohenden Schäden und Regressforderungen bieten mobile Heiztechnologien, wie sie etwa die heizkurier GmbH in Form von Elektro-heizkurieren oder als Öl- bzw. Gas-Heizzentralen zur Miete und zum Kauf anbietet. Mit mobilen heizkurieren, lässt sich die Estrichtrocknung nicht nur beschleunigen, sondern auch vereinfachen und vor allem gewährleistungssicher und termingerecht durchführen.

Weitere Infos unter www.heizkurier.de

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