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Der Rechnungshof ist der zahnlose Mund, aus dem der Steuerzahler "Au!" schreit.    Helmar Nahr

19.12.2018

Meldung

08.07.2018: Clevere Kombi: Kühlen mit der Wärmepumpe

Wärme+ erklärt das Prinzip der aktiven und passiven Kühlung

Bild: Vaillant

Wärmepumpen haben den Gasheizungen den Rang abgelaufen: Beim Neubau von Wohngebäuden entschieden sich im Jahr 2017 rund 43 Prozent der Bauherren für die umweltfreundliche Wärmepumpen-Heiztechnik* und verwiesen damit Gas als Energieträger auf den zweiten Platz. „Die Entscheidung für eine Wärmepumpe bringt Bauherren und Modernisierern auch im Sommer deutliche Vorteile“, stellt Matthias Saller, Experte bei der Initiative WÄRME+, fest. „Denn sie können nicht nur heizen, sondern lassen sich auch zur Kühlung der Wohnräume nutzen.“ Abhängig von der gewünschten Intensität der Kühlleistung kommt das aktive oder passive Wärmepumpenkühlen in Frage.

Wärmepumpen sorgen das ganze Jahr für optimale Raumtemperatur

Es gibt sie auch in Deutschland: heiße Sommertage, an denen erst die Kühlung der Wohnräume ein angenehmes Wohlfühlklima schafft. Allerdings beschränken sie sich in der Regel auf wenige Wochen im Jahr, so dass eine Klimaanlage oder Ventilatoren den größten Teil des Jahres ungenutzt bleiben. Zudem sind Klimageräte durch ihren Stromverbrauch kostenintensiv. Was viele Bauherren und Modernisierer nicht wissen: Mit einer Wärmepumpe lassen sich Wohnräume effizient, kostengünstig und umweltfreundlich kühlen – was bei anderen Heizsystemen nicht möglich ist. Voraussetzung dafür ist nur die Kombination mit dem passenden Verteilsystem. „Empfehlenswert sind zum Beispiel zur Kühlung fähige Fußboden- oder Wandflächenverteilsysteme oder Gebläsekonvektoren“, erklärt Matthias Saller. Ungeeignet wegen ihrer vergleichsweise geringen Fläche sind hingegen die klassischen Heizkörper.

Bleibt noch zu entscheiden, ob passiv oder aktiv gekühlt werden soll:

Passives Kühlen: „Natürlich“ und mit geringem Stromverbrauch

Im Sommer liegen die Temperaturen des Erdreichs und des Grundwassers in der Regel deutlich unter der Temperatur in Wohnräumen. Diesen Temperaturunterschied macht sich die passive Kühlung zunutze: Das Wasser aus dem Verteilsystem fließt über einen Plattenwärmetauscher, wird durch Grundwasser oder Erdreich gekühlt und wieder ins Gebäude geleitet. So wird die Innenraumluft um 2 bis 3 °C abgesenkt. Da der Verdichter in diesem Falle nicht in Betrieb ist, spricht man von „passiver“ Kühlung. Der Stromverbrauch ist dabei sehr gering. Da sich allerdings sowohl Erdreich als auch Grundwasser im Laufe des Sommers aufwärmen, nimmt die Leistung der passiven Kühlung ab. Zudem erfolgt die Kühlung deutlich langsamer als bei der aktiven Variante.

Aktives Kühlen für schnelles Absenken der Temperatur

Bei hohen Temperaturen wünschen sich viele Bewohner eines Hauses eine schnelle und deutlich spürbare Kühlung der Räume. Hier empfiehlt sich die aktive Wärmepumpenkühlung, die nur bei Sole/Wasser-Wärmepumpen möglich ist. Für die Betriebsart Kühlung läuft der Kältekreislauf in umgekehrter Richtung, die Pumpe fungiert dann als Kühlaggregat, arbeitet also quasi wie ein Kühlschrank. Da sie den Wärmekreislauf umkehren können, werden Wärmepumpen, die aktiv kühlen können, auch als reversibel bezeichnet.

Wer sich für den Einbau einer Wärmepumpe mit Kühlfunktion interessiert, wendet sich am besten an einen spezialisierten Fachhandwerker. Dieser unterstützt sowohl Bauherren als auch Modernisierer dabei, eine passende Wärmepumpen-Lösung zu finden.

*Dies belegen nach Information des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts.

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