12.03.2026  Pressemeldung

Geberit: Sehr gutes Geschäftsjahr 2025

Ein wiederum anspruchsvolles Geschäftsjahr liegt hinter der Geberit Gruppe. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in der Bauindustrie in Europa konnten Umsatz und Verkaufsvolumina deutlich gesteigert werden.

Sehr erfreulich in diesem Zusammenhang war die Entwicklung von neu eingeführten Produkten und das breit in den Märkten abgestützte Wachstum. Die operativen Margen lagen nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Ohne die einmalige Belastung infolge einer Werksschliessung wären die operativen Margen unter anderem dank Effizienzgewinnen gestiegen. Gleichzeitig wurde weiter in die Innovationspipeline investiert und alle wichtigen grösseren Investitionsprojekte wurden wie geplant umgesetzt. Damit gelang es, die Marktposition als führender Anbieter von Sanitärprodukten weiter auszubauen und zu stärken. Der Nettoumsatz nahm um 2,5% auf CHF 3’163 Mio. zu. Bereinigt um negative Währungseffekte in Höhe von CHF 72 Mio. betrug der Anstieg 4,8%. Insgesamt wurde ein operativer Cashflow (EBITDA) von CHF 931 Mio. erwirtschaftet, ein Anstieg von 2,0%; währungsbereinigt konnte ein Anstieg von 5,3% erzielt werden. Als Folge der vorerwähnten Einmalbelastung lag die EBITDA-Marge mit 29,4% leicht unter dem Vorjahresniveau von 29,6%. Das Nettoergebnis erreichte mit CHF 598 Mio. das Vorjahresniveau (+0,1%), was einer Nettoumsatzrendite von 18,9% entspricht. Unter Ausschluss der Einmalkosten hätte das Nettoergebnis CHF 617 Mio. bei einer Nettoumsatzrendite von 19,5% betragen. Beim Gewinn je Aktie führten die positiven Effekte des Aktienrückkauf-Programms zu einer im Vergleich zur Entwicklung beim Nettoergebnis positiveren Entwicklung von +0,5% auf CHF 18.15. Erfreulich entwickelte sich der Free Cashflow mit einer Zunahme von 7,4% auf CHF 659 Mio.

Umsatzwachstum deutlich über Marktentwicklung

Wie bereits am 15. Januar 2026 bekannt gegeben, erhöhte sich der Nettoumsatz im Jahr 2025 um 2,5%. Bereinigt um negative Währungseffekte in Höhe von CHF 72 Mio. betrug der Anstieg 4,8%.

Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen für die Sanitärindustrie nahm der währungsbereinigte Nettoumsatz im Gesamtjahr 2025 in Europa um +4,1% zu. Ausserhalb Europas wuchs die Region Nahost/Afrika (+24,8%) deutlich und auch Amerika verzeichnete einen Anstieg (+3,9%). Dagegen lag der Umsatz in der Region Fernost/Pazifik (-0,6%) leicht unter Vorjahr. Bei den Produktbereichen erhöhte sich der währungsbereinigte Nettoumsatz bei den Badezimmersystemen um +6,1%, bei den Installations- und Spülsystemen um +5,5% und bei den Rohrleitungssystemen um +3,0%.

Überzeugende operative Resultate

Die operativen Margen erreichten vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds ein Niveau leicht unter demjenigen des Vorjahres - dies inklusive der Einmalbelastungen durch die im Januar 2025 angekündigte Schliessung eines Keramikwerks in Deutschland in Höhe von EUR 18 Mio. (60 Basispunkte) auf Stufe EBITDA und EUR 24 Mio. auf Stufe EBIT. Bereinigt um diese Einmalbelastung hätte ein Anstieg der EBITDA-Marge um 40 Basispunkte resultiert. Positiv auf die Margen wirkten sich das erfreuliche Volumenwachstum, Effizienzsteigerungen sowie die im Vorjahresvergleich leicht tieferen direkten Materialkosten aus. Die Lohninflation, höhere Energiepreise, Investitionen in Wachstumsinitiativen in ausgewählten Entwicklungsmärkten, diverse Digitalisierungs- und IT-Projekte sowie negative Währungsentwicklungen hatten einen reduzierenden Einfluss.

Insgesamt erwirtschaftete die Geberit Gruppe einen operativen Cashflow (EBITDA) von CHF 931 Mio., ein Anstieg von 2,0%; währungsbereinigt konnte ein Anstieg von 5,3% erzielt werden. Als Folge der vorerwähnten Einmalbelastung lag die EBITDA-Marge mit 29,4% leicht unter dem Vorjahresniveau von 29,6%. Das Nettoergebnis erreichte mit CHF 598 Mio. das Vorjahresniveau (+0,1%), was einer Nettoumsatzrendite von 18,9% (Vorjahr 19,4%) entspricht. Unter Ausschluss der Einmalkosten hätte das Nettoergebnis CHF 617 Mio. bei einer Nettoumsatzrendite von 19,5% betragen. Beim Gewinn je Aktie führten die positiven Effekte des Aktienrückkauf-Programms zu einer im Vergleich zur Entwicklung beim Nettoergebnis positiveren Entwicklung von +0,5% auf CHF 18.15 (Vorjahr CHF 18.06); bereinigt um die Einmalkosten und in lokalen Währungen würde der Gewinn je Aktie bei CHF 19.59 stehen, was einem deutlichen Anstieg von 8,5% entspräche.

Deutliche Zunahme beim Free Cashflow

Erfreulich entwickelte sich der Free Cashflow mit einer Zunahme von 7,4% auf CHF 659 Mio. Hauptgründe für den Anstieg waren der höhere operative Cashflow und das im Vorjahresvergleich tiefere Investitionsvolumen. Die Free-Cashflow-Marge betrug 20,8% (Vorjahr 19,9%). Im Berichtsjahr wurden CHF 503 Mio. beziehungsweise 76% des Free Cashflows im Rahmen der Dividendenzahlung und des Aktienrückkauf-Programms an die Aktionäre ausgeschüttet.

Finanzielles Fundament unverändert stark

Das sehr gesunde Niveau beim Free Cashflow und bei der Verschuldung ermöglichten eine Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik und weitere Aktienrückkäufe bei gleichzeitiger Beibehaltung des starken finanziellen Fundaments der Gruppe.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von CHF 3’641 Mio. auf CHF 3’858 Mio. Die liquiden Mittel nahmen von CHF 408 Mio. auf CHF 586 Mio. zu. Daneben stand eine nicht beanspruchte, fest zugesicherte Betriebskreditlinie für das operative Geschäft in Höhe von CHF 500 Mio. zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich von CHF 1’373 Mio. im Vorjahr auf CHF 1’355 Mio. Entsprechend gingen die Netto-Schulden nicht zuletzt aufgrund der positiven Entwicklung beim Free Cashflow per Ende 2025 deutlich um CHF 196 Mio. auf CHF 769 Mio. zurück.

Das Nettoumlaufvermögen nahm im Vergleich zum Vorjahr um CHF 21 Mio. auf CHF 204 Mio. ab. Die Sachanlagen stiegen von CHF 1’045 Mio. auf CHF 1’073 Mio. Die Position Goodwill und immaterielle Anlagen nahm von CHF 1’332 Mio. auf CHF 1’311 Mio. ab. Das Verhältnis von Netto-Schulden zu Eigenkapital (Gearing) reduzierte sich deutlich von 74,1% im Vorjahr auf 50,7%. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 39,3% (Vorjahr 35,8%). Das Verhältnis der Netto-Schulden zum EBITDA ging auf 0,8x zurück (Vorjahr 1,1x). Bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital betrug die Eigenkapitalrendite (ROE) 43,5% (Vorjahr 45,5%). Die Rendite auf dem investierten Betriebskapital (ROIC) stieg leicht auf 23,2% (Vorjahr 23,0%).

Strategische Stabilität trotz schwer voraussehbarer Marktnachfrage

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen betrugen 2025 CHF 173 Mio. Das sind CHF 9 Mio. beziehungsweise 4,9% weniger als im Vorjahr. Bezogen auf den Nettoumsatz lag die Investitionsquote bei 5,5% (Vorjahr 5,9%). Die leicht tieferen Investitionen waren auf ein im Vorjahresvergleich planmässig geringeres Volumen bei den strategischen Werkserweiterungen zurückzuführen. Alle wichtigen grösseren Investitionsprojekte wurden wie geplant umgesetzt.

Im Berichtsjahr konnte in den Werken eine Produktivitätssteigerung von 4% erzielt werden. Diese Steigerung ist in erster Linie gezielten Massnahmen zur Verbesserung der Effizienz und höheren Volumina zu verdanken.

Anzahl Mitarbeitende angestiegen

Ende 2025 beschäftigte die Geberit Gruppe weltweit 11’278 Mitarbeitende (FTE). Das entspricht einer Zunahme von 168 Personen oder +1,5% im Vorjahresvergleich. Die Zunahme ist auf Kapazitätsanpassungen in den Bereichen Produktion und Logistik aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr höheren Volumina sowie auf eine Stärkung respektive einen Ausbau im Vertrieb zurückzuführen.

Innovation als Basis für künftiges Wachstum

Die im Branchenvergleich überdurchschnittliche Innovationsstärke von Geberit beruht auf einer breit abgestützten eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Im Berichtsjahr wurden insgesamt CHF 86 Mio. (Vorjahr CHF 88 Mio.) oder 2,7% des Nettoumsatzes für die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten, Verfahren und Technologien aufgewendet.

Darin enthalten sind erhebliche Ausgaben für Werkzeuge und Betriebsmittel für die Fertigung von neu entwickelten Produkten, die im Rahmen der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen getätigt wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 18 Patente angemeldet, in den letzten fünf Jahren insgesamt 144 Patente.

CO2-Fussabdruck deutlich verbessert

Die absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen der Geberit Gruppe sanken im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr vor allem dank Effizienzsteigerungen in der Keramikproduktion um 2,4% auf 108’446 Tonnen. Der währungsbereinigte Nettoumsatz stieg um 4,8%. Infolgedessen verbesserten sich die relativen CO2-Emissionen (Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen im Verhältnis zum währungsbereinigten Nettoumsatz) im Vorjahresvergleich um 6,9%. Seit der Übernahme der energieintensiven Keramikproduktion im Jahr 2015 konnten die relativen CO2-Emissionen insgesamt um 69,3% verbessert werden, was einer durchschnittlichen jährlichen Reduktion von 11,1% entspricht.

Anhaltend attraktive Ausschüttungspolitik

Wie in den Vorjahren wird an der attraktiven Ausschüttungspolitik festgehalten. Der Generalversammlung wird deshalb eine Dividendenerhöhung von 0,8% auf CHF 12.90 vorgeschlagen. Die Ausschüttungsquote von 71,1% des Nettoergebnisses liegt knapp über dem oberen Ende der durch den Verwaltungsrat definierten Bandbreite von 50 bis 70%.

Im Jahr 2025 wurden CHF 422 Mio. als Dividenden an die Aktionäre ausgezahlt. Aus dem laufenden Aktienrückkauf-Programm wurden im Berichtsjahr insgesamt 145’231 Aktien zu einem Betrag von CHF 81 Mio. erworben. Somit wurden im Jahr 2025 CHF 503 Mio. beziehungsweise 76% des Free Cashflows im Rahmen der Dividendenzahlung und des Aktienrückkauf-Programms an die Aktionäre ausgeschüttet, was 2,4% der Marktkapitalisierung von Geberit per 31. Dezember 2025 entspricht. Über die letzten fünf Jahre wurden rund CHF 3,3 Mrd. in Form von Ausschüttungen oder Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückbezahlt, was 100% des Free Cashflows in dieser Zeitperiode entspricht.

Ausblick 2026

Die geopolitischen Risiken und die damit verbundenen makroökonomischen Unsicherheiten sind nach der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten deutlich gestiegen, was einen Ausblick auf das makroökonomische Umfeld sowie auf die für die Bauindustrie bedeutenden Entwicklungen der Inflation, Zinsen und Konsumentenstimmung erschwert. Insgesamt wird die Weltwirtschaft erheblichen Unwägbarkeiten ausgesetzt sein. Europa dürfte nach wie vor mit gedämpften Wachstumsaussichten konfrontiert sein.

Die Nachfrage in der Bauindustrie hat sich nach den starken Rückgängen seit Mitte 2022 im Jahr 2025 insgesamt stabilisiert, mit einer je nach Land/Markt unterschiedlichen Entwicklung beim Neubau- und beim Renovationsgeschäft. In Europa wird im Jahr 2026 insgesamt ein leichtes Marktwachstum, jedoch noch keine Markterholung erwartet. Diese Einschätzung basiert auf der Stabilisierung der Baugenehmigungen im Jahr 2025; entsprechend wird für das Geschäft mit Neubauten im laufenden Jahr eine stabile Entwicklung erwartet. Für das Renovationsgeschäft, das rund 60% zum Geberit Umsatz beiträgt, wird erneut eine leicht positive Entwicklung erwartet; dies wird durch mehrere für diesen Bereich relevante Indikatoren gestützt, beispielsweise durch gestiegene Immobilientransaktionen. Ausserhalb Europas wird für die Bauindustrie ein gemischtes Bild erwartet. In mehreren Märkten, beispielsweise in Indien, wird eine weiterhin starke Nachfrage prognostiziert. In China hingegen wird aufgrund der eingebrochenen Neubautätigkeit ein fortgesetzter Rückgang der Marktnachfrage erwartet.

Vor dem Hintergrund eines leicht verbesserten Marktumfelds bleibt es auch für 2026 das Ziel, die Marktposition von Geberit durch gezielte strategische Initiativen weiter auszubauen - beispielsweise durch:

  • die Produktneuheiten des Jahres 2026 sowie den Fokus auf die in den Vorjahren erfolgreich eingeführten Produkte - zum Beispiel die Rohrleitungssysteme Geberit FlowFit und Mapress Therm, das Dusch-WC Alba und das Duofix Installationselement,
  • Investitionen in IT, Digitalisierung und künstliche Intelligenz,
  • neue, auf Endkunden, Architekten und Designer ausgerichtete Marketingaktivitäten, und
  • die Erweiterung und Erneuerung von Logistikkapazitäten.

Verwaltungsrat und Konzernleitung sehen Geberit sehr gut aufgestellt, um die aktuellen und bevorstehenden Herausforderungen zu meistern, die Chancen konsequent zu nutzen und die Marktposition weiter auszubauen. Diese Einschätzung basiert auf der stabilen und langfristig ausgerichteten Strategie, dem bewährten Geschäftsmodell mit starken Kundenbeziehungen sowie der industrieführenden finanziellen Stabilität.

Zusätzliche Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.geberit.com sowie im Online-Geschäftsbericht unter www.geberit.com/geschaeftsbericht.

Weitere Auskünfte erteilen:

Geberit AG
Schachenstrasse 77, CH-8645 Jona
Christian Buhl, CEO                                                                            Tel. +41 (0)55 221 63  46
Tobias Knechtle, CFO                                                                         Tel.  +41 (0)55 221 66  39
Roman Sidler, Corporate Communications    & IR        Tel.  +41  (0)55 221 69 47