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Der Rechnungshof ist der zahnlose Mund, aus dem der Steuerzahler "Au!" schreit.    Helmar Nahr

19.12.2018

Meldung

12.07.2018: Bosch Thermotechnik auf Wachstumskurs

Umsatzplus im ersten Halbjahr 2018 von sechs Prozent

Uwe Glock, Vorsitzender der Geschäfts¬führung der Bosch Thermotechnik GmbH Quelle: Bosch
  • Rekordumsatz von 3,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2017 erzielt
  • Smart Heating: Mehr als 415 000 vernetzbare Geräte verkauft
  • Uwe Glock, Geschäftsführer Bosch Thermotechnik: „Wir sind mit innovativen Produkten für Dekarbonisierung, Digitalisierung und Dezentralisierung gut aufgestellt für die Energiewende“

2017 hat die Bosch Thermotechnik GmbH einen Rekordumsatz von 3,4 Milliarden Euro und ein Umsatzwachstum von nominal vier und währungs­bereinigt sechs Prozent erzielt. Auch im ersten Halbjahr 2018 ist Bosch Thermo­technik deutlich gewachsen. Der Umsatz ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um nominal drei und währungsbereinigt um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. „In den vergangenen 18 Monaten hat sich Bosch Thermotechnik sehr gut entwickelt, und das trotz eines schwierigen Um­felds“, sagte Uwe Glock, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Die Kosten für Rohstoffe und Transport sind deutlich gestiegen, und wir hatten mit negativen Wechselkursentwicklungen zu kämpfen. Obwohl uns die Währungsabwertungen insbesondere von türkischer Lira und britischem Pfund einen zweistelligen Millio­nenbetrag gekostet haben, konnten wir 2017 den bisher höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielen“, so Glock.

Produktseitig sind vor allem Wärmepumpen und wandhängende Geräte Wachs­tumstreiber, während das Umsatzplus marktseitig besonders auf einem starken Europageschäft basiert. Kräftige Umsatzzuwächse erzielte Bosch Thermotechnik insbesondere im Hauptmarkt Deutschland und in der Türkei, außerdem in fast allen Märkten Mittel- und Osteuropas. Trotz Brexit und der damit verbundenen negativen Währungseffekte legte Bosch Thermotechnik im wichtigen britischen Markt deutlich zu und hat einen Umsatzzuwachs von acht Prozent in Landes­währung im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftet. „Es zahlt sich aus, dass wir seit Jahren kräftig und kontinuierlich in den Ausbau von innovativen Zukunftstechno­logien investiert haben. Im Jahr 2017 war unser Budget für Forschung und Ent­wicklung mit 172 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie vor zehn Jahren“, so Glock. Mit mehr als 415 000 verkauften vernetzbaren Produkten ist Bosch Thermotechnik der führende Anbieter von Smart-Heating-Lösungen, die Komfort, Energieeffizienz, Betriebssicherheit und Servicequalität deutlich erhöhen. Auch die 2015 eingeführte völlig neuartige Gerätegeneration, die unter dem Namen DNA für Furore in der Branche gesorgt hat, kommt im Markt gut an. Die Geräte zeichnen sich durch Vernetzbarkeit, ein modulares Baukonzept, Servicefreund­lichkeit und markantes Design aus. Die Geräteserie ist mittlerweile in rund 30 Ländern weltweit erhältlich. „Damit haben wir unsere Position als Weltmarkt­führer für Wohngebäude weiter gestärkt und neue Maßstäbe für die Heiztechnik­branche gesetzt“, betonte Glock.

Gut aufgestellt für die drei Megatrends in Zeiten der Energiewende

In den vergangenen zehn Jahren hat sich Bosch Thermotechnik von einem Pro­duktanbieter zu einem internationalen Anbieter von kompletten Systemen im HVAC-Markt (Heating, Ventilation, Air-Conditioning) entwickelt. Auf dem Weg zur Thermotechnik der Zukunft setzt Bosch Thermotechnik weiter auf die drei Ge­schäftsfelder ‘Heizsysteme und Energiemanagement für Wohngebäude‘, ‘Warm- wasserbereitung‘ sowie das ‘Anlagengeschäft für gewerbliche und industrielle Heizungs- und Klimatisierungssysteme‘. „Unser Ziel ist es, in Zeiten der Energie­wende zu einem digitalen Klima- und Energie-Unternehmen inklusive Servicege­schäft zu werden, und wir streben dabei ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent pro Jahr an“, erläuterte Uwe Glock die ehrgeizigen Zukunftsziele. Dabei sind die drei großen Megatrends der Heiztechnikbranche - Dekarboni­sierung, Digitalisierung und Dezentralisierung (Zunahme dezentraler Stromer­zeugung) - langfristig die größten Herausforderungen, um Bosch Thermotechnik fit und sicher für die Zukunft zu machen. „Daher ist es wichtig, dass wir schon jetzt massiv den Ausbau von elektrischen Systemen, beispielsweise Wärmepum­pen in Verbindung mit kontrollierter Wohnraumlüftung oder elektrische Warm­wasserlösungen, vorantreiben. Auch der Ausbau des Neubaugeschäfts mit kom­pletten Systemlösungen für Wohngebäude, das Projektgeschäft im gewerblichen und industriellen Segment oder der Vorstoß in neue Geschäftsgebiete wie die Luftreinigung sind Schwerpunkte auf unserer Agenda für die kommenden Jahre“, sagte Glock. Bereits heute hat Bosch Thermotechnik eine Vielzahl an Produkten im Portfolio, die die drei zuvor genannten Megatrends für Installateure und Endkunden innovativ umsetzen.

Stationäre Batteriespeicher von Bosch machen Stromversorgung flexibel

Der Markt für stationäre Hochleistungsbatteriespeicher wächst rasant, denn effi­ziente Batteriesysteme verstetigen erneuerbare Energien und gleichen den zeit­lichen Versatz zwischen Stromerzeugung und -bedarf aus. Bosch Thermotechnik bietet Stromspeicher in Leistungsbereichen für kleinere Industriebetriebe bis hin zu Kraftwerken an. Die Bosch-Batteriespeicher zeichnen sich durch ein ausge­klügeltes Kühlungssystem aus, das geringere Betriebskosten verursacht und eine vorzeitige Alterung der Batterien verhindert. Ein solcher Großspeicher steht beispielsweise auf dem Werksgelände von Bosch Thermotechnik in Wernau. Der zwölf Meter lange und mit 432 Batteriemodulen beladene Container kann vierzig Vier-Personen-Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von jeweils 3.500 kWh eine Woche lang versorgen. Die Anlage ist mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und lädt oder entlädt sich je nach Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt. „Wir sind davon überzeugt, dass sich unsere Batteriespeicher wirt­schaftlich durchsetzen werden, da sie effizienter und schneller als andere Lösun­gen sind“, sagte Uwe Glock.

Smarte Vernetzung mit dem dezentralen Energiemanager von Bosch

Der neue, im März auf der Fachmesse SHK Essen vorgestellte Energiemanager von Bosch unterstützt Smart-Home-Bewohner auf dem Weg in die Energie­Unabhängigkeit. Hausbesitzer entscheiden sich immer häufiger für ein System aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage. Die Software des Energiemanagers bringt dabei diese beiden Lösungen als Kombination intelligent zusammen und ermöglicht Eigenstromnutzung und effiziente Wärmeerzeugung. Der Energiema­nager ist in das Bosch Smart-Home-System integriert: Mithilfe der App haben Nutzer alle Daten im Blick und können Hausgeräte problemlos einbinden. Smart- Home-Bewohner können dank effizienter digitaler Steuerung und regenerativer Solarenergie in Verbindung mit einem Batteriespeicher bis zu 80 Prozent ihrer Stromkosten sparen.

Digitale Servicetools unterstützen Fachhandwerker

„Digitale Lösungen sind für die Gestaltung der Zukunft in der Heizungsbranche der Schlüssel zum Erfolg. In absehbarer Zeit werden wir einen Großteil unseres Umsatzes mit vernetzbaren Lösungen erzielen. Unser Ziel ist es, Fachfirmen auf dem Weg in die vernetzte Welt als starke Partner zu unterstützen, so dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und dem Endkunden bestmöglichen Service bieten können“, so Glock. Ein neuer Baustein im digitalen Lösungs­angebot des Unternehmens ist seit April 2018 die App EasyContact, die Fach­handwerkern einen direkten telefonischen Kontakt zu Bosch Thermotechnik- Experten ermöglicht. Mit nur drei Klicks wird der Handwerker schnell und einfach mit dem gewünschten Fachbereich verbunden. Im Laufe dieses Jahres werden weitere Funktionen ergänzt: So kann der Fachhandwerker künftig zum Beispiel ausgelesene Störmeldungen direkt mit der App an den Kundendienst übermitteln und der technische Berater dadurch noch schneller eine Lösung anbieten. Easy­Contact ist in die digitale Toolbox EasyService integriert, so dass alle digitalen Werkzeuge rund um den Service und die Inbetriebnahme der Heizsysteme in einer App zusammengefasst sind. Der Nutzen: mehr Übersicht, weniger Zeitauf­wand, höhere Kundenzufriedenheit.

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